Ergebnis Volksbefragung Bruck
84 Prozent gegen den Waldverkauf

Der Brucker Bürgermeister Peter Koch akzeptiert das Ergebnis der Volksbefragung zum Waldverkauf: "Es wird keine Vermögensveräußerung mehr geben."
2Bilder
  • Der Brucker Bürgermeister Peter Koch akzeptiert das Ergebnis der Volksbefragung zum Waldverkauf: "Es wird keine Vermögensveräußerung mehr geben."
  • Foto: Stadt Bruck/Mehlmauer
  • hochgeladen von Markus Hackl

Die Volksbefragung in Bruck zum Verkauf des Reviers Zlatten brachte mit 84,2 Prozent ein klares Votum gegen den Forstverkauf. Die Wahlbeteiligung war mit 36,6 Prozent hoch.

Soll das Revier Zlatten in Pernegg verkauft werden, um damit Investitionen in Bildungseinrichtungen vorzunehmen? Diese Frage beantworteten die Brucker mit einem klarem „Nein“. Bei der am Sonntag durchgeführten Volksbefragung stimmten 84,2 Prozent gegen den Forstverkauf, 15,8 Prozent dafür. Die Beteiligung lag bei 36,6 Prozent und fiel für eine Volksbefragung dementsprechend hoch aus.

Bürgermeister Peter Koch nimmt das Ergebnis zur Kenntnis: „Die Bruckerinnen und Brucker haben entschieden und ihre Meinung zu diesem Thema eindeutig zum Ausdruck gebracht. Es ist kein Geheimnis, ich habe für ein anderes Ergebnis geworben. Die politische Richtschnur ist jetzt jedoch klar, weitere Formen der Vermögensveräußerung werde ich nicht anstreben“, erklärte Koch.

Der Stadtchef werde nun andere Möglichkeiten suchen, um die notwendigen Investitionen im Bildungsbereich umzusetzen. „Bildung bleibt ein Schwerpunkt meines politischen Handelns. Denn der Handlungsbedarf ist groß. Daher werde ich weiter um Investitionen in unsere Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen kämpfen“, so Koch, der die Hände in Richtung der anderen Fraktionen ausstreckt. „Ich lade alle ein, gemeinsam für die Weiterentwicklung von Bruck an der Mur zu arbeiten“, sagt Koch.

Positiv sah Koch die Beteiligung an der Volksbefragung: „36,6 Prozent Wahlbeteiligung zeigen, dass die Brucker diese Form der demokratischen Mitbestimmung sehr gut annehmen.“

Reaktionen der Opposition

Für FPÖ-Stadtrat Raphael Pensl ist Bürgermeister Peter Koch rücktrittsreif.
  • Für FPÖ-Stadtrat Raphael Pensl ist Bürgermeister Peter Koch rücktrittsreif.
  • Foto: Martin Meieregger
  • hochgeladen von Martin Meieregger

Die Positionen im Vorfeld der Volksbefragung waren klar bezogen: SPÖ warb dafür, die Opposition mit ÖVP, FPÖ, KPÖ, Neos und Grünen waren gegen den Waldverkauf.
Dementsprechend fielen auch die Reaktionen aus:
„Die Sozialisten sind mit ihren Verkaufsplänen gescheitert. Bürgermeister Koch muss sich die Frage stellen, ob er sich nach dieser Niederlage noch imstande sieht, die Stadt im Sinne der Bürger zu führen“, erklärte FPÖ-Stadtparteiobmann und Gemeinderat Raphael Pensl.

Wie gehts weiter?

Jetzt läuft einmal einen Monat lang eine Einspruchsfrist, erst danach wird das Ergebnis dem Gemeinderat zur Diskussion vorgelegt. "Das heißt es wird frühestens im November in den Gemeinderat kommen. Für mich steht fest: egal wieviele Stimmen abgegeben wurden, das Ergebnis ist bindend", verspricht der Brucker Bürgermeister Peter Koch.

Am Donnerstag findet in Bruck eine planmäßige Gemeinderatssitzung statt, wie erwähnt findet sich darunter kein Tagesordnungspunkt zum Ergebnis der Volksbefragung. Einzig in der Fragestunde ist es absehbar, dass die Opposition das Ergebnis thematisieren wird, auch Dringlichkeitsanträge der Fraktionen könnten sich dem Thema Waldverkauf widmen.

Weitere Beiträge zur ersten Volksbefragung in Bruck

Bürgermeister Peter Koch möchte "Bildungs-Silber" schaffen
Bruck: Livediskussion zur Volksbefragung
Der Brucker Bürgermeister Peter Koch akzeptiert das Ergebnis der Volksbefragung zum Waldverkauf: "Es wird keine Vermögensveräußerung mehr geben."
Für FPÖ-Stadtrat Raphael Pensl ist Bürgermeister Peter Koch rücktrittsreif.

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen