WOCHE-Interview
"Englisch öffnet Türen zu anderen Kulturen"

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Vor knapp drei Jahren hat Stephanie Hofer (damals noch unter ihrem Mädchennamen Pichler) in St. Marein ihr Englischinstitut "Lola" eröffnet. Im WOCHE-Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen, ihrer Freude am Job und erklärt, warum Englisch immer wichtiger wird.

WOCHE: Frau Hofer, wie geht es Ihnen? Wie laufen die Geschäfte?
STEPHANIE HOFER: Mir geht es sehr gut, es gibt erfreulicherweise viel zu tun und mein Angebot wird gut angenommen.

Sie haben Ihr Institut im September 2016 in St. Marein eröffnet. Was genau bieten Sie an?
Ich mache Englischkurse für Kindergarten- und Volksschulkinder und bin in diesem Zusammenhang auch an Schulen unterwegs, gebe aber auch Nachhilfe für alle Altersgruppen und biete zudem Kurse für Erwachsene an.

Sind Sie mit Ihrem Standort in St. Marein zufrieden?
Ja, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde funktioniert super und ich glaube, St. Marein mit seiner zentralen Lage ist eine gute Wahl.

Was hat sich in den letzten Jahren verändert?

Die Kinder sind heute Internet-affiner als früher und suchen teilweise sogar in englischer Sprache. Die Motivation zum Englischlernen ist viel höher, weil man es einfach ständig braucht. In den Schulen gibt es aber leider sehr oft viel zu wenig Zeit, vor allem für Konversation, was aber so wichtig wäre. Ich erlebe immer öfter enttäuschte Eltern. Dabei soll die Sprache ein Erlebnis sein und Türen zu anderen Kulturen öffnen.

Warum haben Sie sich ausgerechnet für die englische Sprache entschieden?
Ich habe die BAKIP besucht und danach Englisch und Spanisch studiert, weil Sprachen einfach meine Stärke sind. Ich habe Verwandte in England und Bekannte in Australien, von daher ist immer schon der Bezug zur Sprache da gewesen. Und ich habe dann auch noch ein Jahr lang in England verbracht und dort studiert.

Was ist das Besondere an Ihrem Englischunterricht?
Ich lege den Fokus auf Spaß und darauf, Ängste und Hemmungen abzubauen. Für die Kleineren gestalte ich alles spielerisch, sie dürfen viel ausprobieren und wir arbeiten viel mit Bildern. Bei den Größeren wird stark mit Dialogen gearbeitet; generell aber arbeiten wir mit allen Sinnen.

Was ist die "Lola-Methode"?
Lola ist die Abkürzung für "love language" und im Prinzip multisensuales Lernen, d.h. mit allen Sinnen. Zum Einsatz kommt auch der native speaker approach und wichtig ist auch "positive reinforcement", d.h. wir arbeiten stark mit Belohnungssystemen. Da merkt man sich alles gleich leichter.

Wieviele Schüler haben Sie derzeit?
Im Bereich Volksschule und Kindergarten sinds momentan 70 Kinder, im Bereich Nachhilfe und Erwachsenenunterricht ca. 30 bis 40.

Wohin erstreckt sich ihr Einsatzgebiet?
Ich bin in den Volksschulen Stanz, Turnau, Thörl, St. Katharein, Kapfenberg, Bruck und St. Marein unterwegs, unterrichte aber auch in meinem Institut in St. Marein.

Warum soll man eigentlich so früh wie möglich mit dem Englischunterricht beginnen?
Bei kleinen Kindern ist das Muttersprache lernen noch nicht abgeschlossen, daher geht das Lernen einer neuen Sprache leichter. Die Kinder sind in diesem Alter sehr aufnahmefähig, das Erlernte sitzt dann sehr tief im Gedächtnis und bleibt lang erhalten. Erwachsene müssen dafür viel mehr Aufwand treiben.

Wie hoch schätzen Sie den Stellenwert der englischen Sprache in unserem Alltag ein?
Ich denke, der ist sehr hoch und wird sicherlich noch weiter steigen. Englisch braucht man immer öfter, ob im Internet oder auch beruflich. Englisch ist mittlerweile schon die Grundvoraussetzung, um gewisse Jobs überhaupt zu bekommen. Ich habe durch meine Homepage etwa auch schon Anfragen aus China bekommen, auch ein Übersetzungsauftrag aus Spanien war schon dabei.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Es ist sehr abwechslungsreich und man bekommt sehr viel zurück, wenn die Schüler von Ihren Erlebnissen erzählen. Schön finde ich auch, dass durch die englische Sprache Türen zum Internationalen geöffnet werden.

Sie haben sich vor drei Jahren in relativ jungem Alter selbständig gemacht, wie kam es dazu?
Ich habe in Graz bereits als Trainerin gearbeitet, habe nebenbei Marketing und Sales studiert und dabei viel mit Leuten aus der Wirtschaft zu tun gehabt. Die sind sehr selbständig. Zudem gabs in der Region in diesem Bereich noch kein Angebot und nach einem Jahr intensiver Vorbereitung und intensiver Marktforschung habe ich diesen Schritt gewagt und bis heute nicht bereut.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Wir bieten für Erwachsene einen "culture club" an, wo wir Film-, Bücher- oder Spieleabende veranstalten und vielleicht sogar eine gemeinsame Reise machen werden. Im Sommer haben wir wieder unsere Sommercamps für Kinder, neu ist unsere Nachhilfe in den Sprachen Deutsch, Spanisch, Latein und Italienisch und ich bilde zudem zwei junge Trainerinnen, die derzeit noch studieren aus, damit sie mich unterstützen können. Ich möchte außerdem die Zusammenarbeit mit den Gemeinden intensivieren und ausbauen und natürlich die hohe Qualität unserer Arbeit auch in Zukunft halten. Aber jetzt feiern wir erstmals den Abschluss des dritten Lehrganges mit einem tollen Fest am 2. Juli beim Turmwirt in Mürzhofen.

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