Die Basilika Mariä Geburt in Mariazell
ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR BASILIKA MARIAZELL

Bild 01: Die Basilika mit einer Länge von 85 m und einer Breite von 30 m, wurde in mehreren Bauweisen im romanischen, gotischen und barocken Stil errichtet. Die heutige Basilika entstand durch Aus- und Umbauten in der Barockzeit, mit denen 1644 begonnen wurde. Der berühmte Stiftsbaumeister Domenico Sciassia schuf damit einen der ersten kirchlichen Großbauten des österreichischen Barock.
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  • Bild 01: Die Basilika mit einer Länge von 85 m und einer Breite von 30 m, wurde in mehreren Bauweisen im romanischen, gotischen und barocken Stil errichtet. Die heutige Basilika entstand durch Aus- und Umbauten in der Barockzeit, mit denen 1644 begonnen wurde. Der berühmte Stiftsbaumeister Domenico Sciassia schuf damit einen der ersten kirchlichen Großbauten des österreichischen Barock.
  • Foto: © Ing. Günter Kramarcsik
  • hochgeladen von Günter Kramarcsik

Vorwort:
Der Großteil dieses Textes wurde fast wortwörtlich nachfolgenden Quellen entnommen:
Website Basilika Mariazell

Website Wikipedia

Weiterführende Links zur Restaurierung des Hochaltars und dessen Raums finden sich hier.

Der Grundriss der Basilika Mariazell findet sich hier.

Mehr über die Orgeln in der Basilika und deren Geschichte kann man hier nachlesen.

Hinweis: wer sich für die Geschichte dieser Basilika mehr als nur allgemein interessiert, der kann sich auch mehr als nur 1 Stunde auf den verlinkten Websites aufhalten und sich über deren Inhalte informieren.  Meinerseits ist es ein Versuch ziemlich umfassend und doch wesentlich kürzer euch zu informieren.

DIE GESCHICHTE DER BASILIKA MARIAZELL

Äußerlich wie im Inneren ist die Kirche eine vollendete Vereinigung von Gotik und Barock. 2 Barocktürme flankieren den mächtigen gotischen Mittelturm. Eine Kuppel überwölbt den Ostteil. Hochgestreckte Fenster und terrakottafarbige Pilaster im Kontrast zur weißen Wand markieren den besonderen Charakter dieser Basilika. Dafür zeichnet Baumeister Sciassia verantwortlich und ihm ist es gelungen einen großzügigen und architektonisch beispielgebenden Raum zu schaffen, der nach wie vor den vielfältigen Anforderungen der zahlreichen Wallfahrergruppen entspricht.

Die Basilika von Mariazell hat zwei Zentren:
a) das Sakrale mit der Gnadenkapelle und
b) das Künstlerische von Fischer von Erlach mit dessen Hochaltar.

Das alles überstrahlendes Herzstück ist eine spätromanische Statue der Gottesmutter, die das Kind auf dem rechten Arm trägt.

An die hohe dreischiffige und gotische Langhalle wurden links und rechts je 6 Seitenkapellen angefügt. Darüber laufen die Emporen, welche in die alte und neue Schatzkammer münden.

Um 1103 wurde das Gebiet um Mariazell dem Stift St. Lambrecht geschenkt, welches dort Mönchszellen gründete, um die ansässige Bevölkerung zu missionieren.

Die älteste Urkunde, in welcher der Name Cell erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1243. Herzog Friedrich II. gestattet darin dem Abt von St. Lambrecht, im angrenzenden Aflenztale und in den Besitzungen von Cell über Salz- und Erzgewinne frei verfügen zu dürfen.

Der ersten von drei Legenden nach geht die Gründung des Wallfahrtsorts auf den 21. Dezember 1157 zurück. Dieser Tag wird heute offiziell auch als der Gründungstag gefeiert.

1. Die Gründungslegende:

Das Benediktinerkloster St. Lambrecht sandte 1157 den Mönch Magnus in die Mariazeller Gegend. Er sollte die Seelsorge der dort lebenden Menschen übernehmen. Mit Erlaubnis des Abtes Okter durfte er seine aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue auf die weite Reise mitnehmen.

Am Abend des 21. Dezember 1157 versperrte ihm nahe des Zieles ein Felsblock den Weg. Hilfe suchend wandte sich Magnus an die Muttergottes. Wonach sich der Felsen spaltete und ihm den Weg freigab.

Am Ziel angekommen, stellte der Mönch die Statue auf einen Baumstrunk und begann eine Zelle zu bauen, die als Kapelle und gleichzeitig als Unterkunft für ihn selbst diente. Maria in der Zelle gab dem Ort seinen Namen.

Die Marienstatue wurde zum berühmten Gnadenbild, das noch heute als Magna Mater Austriae, als große Mutter Österreichs, verehrt wird.
Die Gnadenkapelle steht noch heute an der ursprünglichen Stelle der Gründung. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet und zeigt sich als zentrales barockes Bauwerk innerhalb der Basilika. Der heutige trapezförmige Grundriss stammt von 1690. Ältere Teile aus dem 14. Jahrhundert wurden in diesen Bau integriert.


2. Die Heinrichslegende

Markgraf Heinrich von Mähren und seine Gemahlin litten bereits längere Zeit so sehr an der Gicht, dass sie bettlägerig wurden. Beide wurden in einem Traum vom Hl. Wenzel aufgefordert, Vertrauen auf Maria zu setzen und nach erhaltener Gesundheit nach Mariazell zu pilgern und dort aus Dankbarkeit eine Kirche zu erbauen. Nachdem sie, geführt durch den Hl. Wenzel oder einen Engel, glücklich Mariazell erreicht und ihre Andacht verrichtet hatten, gaben sie Anweisungen zum Bau einer Kirche und zogen wieder in die Heimat zurück.

Bei dem mährischen Markgrafen handelt es sich sehr wahrscheinlich um Heinrich Wladislaw I. (1197-1222), den Bruder König Ottokars I. von Böhmen.

3. Die Ludwigslegende

Es versammelten sich an die 80.000 “Türken” und andere “Barbarische Völker” um gegen den christlichen König Ludwig I. von Ungarn in den Kampf zu ziehen.

Dem ungarischen König standen nur 20.000 Kämpfer zur Verfügung und ein Sieg schien gegen die türkische Übermacht aussichtslos. König Ludwig wendete sich vertrauensvoll an die “Mutter Gottes Maria zu Zell”, die ihm in einem Traum erschien und ihren Beistand zusicherte.

Als er erwachte, entdeckte er das Marienbild („Schatzkammerbild“), welches er normalerweise immer bei sich hatte auf seiner Brust, obwohl es auf einem kleinen Altar gestanden war. Er erachtete dies als ein Zeichen, in den Kampf zu ziehen.

Nachdem er einen großen Sieg über die Türken errungen hatte, zog er mit seinem Heer nach Mariazell und opferte das mit Gold und Edelsteinen gezierte Marienbild und weitere wertvolle Gegenstände.

Diese Legende basiert auf geschichtlich realer Grundlage: König Ludwig I. regierte in Ungarn von 1342 – 1382, die siegreiche Schlacht ist für den Historiker jedoch nicht leicht festzustellen, die Tradition hält am Jahr 1364 fest.

Über dem Eingangsportal des gotischen Hauptportals (siehe Bild 3) ist die Übergabe der Votivgabe („Schatzkammerbild“) von König Ludwig I. von Ungarn zu sehen. Der dritten Gründungslegende von Mariazell zu Folge übergab der König dieses Bild als Dank an die Gottesmutter für dessen Sieg über ein zahlenmäßig überlegenes türkisches Heer.


Die Baugeschichte mit den wichtigsten Etappen

Mehr über die Baugeschichte von der 1. Mönchzelle (1157) bis in das 20. Jahrhundert kann hier nachgelesen werden.

Im Gründungsjahr (1157) stand eine Zelle, die ein Mönch aus Sankt Lambrecht seiner geliebten Marienstatue gebaut hatte (siehe Gründungslegende).

Ein Marienaltar wurde im Jahr 1266 eingeweiht.

Im 14. Jahrhundert entstand eine gotische Kirche mit einem Spitzbogenportal und einem 90 m hohen Turm, dem heutigen Mittelturm. Die gotische Chorkapelle soll nach neuestem Forschungsstand König Ludwig I. (1342-1382) von Ungarn, für die Wallfahrtskirche in Mariazell gespendet haben.

Von 1644 bis 1683 wurde der Kirchenbau im Barockstil erweitert. Links und rechts des gotischen Turms wurde je ein barocker Turm errichtet. Das Langhaus wurde verlängert und verbreitert. Im Norden und Süden wurden je sechs Seitenkapellen angebaut. Die Ausgestaltung und deren Fresken beziehen sich auf die Heiligen, denen der Altar geweiht ist. Im Osten wurde ein Kuppelraum angefügt.

1907 wurde die Wallfahrtskirche zur Basilica minor erhoben. Sie führt den kirchlichen Titel Nationalheiligtum. Von 1992 bis 2007 wurde sie generalsaniert.

Der älteste Bau geht wohl auf Markgraf Heinrich von Mähren zurück (siehe Heinrichslegende).

Der gotische Chor entstand ab 1340 und ab 1360 das Langhaus mit einer großartigen dreischiffigen Halle. König Ludwig I. von Ungarn ließ dem Bau wesentliche Förderung zukommen (siehe Ludwigslegende).




Gnadenkapelle

Die Gnadenkapelle steht noch heute an der ursprünglichen Stelle der Gründung. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet und zeigt sich als zentrales barockes Bauwerk innerhalb der Basilika.

Der heutige trapezförmige Grundriss stammt von 1690. Ältere Teile aus dem 14. Jahrhundert wurden in diesen Bau integriert.

Zwischen Oktober 2002 und März 2003 wurde die Restaurierung des Gnadenaltares und der Gnadenkapelle, einschließlich des näheren Umfeldes durchgeführt.

Rückführungsmaßnahmen vollzog man an der östlichen Rückseite des Gnadenaltars, an dem sich seit 1920 der von Arthur Krupp gestiftete Kriegergedächtnisaltar befand. Dieser wurde abgebaut und nordöstlich der Basilika als Friedensdenkmal wieder aufgestellt. Siehe dazu Bild 29.


Mariensäule

Die Muttergottes auf der Frauensäule wird ebenfalls als Gnadenbild verehrt. Die spätgotische Holzstatue (um 1520/30) thront auf einer 1682 errichteten fünf Meter hohen Marmorsäule. Der Strahlenkranz wurde 1709 hinzugefügt.

Die Madonna ist als gekrönte Himmelskönigin dargestellt und trägt auf dem rechten Arm das segnende Jesuskind, in der Linken hält sie ein Zepter. Sie stand bis zur Neugestaltung des Hochaltarbereiches im Zentrum des barocken Kuppelraumes.

Früher war die Marienstatue, die auch den Namen „Pilgermadonna" trägt, das Zentrum vielfältiger Rituale. Am Sockel der Frauensäule wurden Kerzenopfer und Votivgaben dargebracht. Hier fanden auch Bußandachten und Bußübungen, die Palmweihe, die Fußwaschung und das fastenzeitliche Rosenkranzgebet statt. Heute werden bei ihr Andachtsgegenstände gesegnet.


Orgeln

Ein mächtiger barocker Orgelprospekt mit geschwungener Empore bildet den westlichen Abschluss des Mittelschiffes. Er wurde 1737 errichtet und zeichnet sich durch hohe künstlerische Qualität aus. Gebälk und Gesimse der Orgel sind überreich mit musizierenden Engeln und Putten eines himmlischen Orchesters besetzt. Bekrönt wird der Prospekt durch die Skulptur des Königs David.

Sonnholtzorgel und deren Geschichte
Eine Orgel ist in Mariazell erst mit Beginn des 16. Jahrhunderts nachgewiesen. Im Zuge des Umbaues und der Erweiterung der Kirche in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts beauftragte man eine Orgel, die unter Verwendung von alten Pfeifenmaterial 1689 fertiggestellt wurde.

Nicht einmal 50 Jahre nach der Aufstellung dieser Orgel, im Jahre 1737, wurde der Auftrag für eine noch größere Orgel auf der neu gestalteten Westempore mit ihren aufwendigen Reliefs in der Brüstung an den Orgelbauer Gottfried Sonnholtz vergeben. Die alte Orgel verkaufte man nach St. Veit am Vogau, wo sie bis heute mit geringfügigen baulichen Veränderungen „überlebt“ hat. 1740 wurde die Sonnholtz-Orgel fertiggestellt.

Viele Umbauten und Zubauten wurden in Laufe der Zeit vorgenommen. Mehr dazu und zu den anderen Orgeln kann man HIER nachlesen.

Das Instrument, dass auf der Westempore 1912 hinter dem barocken Korpus der "Sonnholtz-Orgel" aus dem Jahre 1740 eingebaut wurde, wurde als irreparabel bewertet und musste deshalb komplett erneuert werden. 2004 wurde sie fertig gestellt.


Michaelskapelle

Der spätgotische Achteckbau vom Ende des 15. Jahrhunderts diente früher als Karner zur Aufbewahrung der Gebeine aus dem aufgelassenen Friedhof rund um die Kirche. Das Untergeschoss hat diese Funktion behalten. Im sternrippengewölbten Obergeschoß werden gerne Messfeiern und Taufen abgehalten. Von 1754 stammt das Altarblatt mit einer Darstellung des hl. Michael. Das große Kreuz stand ursprünglich in der Basilika.

Nach dem Brand im Jahr 1827 wurde das Dach der Michaelskapelle erneuert und niedriger als ursprünglich ausgeführt. 2006 konnte das Dach im Rahmen der Restaurierungsarbeiten wieder in seiner ursprünglichen Form hergestellt werden.


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Solche Beiträge werden mit den Werbeeinschaltungen nicht nur massiv gestört, sondern auch die Bildbeiträge werden stark gestört, indem oberhalb des Fotos ein Werbebalken eingeschoben wird. Aus meiner Sicht ist das eine grobe Unhöflichkeit gegenüber den Autorinnen und Autoren (kurz Regionauten). Der Vollbildmodus ist unterm Strich im wahrsten Sinn des Wortes für die Katz, weil die Fotos beschnitten werden! 

An die Verantwortlichen innerhalb der Redaktion richte ich diese Bitte:

  1. eine entsprechende Verbesserung vorzunehmen um den Vollbildmodus sowohl in Quer- als auch Hochformat genießen zu können.
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