Mürzzuschlager Bürgermeister reagiert auf ORF-Sendung "Am Schauplatz"

Bürgermeister Karl Rudischer wehrt sich gegen Wiener Erkenntnisse.
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  • Bürgermeister Karl Rudischer wehrt sich gegen Wiener Erkenntnisse.
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Unter dem Titel „Die letzten Arbeiter“ hat der ORF am 14.1.2016 in der Sendung „Am Schauplatz“ ganz bewusst ein düsteres Bild und einen wirtschaftlichen Niedergang der Gemeinde Mürzzuschlag dargestellt – frei nach dem journalistischen Motto: Nur Bad News sind Good News. Mit einem offenen Brief wehrt sich der Mürzzuschlager Bürgermeister Karl Rudischer gegen die einseitige, imageschädigende Darstellung seiner Gemeinde.

„In dieser Dokumentation haben Redakteure ganz bewusst die wirtschaftliche und stadtpolitische Entwicklung der letzten Jahre ignoriert, um eine sozialromantische These vom Nichtwahrhabenwollen des Niedergangs der Arbeiterschaft in einer Stahlregion aufrecht erhalten zu können“, kritisiert Rudischer. „Natürlich, man findet immer und überall Menschen, die einem nach ständig wiederholten Suggestivfragen wie ‚Es ist schwer Arbeit zu finden, überlegen Sie, ob sie wegziehen?‘ Thesen bestätigen. Und ja, für manche am Schauplatz Mürzzuschlag war der Strukturwandel traumatisch.

Ich widerspreche aber entschieden und vehement der Grundaussage dieser Sendung.“ (Zitat aus dem offenen Brief).

Erfolgsgeschichte der Stadt wird ignoriert
Bereits bei den Dreharbeiten der Sendung habe sich gezeigt, dass die Reporter ausschließlich die Situation der Achtziger Jahre als Basis für ihre Recherchen genommen haben und nur Beweise für ihre Arbeitsthese des Niedergangs der Stadt gesucht haben, kritisiert Karl Rudischer. „Doch die Entwicklung der Stadt ist eine Erfolgsgeschichte“, betont der Bürgermeister und kann dies auch mit eindrucksvollen Daten, Fakten, Zahlen belegen.

So sind nach der Krise der Vereinigten Edelstahlwerke rund 900 Arbeitsplätze in den Nachfolgebetrieben entstanden. Als Leitbetrieb bietet die Böhler Bleche GmbH rund 550 Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz. Böhler Bleche GmbH ist in vielen Bereichen in der Luftfahrt- und Chemieindustrie, im Werkzeugbau oder der Energietechnik Weltmarktführer. So kommen die Aufhängungen für die Triebwerke des Airbus A330 beispielsweise aus Mürzzuschlag. 2013 wurden € 11 Mio. in ein neues Duowalzwerk für Edelstahlbleche investiert, der Standort ausgebaut. „Wir haben in Mürzzuschlag vielfach nicht die letzten, sondern weltweit gesehen die ersten Arbeiter, wenn es um Qualifikation und Innovation geht“, so Rudischer.
Expansion, Startups, sichere Arbeitsplätze

Mit dem von der Stadtgemeinde betriebenen WGM Gründerzentrum konnten viele Startups unterstützt werden, so manche neue Unternehmen sind dadurch entstanden. Im Industriepark Hönigsberg, der von der Gemeinde angelegt wurde, sind in der Zwischenzeit mehr als 200 neue Arbeitsplätze entstanden. Das Bauunternehmen Herbitschek hat in den letzten Jahren expandiert und beschäftigt rund 150 Personen in Mürzzuschlag. Das Landeskrankenhaus bietet 250 Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und medizinischem Fachpersonal einen sicheren Arbeitsplatz, noch heuer wird mit dem Bau eines neuen Pflegeheimes im Areal des Landeskrankenhauses begonnen, es entstehen 80 zusätzliche Arbeitsplätze. Schulen, die Bezirkshauptmannschaft, das Finanzamt, viele Fachärzte und Dienstleistungsunternehmen sowie die Handelsbetriebe sichern Jahr für Jahr mehrere 100 Arbeitsplätze.

Mit einem Budget von rund € 23 Mio. ist auch die Stadt selbst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 900 Wohnungen, 700 ha Wald, die Stadtwerke Mürzzuschlag GmbH mit 110 Beschäftigten und einem Umsatz von 15 Millionen € pro Jahr, sowie die Sparkasse Mürzzuschlag stehen im Eigentum aller Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde.

All diese Aspekte fehlen komplett in der Sendung, was bei großen Teilen der Bevölkerung Verärgerung ausgelöst hat, weil all ihre Bemühungen, Mürzzuschlag als lebenswerte Stadt zu erhalten und auszubauen, ad absurdum geführt wurden. „Das ORF-Redaktionsteam hat nicht einmal ansatzweise versucht, sich in ihrer Recherche der Wahrheit anzunähern. Das finden wir schade.“, ärgert sich der Chef der Stadtgemeinde.

Hier der Link zum Offenen Brief

Bürgermeister Karl Rudischer wehrt sich gegen Wiener Erkenntnisse.
Karl: Rudischer: "Mit Ihrer einseitigen Darstellung haben Sie eine Gemeinde verärgert, Imageschaden angerichtet und gegen das Objektivitätsgebot verstoßen."
Autor:

Markus Hackl aus Bruck an der Mur

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