Nix ist unmöglich

Karl Doppelhofer

Seit vielen Jahren läuft die KPÖ in der Steiermark Sturm gegen das sogenannte kleine Glücksspiel, auf Deutsch: das Automatenspiel. Aussendungen der Kommunisten zum Thema Spielsucht gehören zum journalistischen Alltag.
Just an dem Tag aber, an dem der Ministerrat in Wien den Entwurf eines neuen bundesweiten Glücksspielgesetzes abgesegnet hat, ist Post von der KPÖ ausgeblieben. Wahrscheinlich hat sie das Papier in eine politische Schockstarre versetzt. Denn für alle, die sich schärfere Regeln oder gar Verbote wünschen, ist das geplante Gesetz eine Faustwatsch'n.
Bis zu zehn Euro Einsatz statt bisher 50 Cent und Lizenzen für alle statt bisher nur für vier Bundesländer sind nur zwei der Punkte, die ganz klar die Richtung weisen: Es soll mehr gespielt bzw. verspielt werden im Staate ísterreich.
Freilich, noch ist das Gesetz nicht durch, es fehlt die Zustimmung durch den Nationalrat. Um die Abgeordneten mit der Materie möglichst anzufreunden, ist begleitend zur Ausweitung der Spielerei auch viel von der Ausweitung des Spielerschutzes, sprich von der Suchtvorbeugung, die Rede: Motto: Alles halb so wild, kann eh nix passieren.
Unterm Strich geht's natürlich ganz trocken um eines: um zusätzliche Steuereinnahmen. Damit die fließen, darf aber zwangsläufig nicht "nix passieren". Von nix käme schließlich nix, und das Ziel wäre verfehlt. So ehrlich soll man bitte sein.
Autor Karl Doppelhofer

Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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