08.11.2016, 12:59 Uhr

Fisch aus der Aludose

Traurig: Eine stattliche Barbe hatte sich in einer Blechdose verfangen und sich schwere Verletzungen zugefügt. (Foto: Pro Fisch)

Die Donau ist erschreckend verschmutzt. Leiden müssen vor allem die Tiere, allen voran die Donau-Fische.

BEZIRK. Kürzlich wurde die Donau bei Hainburg mit ihren Seitenarmen befischt, um Aufschluss über den aktuellen Zustand und die Entwicklung der Fischpopulation zu bekommen. Die Fische werden auch als Indikatoren für den ökologischen Zustand der Gewässer herangezogen. Alle sechs Jahre findet diese Untersuchung im Rahmen der Gewässerzustandsüberwachungsverordnung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in Kooperation mit dem Nationalpark Donau-Auen statt.

Untersuchung Fischbestand

Das beauftragte Unternehmen Pro Fisch OG unter der Leitung des Gewässerökologen Michael Schabuss machte im Zuge der Untersuchungen einen traurigen Fund. Eine stattliche Barbe hatte sich in einer Blechdose verfangen und sich schwere Verletzungen zugezogen. Schabuss befreite die Barbe und hofft nun, dass sie sich von den Verletzungen erholt - sie wurde jedenfalls nach der Rettungsaktion wieder freigelassen.

Appell an die Menschen

"Wir versuchen, das Flussufer durch Müllsammelaktionen vom Abfall zu befreien. Bei der Flusssohle sind uns allerdings die Hände gebunden, wir appellieren daher um einen achtsamen Umgang mit dem Müll", so Schabuss.
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