Hexen und Zauber in unserer Heimat

Der Marktplatz in St. Peter/Freienstein wurde zum Schauplatz der Hexenerzählung. Wer nun glaubt, dass es sich bei dieser Veranstaltung nur um eine historische Abhandlung von Hexen bzw. ihrem männlichen Pendant, den Hexern gehandelt hatte, liegt falsch.

Geschichten wurden gespielt

Der in St. Peter wohnhafte Historiker Peter Kneissl lud für diese Veranstaltung auch drei Laienschauspieler ein, die zum besseren Verständnis die eine oder andere Kurzgeschichte nachspielten.
So berichtete der Historiker über zwei Methoden zur raschen Erkennung einer Hexe. „Einerseits brauchte man ihr nur mit einer spitzen Nadel in die Tränendrüse des Auges stechen, da man davon ausging, das Hexen keine Tränen besitzen. Ebenso wurde auch mit Warzen, Muttermalen, Furunkeln und Gewächsen aller Art verfahren.“ Denn wurde so ein Hexenmal aufgestochen, dann ist erwartet worden, dass eine Hexe daraus nicht blutet.
Zu den Orten in der Steiermark, in welchen zwischen 1550 und 1780 Hexenprozesse stattgefunden haben, zählen u.a. Leoben, Göß, Kapfenberg und St. Peter-Freienstein.

Die "Gallerin"
Ein wenig näher setzte sich Kneissl in seinen Ausführungen mit Katharina Elisabeth Freifrau von Galler auseinander, mächtige Herrin der Riegersburg. Aufgrund ihres nicht gerade verträglichen Charakters geriet die Gallerin (gespielt von Renate Kneissl) auch recht bald in Streit mit dem Riegersburger Pfarrer Strobl (Peter Kneissl).
Für die Zeit des 17. Jahrhunderts zählte sie mit ihren handfesten Argumenten zu den absoluten Ausnahmen. Eine der prominentesten steirischen Hexen war Katharina Paldauf (Ehrentraud Lebenbauer), Frau des Riegersburger Vogtes. Sie habe mit mehreren Teufeln in Verbindung gestanden, sehr intensiv mit einem vornehm gekleideten Teufel, im Prozess als „der Bixenmeister“ (Markus Lendl) bezeichnet. Nach ihrer Verhaftung wurde sie hingerichtet.
Als besonders schweres Indiz für den Status der Hexe diente bei der Paldauf die Tatsache, dass sie in ihren Glashäusern auch im Winter herrliche Blumen gezogen hatte und so als „Blumenhexe von der Riegersburg“ bezeichnet wurde.
Peter Kneissl verwies auch auf Pflanzen und Tiere, die mit Hexen in Verbindung gebracht worden sind. Dazu zählen unter anderem Tollkirsche, Eisenhut, Johanniskraut, Bärlauch und Knoblauch.
Tierisch "behext" waren etwa der Ziegenbock, Fledermaus, Rabe, Schlange, Kröte, oder Spinne.

Autor:

Petra Soir aus Bruck an der Mur

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