Zwei Männer in Bergnot
Lebensrettung am Hochschwabgipfel

Gruppenbild aller am Einsatz beteiligten Rettungskräfte. Stützpunkt war der Sportplatz in Thörl.
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  • Gruppenbild aller am Einsatz beteiligten Rettungskräfte. Stützpunkt war der Sportplatz in Thörl.
  • Foto: G. Wagner
  • hochgeladen von Markus Hackl

Dass drei tschechische Bergwanderer in der Nacht von Samstag auf Sonntag geborgen werden konnten, verdanken sie der reibungslosen Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte: Die Bergrettung Thörl als einsatzleitende Organisation, Bergrettung Aflenz, Alpinpolizei, zwei ÖAMTC-Rettungshubschrauber sowie ein Hubschrauber des Innenministeriums.

Zwei Thörler Einsatzleiter und ein Thörler Alpinpolizist konnten die vermisste Person im vereisten, felsdurchsetzten Steilgelände rund 250 Höhenmeter unter der Absturzstelle finden und mittels „Crash-Bergung“ zum Rettungshubschrauber bringen. Mit schwersten Erfrierungen an Händen und Armen, einer lebensbedrohenden Unterkühlung und schweren Verletzungen  wurde sie nach der Erstversorgung ins Landeskrankenhaus nach Graz geflogen.

Zwei Männer, 30 und 31 Jahre alt, wurden rasch geortet. Die beiden standen mit Schneeschuhen im vereisten, steilen Gelände der Schwabenleiten – zwischen Hochschwabgipfel und Schiestlhaus. Einsatzleiter Robert Jantscher: „Die Wanderer waren vom Hochschwabgipfel Richtung Schiestlhaus unterwegs und haben den Weg über die Schwabenleiten, einem steilen Nordhang, gewählt. Im Winter ist er berüchtigt für stark vereiste Stellen, mit denen man mit Schneeschuhen ein großes Risiko eingeht."

Nach Erstversorgung durch den Flugretter wurde klar, dass eine weitere Person, eine 31-Jährige Wanderkollegin, abgestürzt war und vermisst wurde. Sofort startete die gezielte Suche nach ihr, an der weitere Bergretter teilnahmen. Trotz Hubschraubersuche konnten erst die Bergretter selbst die abgestürzte Bergsteigerin finden, mit schwersten Erfrierungen an Armen und Händen, lebensgefährlich verletzt und mit einer Körpertemperatur von nur mehr 28 Grad. Insgesamt war die 31-Jährige rund 500 Meter abgestürzt. Nach einer Basisversorgung kam ein Notarzt vom rund 100 Meter weiter unten gelandeten Hubschrauber hinzu, der die die Geborgene untersuchte und erstversorgte.

Gruppenbild aller am Einsatz beteiligten Rettungskräfte. Stützpunkt war der Sportplatz in Thörl.
Die Bergretter auf der Suche nach der abgestürzten Bergsteigerin.

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