Ampelchaos fordert die Gemeinden

Pressekonferenz am Donnerstag mit Werner Anzenberger, Peter Koch, Claudia Dornhofer und Markus Hödl
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  • Foto: Stadt Bruck/Pashkovskaya
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Der Brucker Bürgermeister fordert mehr Unterstüttzung für die coronageplagten Gemeinden.

Schätzungsweise rund 3,5 Millionen Euro weniger Einnahmen wird die Stadt Bruck durch die Corona-Krise heuer verzeichnen; dazu kommen rund 350.000 Euro an Mehrkosten für Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Covid-19. Und auch im nächsten Jahr wird sich daran nicht viel ändern. "Die Krise ist alles andere als bewältigt", so Bürgermeister Peter Koch im Rahmen einer Pressekonferez am Donnerstag.

Alles am Laufen halten

Die Gemeinden müssen dennoch darauf achten, dass im Alltag alles am Laufen gehalten und die Menschen nicht im Stich gelassen werden; vor allem finanziell ist die Herausforderung riesengroß. Koch appelliert daher an Städte- und Gemeindebund, in dieser herausfordernden Zeit nicht auf die Gemeinden, auf denen der meiste Druck lastet, zu vergessen. "Ich bin verwundert, dass gerade die Gemeinden am längsten auf das Geld warten, da läuft etwas falsch im System. Ich merke eine seltsame Ruhe", so Koch. Denn es braucht, wie Finanzreferent Werner Anzenberger anmerkt, dringend einen Ausgleich zum Einnahmenverlust: "Das Investitionspaket für Gemeinden ist da eindeutig zu wenig."

Nachhaltige Investitionen

Gerade Gemeinden sind gefordert, auch in schwierigen Zeiten Investitionen zu tätigen; vor allem nachhaltige Projekte sind gefragt. "Wir müssen der Jugend und unseren Kindern eine Perspektive geben, daher gilt es, weiter in nachhaltige Projekte zu investieren. Das betrifft etwa den geplanten Bildungscampus oder die neue Wehrkraftanlage in Oberaich, die beide positive Auswirkungen auf die nächsten Generationen haben werden", merkt Stadträtin Claudia Dornhofer an.
Um die derzeitige Situation rund um Corona irgendwann doch in Griff zu kriegen appelliert der Bürgermeister an die Bevölkerung, sich an die vorgegebenen Maßnahen zu halten. "Es herrscht ein ziemliches Ampelchaos und es ist schwierig, hier durchzublicken. Aber wir wollen Klarheit in diesen Dschungel bringen und appelliere an die Bevölkerung, weiter die Abstandsregeln einzuhalten, die Hygienemaßnahmen zu beachten und dort, wo es notwendig ist, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen", so Koch.

Zwei aktive Fälle

Aktuell gibt es (zum Zeitpunkt der Pressekonferenz am Donnerstag) zwei aktive Corona-Fälle in der Stadt. Stadtamtsdirektor Markus Hödl: "Der Einsatzstab tagt derzeit wieder regelmäßig, um notwendige Maßnahmen festzulegen. Wir ersuchen die Bürger weiter vorsichtig zu sein und die geltenden Regeln strikt einzuhalten."
Die heimische Wirtschaft wird seitens der Stadt tatkräftig unterstützt, im Stadtrat wurden wieder 30.000 Euro an Mieterlässen für Schanigärten beschlossen. Und im Veranstaltungsbereich findet der Hamburger Fischmarkt nur als klassischer Markt ohne Rahmenprogramm statt, andere Veranstaltungen wie das Herbstfest auf dem Schlossberg oder der Feuerwehrheurige der Feuerwehr Picheldorf wurden gänzlich abgesagt. Ob es heuer einen Weihnachtsmarkt oder den Martinimarkt am 11. November geben wird, entscheidet sich Ende September.

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