13.03.2018, 22:06 Uhr

A4: Baustellen im Doppelpack

Staus garantiert: Nach 2016 wird die A4 im Bereich zwischen Simmeringer Haide und Schwechat jetzt neuerlich saniert. (Foto: Karl Pufler)

Parallel zu Fischamend wird die A4 zwischen Schwechat und Simmering aufgerissen. Auch wegen des EU-Vorsitzes.

A4. Die A4 als ewige Baustelle: Nach 2016 wird erneut der Bereich zwischen Simmeringer Haide und dem Knoten Schwechat aufgerissen. Ab kommenden Freitag wird an vier Wochenenden (drei davon im April) der Fahrbahnbelag ausgebessert. In den Baustellenbereichen müssen Lenker mit Sperren von Fahrstreifen und Spurverschwenkungen rechnen. Der betroffene Abschnitt ist drei Kilometer lang. Asfinag und ÖAMTC empfehlen, über die S1 auszuweichen. Autofahrerclubs kritisieren, dass die Arbeiten hauptsächlich wegen des im Juli beginnenden EU-Vorsitzes durchgeführt werden. Die EU-Politiker sollen auf leisem Asphalt zwischen Flughafen und Wien pendeln.

Zweite Großbaustelle

Bei der Abfahrt Fischamend-Ost sind die Arbeiten für die neuen Anschlüsse voll im Gange. Die A4 wird in Richtung Bruck auf drei Spuren erweitert. Bis Montag, 19. März, sind die zwei Fahrspuren Richtung Wien nach außen verschwenkt und schmäler. In diesem Bereich gilt Tempo 80. Gearbeitet wird in der Mitte der Fahrbahn an den Brückenpfeilern. Danach werden die Fahrspuren beider Fahrtrichtungen nach innen verschwenkt und verschmälert. Im Baustellenbereich wird eine Section Control installiert. Autofahrerclubs warnen Pkw-Lenker vor dem Lkw-Verkehr auf den schmalen Fahrspuren, wo die Brummer gefährlich ausscheren könnten.

Immer mehr Verkehr

Auf den beiden Autobahnen in den Regionen Schwechat nimmt der Verkehr dramatisch zu: So wurden auf der A4 2017 im Schnitt 64.400 Fahrzeuge am Tag gemessen. Das ist ein Plus von 44,5 Prozent. Auf der S1 bei Schwechat-Ost sind es schon 72.590 Fahrzeuge täglich, ein Anstieg von 24,7 Prozent. Rannersdorf toppt die Wertung mit 73.540 Fahrzeugen, was ein Plus von 30,2 Prozent bedeutet. "Der Kfz-Verkehr nimmt viel stärker zu als die Wirtschaft wächst. Lärm und Abgasbelastung sind ebenso die Folge wie mehr Staus. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig", betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Auch der Bau von Einkaufszentren am Stadtrand führt zu längeren Einkaufswegen bei gleichzeitiger Schwächung der so wichtigen Nahversorgung in den Ortskernen.
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