06.01.2018, 12:28 Uhr

Neue Pläne für Schloss Trautmannsdorf

Im Frühjahr sollen die Pläne für die Zukunft des Schlosses präsentiert werden. (Foto: sanssouci)
Das Schloss Trautmannsdorf bei Bruck an der Leitha stand seit Mitte des letzten Jahrhunderts leer. 2014 kaufte der Wiener Immobilienentwickler Norbert Winkelmayer die zerfallene Schlossanlage und plant seither die Generalsanierung und behutsame Revitalisierung des herrschaftlichen Gebäudes. Während eines Landeanflugs auf Wien ist Norbert Winkelmayer, CEO der Sans Souci Group, schon vor ein paar Jahren auf das Schloss Trautmannsdorf aufmerksam geworden: ein mächtiger Bau mit großem Park, wunderbar gelegen in der kleinen Marktgemeinde Trautmannsdorf, gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden und nur 30 km vom Wiener Stadtzentrum entfernt. Das Interesse für dieses außergewöhnliche Projekt war schnell geweckt, sodass Winkelmayer nach längeren Verhandlungen 2014 das gesamte 11 ha große Anwesen für 850.000 Euro gekauft hat.


"Schlösschen" im Dornröschenschlaf

Der Immobilienprofi ist spezialisiert auf die Revitalisierung von historischen Gebäuden und will nun mit der Sans Souci Group das Schloss Trautmannsdorf aus dem langen Dornröschenschlaf holen und wieder Leben in das einst prächtige Schloss einhauchen. Norbert Winkelmayer hat sein Konzept zur Generalsanierung vorgelegt und kann mit der Unterstützung der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, aber auch des örtlichen Bürgermeisters, Herrn Ing. Heinz-Christian Berthold, rechnen. Der Planungsprozess des gesamten Schlossareals und der Liegenschaft Hauptstraße 33 findet in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt statt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Manfred Wehdorn, dem international anerkannten Architekten mit dem Spezialgebiet Denkmalpflege, wird alles Erhaltenswerte wiederhergestellt werden. Nach Abschluss der Planungsphase soll die letztliche Nutzung des Komplexes festgelegt werden.
Die Sans Souci Group ist zuversichtlich, dass im Frühjahr 2018 die komplette Projektentwicklung präsentiert werden kann und im Herbst 2018 entsprechende, baurechtliche Genehmigungen vorhanden sind. Wenn alles so klappt wie geplant, könnten die Arbeiten nächstes Jahr beginnen, um aus dem „Schlösschen“, wie Norbert Winkelmayer es liebevoll nennt, ein Vorzeigeprojekt der Revitalisierungskunst historischer Gebäude zu machen.


Der Zustand des Schlosses

Die Schlossanlage, die aus dem 12. Jahrhundert stammt, befindet sich in einem desolaten Zustand. Von außen blickt man schwer beschädigten, mit Graffiti übersäten Fassaden, glaslosen Fenstern sowie einem undichten Dach entgegen. Im Seitentrakt des Gebäudes befindet sich eine Kapelle, in der außer einer beeindruckenden Kuppel und den Balkons für die Herrschaft nichts erhalten ist. Zudem gibt es im Haupttrakt den Rittersaal, dessen herabgestürzte Decke ein Betreten unmöglich macht, die Reste des Chinesischen Zimmers, dessen Interieur samt Wandbehang in den 60er-Jahren nach Schloss Laxenburg verkauft wurde, und das Speisezimmer, in dem das Sternparkett nur noch in Fragmenten liegt. Über die Jahrzehnte wurde obendrein alles aus dem Schloss geraubt, was nicht niet- und nagelfest war: von den Parketten bis zu den Beschlägen, von Ornamenten bis zu Tapisserien. Vom einstmals schönen englischen Garten der Schlossanlage, sind nur mehr wenige große Bäume und zwei Fischteiche übrig.
Norbert Winkelmayer ist dennoch voll des Enthusiasmus. Er entwickelt Ideen, wie das Schloss Trautmannsdorf gerettet werden könnte. Er hat Land erworben, wodurch sich der Park jetzt auf 15 ha erstreckt, er hat das Pförtnerhaus und andere Objekte am Areal zurückgekauft und das Umwidmungsverfahren wurde bereits in die Wege geleitet. 15 Millionen Euro will er insgesamt in die Sanierung investieren.
Verbesserte Nahversorgung in der Marktgemeinde
Der Sans Souci Group ist es zudem in enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister von Trautmannsdorf gelungen, die Infrastruktur der Marktgemeinde zu verbessern: Die folgenden Maßnahmen konnten in Abstimmung mit dem lokalen Lebensmitteleinzelhändler Hr. Schmutterer erreicht werden: Durch einen langfristigen Mietvertrag, welcher mit der REWE abgeschlossen wurde, kommt es in Trautmannsdorf zu einer Errichtung eines ADEGs mit einer Verkaufsfläche von 600 m2. Dadurch ist eine gute Nahversorgung für alle Bürger sowie zukünftigen Nutzern des Schlosses in Trautmannsdorf gewährleistet und der regionale Wirtschaftskreislauf wird gefördert.


Über die SANS SOUCI GROUP

Bereits seit über 25 Jahren betätigt sich die SANS SOUCI GROUP mit klaren Vorstellungen, Tatendrang und Umsetzungsvermögen in verschiedenen Geschäftsfeldern, mittlerweile vor allem in den Bereichen Hotellerie und Immobilien. Die Gruppe und ihr CEO DI Mag. Norbert L. Winkelmayer machten sich dabei einen Namen als „Jäger der verlorenen Schätze“. Gemeint ist damit die Entwicklung von „High End“-Immobilien bei gleichzeitig behutsamer Restaurierung erhaltenswerter Bestände. Diese Vision, geschichtsträchtigen Häusern neues Leben einzuhauchen, wird aktuell mehrfach durch Projekte im Portfolio der SANS SOUCI GROUP realisiert: So entstehen z. B. im historischen und mittlerweile denkmalgeschützten Philips-Bürogebäude am Wienerberg 135 innovative Full-Service-Apartments für Geschäftsleute, urbane Nomaden und Wienbesucher. Das Beatrixbad, Wiens älteste Badeanstalt, verwandelte sich durch behutsame Revitalisierung, Um- und Ausbau zur prachtvollen Wohnresidenz und auch das Palais Wessely, ein historisches Baujuwel zwischen Karlskirche und Schloss Belvedere wurde aus dem Dornröschenschlaf erweckt und zu einem außergewöhnlichen Wohnprojekt umgebaut. Die SANS SOUCI GROUP verfügt über umfassendes Know-how in allen Teilaspekten der Entwicklung und Verwertung gewinnbringender Projektierungen und agiert hierbei auch als kompetenter Sparringpartner für Liegenschaftseigentümer. In der Funktion des externen Projektentwicklers und Bauherrenvertreters kümmert sich die Sans Souci Group für den Eigentümer – im Sinne eines One-Stop-Shop-Prinzips – um Kreation, Konzeptionierung, Entwicklung und Abwicklung bis hin zur erfolgreichen Verwertung.
Bei allen Projekten der SANS SOUCI GROUP liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit. Das bedeutet für die Gruppe einerseits, mit der Revitalisierung historischer Gebäude oder dem Wachküssen von Design-Ikonen Vergessenes in die Gegenwart zu bringen und andererseits Visionäres, das unserer Zeit voraus ist, zu fördern. So ist die SANS SOUCI GROUP unter anderem auch an Green Wall Tec beteiligt, die mit nachwachsenden Fassaden, blühenden Wänden und atmenden Gebäuden die grünen Städte von morgen gestalten. Das Auge für das Schöne beweist die Gruppe nicht nur durch diverse Immobilienprojekte, sondern auch durch die Art Foundation. Diese investiert und sammelt seit Jahrzehnten internationale und nationale Kunst.
Nähere Informationen finden Sie unter http://www.sanssouci.at.
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MAX MEGART aus Döbling | 08.01.2018 | 13:30   Melden
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