Ein Brucker ist oberster Krisenmanager

Gerald Rockenschaub

In der Vorwoche wurde der gebürtige Brucker Gerald Rockenschaub zum Direktor für gesundheitliche Notlagen in der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ernannt. "Ich freue mich sehr darüber, dass ein österreichischer Arzt und Public-Health-Experte in diese hohe Position in der WHO berufen wurde", teilte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit.
Der 63-jährige Brucker wird damit "zum obersten Krisenmanager für gesundheitliche Notlagen in Europa" und als solcher den belgischen Regionaldirektor Hans Kluge auch beim Kampf gegen Covid-19-Pandemie unterstützen.

Oberarzt am LKH

1977 hat Rockenschaub in Bruck maturiert und sich nach einiger Überlegung für das Medizinstudium an der Grazer Karl-Franzens-Universität entschieden. Während seiner klinischen Laufbahn absolvierte er eine Ausbildung zum Allgemeinmediziner und eine Spezialisierung in Allgemeinchirurgie, gefolgt von mehreren Jahren klinischer Arbeit in der Chirurgie und Notfallmedizin. Seiner Heimatstadt blieb er in der Ausübung seines Berufes treu, er war lange Zeit als Oberarzt am LKH Hochsteiermark/Standort Bruck tätig. "Dort hat man mir durch Karenzierungen auch das Auslandsstudium Public Health in den USA ermöglicht" erzählt Rockenschaub, "ich war mehrere Monate in Boston." Schon damals war er auch als medizinischer Konsulent in Palästina tätig.

2014 in Jerusalem

Durch seine internationalen Einsätze im Kosovo oder Äthiopien erfolgte 2004 das Engagement nach Kopenhagen zur WHO. Seit 2014 leitete er die Länderrepräsentanz der WHO für Palästina mit Hauptsitz in Jerusalem, mit Zweigstellen im Gaza-Streifen und in Ramallah. Als Arzt und Gesundheitsdiplomat gehörten auch Vermittlertätigkeiten zwischen den Konfliktparteien, Nothilfeprogramme oder Infektionsprävention zu den Aufgaben
Seit Februar 2021 war Rockenschaub in Albanien. In all den Jahren kam er auch immer wieder als Nothilfemanager zum Einsatz - so in Pakistan, Usbekistan oder auf den Philippinen. "Wir waren noch im November im polnisch-weissrussischen Grenzgebiet, auch dort ist die Lage schlimm und mehr als besorgniserregend."

Kontakte mit der Heimat

Jetzt ist er wieder in Kopenhagen gelandet - in hoher Position. "Ich bin zumindest bis Weihnachten in Dänemark, arbeite interimistisch. Meine Vorgängerin muss ihre Urlaubstage aufbrauchen, da gibt es natürlich sehr viel für mich zu tun." Offiziell beginnt sein Vertrag ab 1. Februar, dann wird auch die Wohnung beziehbar und Gattin Elisabeth wird nachkommen. Kontakt mit der Heimat gibt es noch: "Mit früheren Kollegen oder Schulfreunden, wir versuchen uns zumindest einmal im Jahr zu treffen."

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