Der Sinnesschatz unterm Hochschwab

Richard Fürstners Ein- und Aussichten (wasistkunst.com) standen einst am Rennfeld-Gipfel. Jetzt geben sie Einsicht ins Hochschwabmuseum.
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  • hochgeladen von Markus Hackl

Sofern man nicht unbedingt in zwei Stunden am Hochschwabgipfel sein will, lädt das Panorama im Talschluss rund um den Bodenbauer seit jeher zum Entschleunigen ein. Handyempfang gibt es keinen, die Wege sind weit – da lässt es sich leichter langsam angehen.
So ähnlich dürften Friedrich Holzer, Elke Ferstl und Karin Ziegler auch gedacht haben, als sie gemeinsam die Ausstellung "Sinnesschatz Entschleunigung" für das Hochschwabmuseum konzipiert haben. In den drei Etagen des Hochschwabmuseums wurde alles hineingepackt, was der Verlangsamung der Zeit dienlich ist. "Mit Verlangsamung und Achtsamkeit wollen wir bei den Besuchern ein offenes und möglichst wertungsfreies Einlassen auf das Hier und Jetzt zulassen. Das soll durch das Öffnen all unserer Sinne erreicht werden", erklärt Friedrich Holzer als langjähriger Museumsorganisator und Betriebsleiter der Zentralwasserversorgung Hochschwab Süd als Museumseigentümer den philosophischen Ansatz hinter der Ausstellung, die im Museum heuer und auch im nächsten Jahr gezeigt wird.

Eine Initialzündung
"Diese Ausstellung soll auch Initialzündung für ein Entschleunigungszentrum rund um das Alpenhotel Bodenbauer sein", erklärt Friedrich Holzer das Gesamtkonzept. Ab 2018 werden entschleunigende Auszeit-Angebote mit Fachseminaren, Workshops und Trainings direkt beim Alpengasthof Bodenbauer angeboten.
Zurück zur Ausstellung: Das Thema Entschleunigung wird durchaus unterhaltsam historisch und kulturwissenschaftlich beleuchtet. So wird regional Typisches – wie die Büchsenmacher Rosl – unter dem Licht der Verlangsamung und Achtsamkeit gezeigt und dem Sinn der langen Weile mit Bildern aus der Region und ganz speziell von Paul Kassecker eine erfrischende Bedeutung gegeben. "Wir nutzen die Ausstellung auch dazu, den Maler Paul Kassecker als Karikaturisten zu zeigen", so Friedrich Holzer. Das Hochschwabmuseum ist im Übrigen der Nachlassverwalter der Kassecker-Werke. Des Weiteren werden auch Werke von Karin Ziegler, Werner Maurer, Tintimax, Helmut Königshofer, Grex, Klaus Gaar und Helmut Holzer gezeigt.

Richard Fürstners Ein- und Aussichten (wasistkunst.com) standen einst am Rennfeld-Gipfel. Jetzt geben sie Einsicht ins Hochschwabmuseum.
Die Aussicht beim Bodenbauer ist grandios. Der Panoramaweg gehört zur Ausstellungskonzeption des Hochschwabmuseums.

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