16.11.2017, 12:51 Uhr

Bio im Bezirk: Besuch am Biohof Metzker

Mittagessen mit drei Generationen. Natürlich alles bio.
Immer mehr Konsumenten wollen mit gutem Gewissen genießen. Bio allein ist gut, noch besser sind Biolebensmittel aus der Region. Die Bezirksblätter haben den Bezirk Bruck an der Leitha dem Bio-Check unterzogen und einen Biobauern besucht.

Bio aus Überzeugung

Wir statten der Familie Metzker, die in Pachfurth eine Bio-Landwirtschaft betreibt, einen Besuch ab. Den Hof gibt es seit 240 Jahren. Seit 24 Jahren ist hier alles Bio. Dass Friedrich Metzker Bio-Landwirt aus Überzeugung ist merkt man gleich, wenn er davon erzählt. Während er über den Hof führt, räumt er gleich mit einem gängigen Vorurteil auf. Bio-Landwirtschaft bedeutet nicht, dass noch so gearbeitet wird wie vor 100 Jahren. Der Einsatz moderner Technik widerspricht keinesfalls nachhaltiger Bewirtschaftung.

Jungbäuerin hat das Sagen

Seit zwei Jahren leitet Catherine Metzker den Betrieb. Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas und einem Angestellten bewirtschaftet sie den Hof. Die Jungbäuerin kennt sich aus in ihrem Metier. Die landwirtschftliche Facharbeiterin hat die HTL für Umwelttechnik abgeschlossen und sich laufend weitergebildet. Im Betrieb mitgeholfen hat sie schon immer, aber dass sie ihn einmal übernehmen wird war nicht von Anfang an klar. Heute ist Catherine zufrieden mit der Entscheidung. Das liegt sicher auch daran, dass sich Friedrich Metzker nicht so schwer getan hat wie andere, den Stab an die nächste Generation weiterzureichen. "Der Papa mischt sich nicht ein. Da bin ich stolz auf ihn, dass er das schafft," lacht die junge Frau.

300 Hektar Anbaufläche

Auf 300 ha baut Catherine Metzker u. a. Mais und Soja, Roggen, Durum, Dinkel, Hanf und Leinsamen an. Ihre Schwester Isabel ist Landwirtschaftsmeisterin, kümmert sich um diverse Gemüseraritäten. Den Kümmel vom Biohof Metzker findet man übrigens in der Verpackung der Firma "Sonnentor" wieder. "Kümmel sollte man nur "Bio" kaufen, weil der alle Schadstoffe aus der Erde aufnimmt", lernen wir noch von Herrn Metzker. Einen Ab-Hof-Verkauf der Produkte gibt es nur beim Traubensaft und dann darf man auch einen Sack Erdäpfel mitnehmen.
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