Eine Streuobstwiese für Mariazell

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: Die Setzaktion musste wegen des Spätwintereinbruchs mehrmals verschoben werden.
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  • Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: Die Setzaktion musste wegen des Spätwintereinbruchs mehrmals verschoben werden.
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Streuobstwiesen fürs Mariazellerland. Der Feldbauerhof der Familie Eder macht ein Schulprojekt daraus.

Der Feldbauerhof der Familie Eder ist seit 25 Jahren ein Biobetrieb. Schutz und Forcierung der Artenvielfalt gehört zum Bio-Gen wie die Biene zur Obstblüte. Birgit Eder engagiert sich zudem seit Jahren beim Projekt "Schule am Bauernhof". Schüler der Volksschule und der Mittelschule Mariazell prägen seitdem das Erscheinungsbild des Bauernhofes mit. 2019 wurde der Betrieb aufgrund des breit gefächerten Engagements von der Landwirtschaftskammer zum "Bauernhof des Jahres" gekürt.

"Bamerl setzen": Schüler aus Mariazell helfen beim Anlegen einer Streuobstwiese. 40 Obstbäume werden gesetzt.
  • "Bamerl setzen": Schüler aus Mariazell helfen beim Anlegen einer Streuobstwiese. 40 Obstbäume werden gesetzt.
  • Foto: Fred Lindmoser
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Jetzt haben Birgit und Franz Eder mit den Schülern ein neues Projekt aus der Taufe gehoben. Gemeinsam wird an einer neuen Streuobstwiese gearbeitet.

In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Eisenwurzen und unterstützt von der Leaderaktionsgruppe Mariazellerland-Mürztal werden 40 Obstbäume gepflanzt. Trotz massiven Wintereinbruchs waren die Schüler tatkräftig mit Schaufel und Spaten im Einsatz. "Zuerst mussten wir das Setzen der Bäume witterungsbedingt verschieben, dann nach einem Tag unterbrechen, aber wir lassen uns von unserem Vorhaben nicht abbringen und werden es in dieser Woche durchziehen. Es wird auch höchste Zeit, denn die Bäume treiben schon aus", erzählt Birgit Eder. Gesetzt werden alte, robuste Sorten – Apfel, Birne, Zwetschke, Kriecherl, Kirsche.

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: Die Setzaktion musste wegen des Spätwintereinbruchs mehrmals verschoben werden.
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Mit dem Bäumesetzen ist die Arbeit für die Kinder jedoch nicht vorbei. "Es soll ein begleitendes Projekt sein. Ein Bienenschaukasten wäre schön, die Bäume könnten wir mit den Kindern schneiden und später natürlich die Obsternte und das Saftpressen", sagt Birigt Eder.

Für den Bauernhof ist es die erste Streuobstwiese seit langer Zeit. Im 17. und 18. Jahrhundert hat man Streuobstwiesen zur Ernährung der Landbevölkerung vorangetrieben. Mitte des 20. Jahrhunderts sind die Obstwiesen aber fast zur Gänze aus dem ländlichen Erscheinungsbild verschwunden. Dank solcher Initiativen wie am Feldbauerhof kommen sie langsam wieder zurück.

Hintergrund

Auch in der Steiermark gehören Streuobstwiesen zu den artenreichsten Landschaften. Streuobstwiesen bilden ein kleinflächiges Mosaik aus Lebensräumen. Die freistehenden Bäume werfen ein unregelmäßiges Muster aus Licht und Schatten auf die Wiese. Dadurch wachsen in der Wiese unterschiedliche Gras- und Blumenarten, welche die Bodenverhältnisse beeinflussen.
Auch der Baumbestand ist selten einheitlich. Obstbäume wechseln sich mit Sträuchern und Hecken ab. Diese Vielfalt an kleinen Lebensräumen bieten weder Wald, noch Ackerland. Neben Streuobstwiesen findet sich die Abwechslung nur noch an natürlichen Bachläufen oder im Gebirge.
Die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen beeinflusst stark deren Artenreichtum. Streuobstwiesen werden in den meisten Fällen extensiv bewirtschaftet. Spritz- und Düngemittel kommen selten zum Einsatz und die Mahd erfolgt in großen Abständen übers Jahr verteilt.

Mehr über den Bauernhof der Familie Eder finden Sie hier

Weitere Beiträge:

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