Herbst
Wildunfälle oft vermeidbar

Johann Dietrich zeigt die blauen Reflektoren.
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  • Johann Dietrich zeigt die blauen Reflektoren.
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Im Herbst werden die Tage kürzer und das Wild aktiver. Jäger appellieren an die Vernunft der Kfz-Lenker.

BEZIRK. Über 28.000 Wildtiere sterben jedes Jahr auf Niederösterreichs Straßen. Und auch zwei Menschen sind vergangenes Jahr bei Unfällen gestorben. Um die Unfallzahlen zu senken, setzt der NÖ Jagdverband unter anderem auf Duftzäune und optische Warnmelder. Ein Lokalaugenschein im Bezirk Bruck.

Alle 18 Minuten ein Unfall

In Niederösterreich kommt es etwa alle 18 Minuten zu einem Unfall mit einem Wildtier, laut Kuratorium für Verkehrssicherheit wurden im Vorjahr niederösterreichweit 140 Personen bei einem Wildunfall verletzt. Informationen der österreichischen Versicherungsträger zufolge wird ein durchschnittlicher Pkw-Schaden bei einem Wildunfall mit mindestens 1.800 Euro bemessen. Zahlen, die zum Nachdenken anregen sollten.

Achtung im Pendlerverkehr

Das empfiehlt auch Bezirksjägermeister Johann Dietrich beim Lokalaugenschein in Prellenkirchen. "Die meisten Wildunfälle passieren im Pendlerverkehr, also früh morgens und späterer Nachmittag bis Abend. Zum vermehrten Verkehrsaufkommen kommt noch deutlich weniger Tageslicht hinzu, die Sichtverhältnisse werden schwieriger." Und dennoch behalten zahlreiche Lenker den Fuß am Gaspedal. "Leider gibt es noch immer zu viele Lenker, die auch bei schwierigen Sichtverhältnissen recht flott unterwegs sind. Das Gefahrenzeichen ‚Achtung Wildwechsel‘ steht nicht ohne Grund am Straßenrand. Es kennzeichnet ausgewiesene Wanderstrecken der Wildtiere wie beispielsweise den, der die Obere Hauptstraße zwischen Hollern und Rohrau kreuzt. In diesen Abschnitten reichen bei schlechten Sichtverhältnissen auch 70 km/h. Als Jägerschaft setzen wir natürlich auch alles daran, die Wildunfälle so gering wie möglich zu halten. In Prellenkirchen wurden die Straßenbegrenzungspflöcke mit zwei verschiedenen blauen Reflektoren ausgestattet, seitdem haben sich die Unfälle mit Wild in diesem Bereich um 30 bis 40 Prozent verringert."

Schutzprojekt in Petronell

Die Jägerschaft in Petronell setzt ebenfalls umfangreiche Maßnahmen zur Reduktion der Verkehrsunfälle mit Wildtieren auf den Landesstraßen LB211 und L2026. Die regionalen Jäger montierten vergangene Woche, pünktlich zur bevorstehenden Zeitumstellung, sowohl optische als auch akustische Warner zur Vermeidung von Wildunfällen. Die Daten des laufenden Wildgeschehens werden umfassend dokumentiert und fließen in Studien ein.

Johann Dietrich zeigt die blauen Reflektoren.
Petronell setzt auf Akustik und Optik: M. Grohs, J. Krems, L. Radlinger, R. Patzelt, C. Dietrich, G. David, K. Juschitz, L. Weber
Autor:

Bianca Mrak aus Bruck an der Leitha

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