Am Brucker Bahnhofshotel hat der Umbau begonnen

Miteigentümer Peter Purgay, 1. Vizebürgermeister Susanne Kaltenegger, Wohnbaulandesrat Hans Seitinger und Stadtrat Kurt Diepold beim Fototermin zum Start der Umbauarbeiten.
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  • Miteigentümer Peter Purgay, 1. Vizebürgermeister Susanne Kaltenegger, Wohnbaulandesrat Hans Seitinger und Stadtrat Kurt Diepold beim Fototermin zum Start der Umbauarbeiten.
  • Foto: Stadt Bruck/Maili
  • hochgeladen von Angelika Kern

Bis 2019 entstehen im Bahnhofshotel in Bruck 34 hochwertige Mietwohnungen in bester Stadtlage.

Das Hotel am Bahnhof ist für Bruck ein ganz besonderes Gebäude, dessen wechselvolle und turbulente Geschichte bis ins Jahr 1842 zurückreicht. Zwölf Investoren hauchen dem traditionsreichen Gebäudekomplex nun neues Leben ein. Im Beisein von Bürgermeister Peter Koch und Landesrat Hans Seitinger erfolgte kürzlich der Baustart zum Totalumbau. Auf mehr als 2000 m² werden bis Oktober 2019 insgesamt 34 Wohnungen, um acht Einheiten mehr als ursprünglich geplant, errichtet. Investitionsvolumen: 4,1 Mio. Euro.

Wohnungen für Singles und Familien

Die Wohnungen teilen sich in kleine Wohnungen und Familienwohnungen auf, diese werden nach Vorgaben des Landes hochwertig saniert, mit Küchen ausgestattet und unbefristet vermietet. „Wir freuen uns alle, ein so geschichtlich spannendes, wertvolles Haus behutsam und nachhaltig sanieren und umbauen zu dürfen. Durch die Förderung des Landes ist es außerdem möglich, einen sozialen Mietzins verrechnen zu können“, so Karl Trummer, Sprecher der Investorengruppe.
Als Planer fungiert die Purgay + Ocko Bau-Controll GmbH, die Vermittlung der Wohnungen über den Immobilienmanager Peter Rothbart.

Große Chance

Bürgermeister Peter Koch sieht in dem Projekt eine große Chance für das gesamte Quartier, ist das Bahnhofsviertel doch der obersteirische Anknüpfungspunkt für die Baltisch- Adriatische-Fernverkehrsachse. „Aufgrund dieser wichtigen Funktion soll das Bahnhofsviertel als ein nachhaltiges, städtisches Quartier entwickelt werden. Das Wohnprojekt im Bahnhofshotel stellt eine wesentliche Aufwertung für das Quartier dar“, meint Koch.
Wohnbaulandesrat Hans Seitinger: „Leistbaren Wohnraum in qualitätsvoll sanierten Altbauten zu schaffen – das ist eines meiner Hauptanliegen als steirischer Wohnbaulandesrat. Die Sanierung des Bahnhofshotels in Bruck an der Mur wird durch das Land Steiermark mit rund 2,4 Mio. Euro unterstützt. Dieses Geld ist aus mehreren Gründen gut investiert: Es werden ein historisches Gebäude wiederbelebt, günstige Mieten garantiert, zum Klimaschutz beigetragen und noch dazu Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft gesichert. Alles in allem ein gelungenes Projekt.“

Wechselvolle Geschichte

Die Geschichte des späteren Bahnhofshotels beginnt um 1842. Der damalige Besitzer und vermögende Bürger der Stadt Bruck, Adalbert Bernauer, betrieb an diesemOrt schon einige Jahre einen Postbetrieb und war sowohl für den Brief- und Paket- als auch für den Personentransport verantwortlich. 1845 errichtete er das Gasthaus „Zur Eisenbahn“, aus dieser Zeit stammt auch die ursprüngliche Form des Gebäudes mit einem Keller-, Erd- und Obergeschoß.
Der Name des Gebäudes wurde wahrscheinlich gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf „Hotel Post“ umgeändert. Erst seit den 1920er-Jahren, und zwar mit den großen Zu- und Umbauten – u.a. Garagen, Eingänge, Waschanlage – trägt es den bis heute existenten Namen „Hotel Bahnhof“. Die rund 80 Jahre später hinzugekommenen Geschoße und die große vorgelagerte Terrasse verhalfen dem Hotel zu seinem noch heute vorherrschenden, palastartigen Charakter.
1957 wurde das Hotel um einen großen Saal erweitert, in den Siebzigern kamen weitere Zimmer und Räumlichkeiten hinzu, die allerdings 1986 wieder rückgebaut wurden. Bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts frequentierten noch Hotelgäste das prachtvolle
Haus, ehe das Hotel von 1990 bis 2011 als Unterkunft für Flüchtlinge und Asylwerber diente. In Spitzenzeiten fanden bis zu 120 Flüchtlinge aus 30 verschiedenen Ländern eine vorübergehende Unterkunft.
Auf der Internetseite www.alteansicht.at will die Investorengruppe einerseits das Haus bewerben und andererseits alle jene, die Fotos und Erinnerungen mit diesem Objekt verbinden, auffordern sie mit anderen zu teilen.

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