Die Corona-Ampel leuchtet jetzt orange

Pressekonferenz in der Bezirkshauptmannschaft: BH Bernhard Preiner und Wolfgang Klösch informierten.
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  • hochgeladen von Angelika Kern

Mit Freitag wurde der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag orange, der Bezirkshauptmann ist in Sorge.

Am vergangenen Freitag wurde offiziell, was am Donnerstag schon leise durchgesickert ist: Der gesamte Bezirk Bruck-Mürzzuschlag wurde auf der Corona-Ampel auf die Farbe orange umgestellt. Warum, das erklärte Bezirkshauptmann Bernhard Preiner in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Freitag: "Das Zustandekommen der Ampelfarbe hängt nicht nur von den aktuellen Fallzahlen ab, sondern setzt sich unter anderem aus folgenden Faktoren zusammen: Altersstruktur der betroffenen Personen, Kapazität der Krankenhauslandschaft sowie eine mögliche Definition von Clustern. Bei uns gibt es einen solchen Cluster aktuell im Pflegeheim Kindberg, aber es gibt eben auch andere Bereiche, wo noch nicht ganz klar ist, wo die Infektionen herkommen."

Sorgenkind Privatbereich

Insbesondere der private Bereich macht dem Bezirkshauptmann aktuell Sorgen: "Es gibt leider immer noch Personen, die die vorgeschriebenen Maßnahmen nicht einhalten, besonders im privaten Bereich. Das hat im lockdown im Frühjahr wesentlich besser funktioniert als jetzt, dabei sind die Zahlen jetzt ähnlich hoch", so Preiner.
Doch die Bezirkshauptmannschaft stößt hier, so wie alle anderen Behörden auch, auf ihre Grenzen, denn: "Man muss natürlich mit den Vorschriften das Grundrecht der persönlichen Freiheit beachten, das ist aus rechtlicher Sicht nicht so einfach."

Aktuelle Zahlen

Mit Stand Freitag Vormittag – dem Zeitpunkt der Pressekonferenz auf der Bezirkshauptmannschaft – gab es im Bezirk Bruck-Mürzzschlag 80 positive Getestete, die sich aber bereits in Quarantäne befinden. Die Zahl der Neufinfektionen binnen 24 Stunden lag am Freitag bei fünf, der sieben Tage-Mittelwert lag zu diesem Zeitpunkt bei sieben Personen. "Bei den positiv Getesteten liegen wir im steiermarkweiten Vergleich etwas höher, ansonsten liegen die Zahlen im steiermarkweiten Durchschnitt", so Wolfgang Klösch, Leiter des Corona-Teams der Bezirkshauptmannschaft. "Man sieht, die Fallzahlen allein sind noch nicht ausschlaggebend für die Ampelfarbe."

Bundesweite Videokonferenz

Preiner selbst war am Freitag um 8 Uhr früh zur Videokonferenz mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober geladen. "Zu dieser Konferenz werden alle Verantwortlichen eingeladen, deren Bezirksampel auf rot bzw. orange steht", erklärt Preiner. "Das ist jetzt aber noch kein Grund zur Panik. Wichtig ist jetzt, dass wir vor allem in Bezug auf private Zusammenkünfte das Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen, dass das Einhalten der Maßnahmen auch hier sinnvoll ist. Ich habe heute auch schon Kontakt mit einigen Bürgermeistern in unserem Bezirk gehabt und mir wurde von allen vollste Unterstützung in diesem Vorhaben zugesagt", so Preiner.

Keine Verschärfungen

Die Ampelfarbe orange bedeutet jetzt konkret noch keine großen Veränderungen; die vorgeschriebenen Maßnahmen wie Abstandsregeln, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, regelmäßige Händedesinfektion sowie die entsprechende Hust- und Niesetikette sind nach wie vor einzuhalten; Verschärfungen sind derzeit noch keine geplant. "Diesbezüglich haben wir bislang noch keinerlei Vorgaben erhalten, es wird aktuell auch keine generellen Schulschließungen geben. Aber wir appellieren wie gesagt eindringlich an die Bevölkerung, das Thema ernst zu nehmen und die Maßnahmen entsprechend einzuhalten", so Preiner.

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