Eisenerz hat das erste und einzige Postmuseum Österreichs

Hoch auf dem gelben Wagen:  Wilfried Auer und Friedrich Schwaiger auf dem Kutschbock im Postmuseum Eisenerz (v.l.).
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  • Hoch auf dem gelben Wagen: Wilfried Auer und Friedrich Schwaiger auf dem Kutschbock im Postmuseum Eisenerz (v.l.).
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EISENERZ. "Wir wollen der nächsten Generation zeigen, wie die Kommunikation früher funktioniert hat", erklärt mir der Postbeamte Friedrich Schwaiger, als wir telefonisch einen Termin für den Besuch des Postmuseums in Eisenerz vereinbaren. Vielleicht um mich neugierig zu machen, ergänzt er: "Und es ist das erste und einzige Museum dieser Art in Österreich!"

Gelber Blickfang
Ich bin gespannt, als ich nach der Fahrt über den Präbichl die alte Bergstadt Eisenerz erreiche. Auch wenn ich diese Strecke schon hunderte Male gefahren bin, der Blick auf den Steirischen Brotlaib, den Erzberg, fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Und fasziniert bin ich auch, als ich den Kammerhof betrete, der früher einmal das Stadtmuseum beherbergt hat. Erster Blickfang ist eine fahrtaugliche, begehbare gelbe Postkutsche. Die wird gleich zum ersten Fotomotiv. Ich bitte den Obmann des Postmuseumsvereins Friedrich Schwaiger und den Kustos Wilfried Auer auf den Kutschbock.

Roter Siegellack

Stolz zeigen mir die beiden in Folge ein originales K.u.k.-Postamt aus der Zeit um 1900 mit Kundenschalter und einen alten Telefonstöpselschrank, mit dem einst von Hand aus Telefonverbindungen hergestellt wurden. "Überseegespräche liefen damals nicht über Satellit, sondern über das Transatlantikkabel", erzählt mir Auer.
Alte Postuniformen, Musikinstrumente, Arbeitsutensilien eines alten Büros, das damals wohl noch "Bureau" geheißen hat, ein Morseapparat mit einem Papierstreifen lassen Erinnerungen an die alte Zeit, die ich nur aus Filmen kenne, wach werden.
Und als wir die "Schatzkammer" des Postmuseums Eisenerz betreten, bin ich vollends begeistert. In beleuchteten Vitrinen zeigen Exponate, beispielsweise Gänsekiele, Rohrfedern, Schreibfedern aus Metall und Füllfedern, wie man in der Zeit vor dem Kugelschreiber und Filzstift etwas zu Papier gebracht hat. Briefe und Dokumente wurden oftmals mit Siegellack verschlossen.
Und es gibt auf den drei Etagen noch vieles zu sehen. Natürlich auch Postbelege aus allen Perioden, wie Briefe, Ansichts- und Postkarten. Mit der Präsentation historischer Postkästen, Briefwaagen und unterschiedlichsten Telefonapparaten wird die beeindruckende Ausstellung abgerundet.

Sonderpostamt
Eine gute Gelegenheit, das Postmuseum Eisenerz zu besuchen, ist am Donnerstag, dem 29. Mai. Zwischen 10 und 16 Uhr bei einem Sonderpostamt mit Ersttagsstempel anlässlich "20 Jahre Erzbergrodeo". Natürlich mit einer passenden Sondermarke der Österreichischen Post mit einem wunderschönen Motiv.

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