Kündigung in Kurzarbeit
Arbeiterkammer Hainburg kämpft für Arbeiterin

Kammerrat Manfred Fiala (l.) und Bezirksstellenleiter Christian Bauer (r.)
  • Kammerrat Manfred Fiala (l.) und Bezirksstellenleiter Christian Bauer (r.)
  • Foto: AKNÖ
  • hochgeladen von Christina Michalka

Als einer Arbeiterin während der Kurzarbeit die Kündigung bzw. einvernehmliche Auflösung nahe gelegt wurde, wandte sie sich an die Arbeiterkammer Hainburg, die sie beraten hat und ihr somit den Job sicherte. 

HAINBURG. Im Mai wandte sich eine Arbeiterin an die Bezirksstelle Hainburg der Arbeiterkammer. Als Mitarbeiterin eines Produktionsbetriebes hat sie sich seit April in Kurzarbeit befunden. Immer wieder war sie allerdings vom Dienstgeber zu einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses gedrängt worden - und das gegen ihren Willen, so wie auch mehrere andere Mitarbeiterinnen.

Beratung der Arbeiterkammer

Christian Bauer, Leiter der Bezirksstelle Hainburg, informierte die Dienstnehmerin ausführlich über die finanziellen Nachteile einer sofortigen einvernehmlichen Auflösung. Aufgrund ihrer langjährigen Zugehörigkeit zum Betrieb stand der Dienstnehmerin bereits eine Kündigungsfrist von 13 Wochen zu. Sie würde bei einer sofortigen Auflösung ihres Dienstverhältnisses für diesen Zeitraum auch die aliquoten Sonderzahlungen sowie den Urlaubsanspruch verlieren. Die Dienstnehmerin unterschrieb deshalb die einvernehmliche Auflösung nicht. Dazu kommt, dass eine Kündigung während der vereinbarten Kurzarbeit und ein Monat darüber hinaus nicht ausgesprochen werden darf. Somit konnte der Dienstnehmerin aufgrund der Beratung und Belehrung durch die AKNÖ der Arbeitsplatz für mehrere Monate erhalten bleiben. „Dieser Fall zeigt deutlich, wie wichtig arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Unterstützung für die Mitglieder der Arbeiterkammer sind",  berichtet Bezirksstellenleiter Christian Bauer.

Nachfrage in Corona-Krise

Die Bezirksstelle Hainburg hat im ersten Halbjahr mehr als 600.000 Euro für Arbeitnehmer der Region erstritten.  „Durch die Corona-Krise sind wir als Ansprechpartner vor Ort noch gefragter als zuvor.  Die Hauptthemen bei den Beratungen waren Kurzarbeitsvereinbarungen, Quarantäne, Kinderbetreuung sowie Homeoffice und die Frage, wer zur Risikogruppe gehört oder nicht", so Christina Bauer. Insgesamt wandten sich im letzten Halbjahr 3.658 Menschen an die Arbeiterkammer Hainburg. 

Landesweit 110.000 Beratungen

 
Auch in Niederösterreich haben die vergangenen Monaten während Corona das Arbeitsleben der Menschen verändert. Von Kurzarbeit über Rekordarbeitslosigkeit, bis zu Schutzmaßnahmen und allgemeine Verunsicherung - die Anliegen der Betroffenen waren zahlreich. 110.000 Menschen haben seit Jahresbeginn den Rat der Arbeiterkammer Niederösterreich gesucht. „Wir haben uns gerade in dieser schwierigen Zeit als verlässliche Vertretung der niederösterreichischen Arbeitnehmer erwiesen" , erklärt AKNÖ-Kammerrat Manfred Fiala. Die Arbeitnehmer in zahlreichen Branchen sind immer noch vor große Herausforderungen gestellt, aber  auch für die AK NÖ als gesetzliche Interessenvertretung war und ist die Corona-Krise eine schwierige Zeit.  „Auch wir mussten von einem Tag auf den anderen alles umstellen, von der persönlichen Beratung in den Bezirksstellen auf Telefon und Mail" , schildert AK Hainburg Bezirksstellenleiter Christian Bauer.

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