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Baureportage Matschy
Ein regionales Bauprojekt

Ausblick auf Mai 2021: Der Steinmetzbetrieb Matschy erweitert seine Ausstellungs- und Verkaufsflächen.
  • Ausblick auf Mai 2021: Der Steinmetzbetrieb Matschy erweitert seine Ausstellungs- und Verkaufsflächen.
  • Foto: formartST
  • hochgeladen von Markus Hackl

Der Steinmetzbetrieb Matschy setzt beim Neubau ausschließlich auf Kapfenberger Betriebe.

Der Steinmetzbetrieb Matschy in Kapfenberg baut um. Seit Montag ist die Baustelle in Betrieb. "Wir erweitern unsere Ausstellungs- und Verkaufsflächen. Bereits Ende Mai sollen die neuen Räumlichkeiten in Betrieb genommen werden", erklärt der Unternehmer Johann Matschy. 350 Quadratmeter zusätzliche Fläche, Kostenpunkt rund 800.000 Euro. "Vor 25 Jahren hatten wir den letzten Umbau, jetzt setzen wir in der Krise ein wichtiges Zeichen, im nächsten Schritt wollen wir unsere Produktionsflächen erneuern", so Matschy.

Die Kompetenz einer Stadt

Johann Matschy hat es sich zur Aufgabe gemacht, beim Neubau ausschließlich auf regionale Unternehmen zu setzen. "Ich konnte den Kreis der beteiligten Firmen sogar auf Kapfenberg einengen. Die Stadt selbst bündelt alle Kompetenzen in sich, ein Wirtschaftsfaktor, auf den wir vor allem in Zeiten der Corona-Krise vertrauen können – und den wir auch nutzen sollten."

Stellungnahmen der beteiligten Unternehmer:

Erwin Fuchs, Unternehmer und WKO-Obmann:
"Es ist toll und lobenswert, dass sich Johann Matschy das Herz nimmt und auf Firmen aus der eigenen Region setzt. Es ist gar nicht so einfach: Der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag steht steiermarkweit an der Spitze, was das Lohnniveau angeht, da haben es Konkurrenzunternehmen aus anderen Landesteilen bei den Kosten sicher leichter.
Für die Wirtschaftskammer ist es das oberste Credo, die regionalen Betriebe zu forcieren und zu schauen, dass bei öffentlichen Aufträgen alles in der Gegend bleibt."

Gerwin Fröhlich, Bauunternehmen Trippl:
"Die Regionalität ist sehr wichtig, es lebt alles von der Nähe. Man muss die Ressourcen sinnvoll möglichst wegnah nutzen. Unser Material kommt ja aus dem eigenen Schotterunternehmen, wir haben auch keine Fernfahrer angestellt. Es macht keinen Sinn, natürlich auch aus Umweltschutzgründen, etwas von weiter her anliefern zu lassen."

Marcel Holzer, Dachdeckerei Sajowitz:
"Regionale Betriebe und Firmen sind ein ganz wichtiger Faktor für die regionale Wertschöpfung. Ein wesentliches Kriterium ist die Zusammenarbeit der Betriebe untereinander, man kennt sich ja in der Region gut. Die Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand: kurze Wege und schnelle Abstimmungen."

Rudolf Kaiser, Elektrotechnik Graff:
"Ein regionaler Einkauf bei Handwerksbetrieben, Produzenten und Dienstleistern unterstützt die heimische Wirtschaft und erhält die Wertschöpfung. Unser Ziel sollte sein, gemeinsam der Krise zu trotzen und dabei unsere Region zu stärken. Corona hat viele von uns überrascht und ungeahnte wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen warten noch auf uns."

Sandra Tändler-Rössl, Formart-ST:
"Heimische Betriebe sind der Kreislauf der Region. Geld, das in regionalen Geschäften und Dienstleistern umgesetzt wird, schafft Arbeits-, Praktikums- und Ausbildungsplätze für die Jugend. Ferner können dadurch künftige Investitionen finanziert werden, die die Standorte absichern. Wir alle können durch unser Konsumverhalten die regionalen Betriebe stärken."

Franz Matauschek, Manufaktur Matauschek:
"Ich finde, die Idee, ausschließlich auf regionale Betriebe zu setzen, sehr gut. Das müsste doch der Urvater des Gedankens sein, alles andere wäre ja Widersinn. Es ist eine moralische und ethische Entscheidung, die auch von der Bevölkerung viel mehr akzeptiert werden muss. Auch ich setze auf Zulieferer aus der unmittelbaren Nachbarschaft."

Gerhard Sattelhacker, Tischlerei Sattelhacker:
"Ohne heimische und regionale Betriebe geht gar nichts. Das Handwerk stirbt aus, Firmen finden kaum noch Lehrlinge. Wir brauchen viel mehr kleinere Betriebe und wieder praktisch denkende Menschen, die auch keine Angst haben. Nur auf Großkonzerne zu setzen, hilft nichts. Das beweisen die vielen Entlassungen, gerade auch in unserer Region."

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