Prüfbericht des LRH als „Mariazeller Lobkuchen“

Stadtbetriebe-Direktor Johann Zauner bei der Eröffnung des Fernheizwerkes in Mariazell (2014).
  • Stadtbetriebe-Direktor Johann Zauner bei der Eröffnung des Fernheizwerkes in Mariazell (2014).
  • Foto: Barbara Dengler
  • hochgeladen von Markus Hackl

Die Mariazeller Stadtbetriebe entwickeln sich - mit einer Ausnahme - sehr positiv.

Kaum etwas auszusetzen haben die Kontrollore des Landesrechnungshofes (LRH) an den Stadtbetrieben Mariazell, wie aus ihrem aktuell vorliegenden Prüfbericht zu entnehmen ist.
Nahezu in allen Geschäftsfeldern attestieren sie eine positive Entwicklung.

Die im Eigentum der Stadtgemeinde Mariazell stehende Stadtbetriebe Mariazell GmbH (SBM) wurde 1976 gegründet. Dorthin wurden die wirtschaftlichen Einrichtungen des Pilgerortes ausgegliedert, insbesondere ihr Energieversorgungsunternehmen, das Elektrizitätswerk und das Hallenbad; später kamen weitere Geschäftsfelder hinzu, wie etwa das Altstoffzentrum, die Parkraumbewirtschaftung oder der Elektrofachhandel. Zu Jahresbeginn waren insgesamt 37 Mitarbeiter bei der SBM beschäftigt.

Die Feststellungen des LRH zu den einzelnen Geschäftsfeldern der SBM sind durchaus erfreulich: So ist im Bereich der Energie-Erzeugung weiterhin mit positiven Ergebnissen zu rechnen. Im Bereich der Netzverteilung bleiben die Ergebnisse positiv. Und anhand der vorliegenden Prognose-Modelle ist beim Biomasse-Fernheizwerk mit Wärmeversorgung mit einer weiteren positiven Entwicklung zu rechnen.

Die SBM ist weiters Eigentümerin von einigen Liegenschaften. Da ein langjähriger Mietvertrag mit einer Supermarktkette abgeschlossen werden konnte, ist im Bereich Vermietung und Verpachtung mit deutlich höheren Einnahmen zu rechnen. Und auch bei den Personalkosten erwarten sich die Prüfer angesichts bevorstehender Pensionierungen positive Effekte für die SBM.

"Dass der Rechnungshof bei uns nichts finden wird, war mir klar. Schade finde ich nur, dass vieles unerwähnt blieb: Zum Beispiel, dass wir 6,5 Millionen Euro in ein komplettes Fernwärmenetz investiert haben und pro Jahr zwischen 150.000 und 200.000 Euro Gewinn daraus erzielen", erklärt Stadtbetriebe Direktor Johann Zauner.

Einzig der Bereich „Elektrofachhandel“ der Stadtbetriebe Mariazell wurde beim Bericht des Landesrechnungshofes nicht positiv bewertet: Hier wird in Anbetracht der nachhaltig verlustbringenden Ergebnislage ein Rückzug aus diesem Geschäftsfeld empfohlen.
Dies stößt Stadtbetriebe-Direktor Johann Zauner aus: "Wir haben schon auch eine soziale Verantwortung der Bevölkerung gegenüber wahrzunehmen. Würden wir den Elektrohandel zusperren, würde ein weiterer Nahversorger im Mariazellerland wegfallen. Und denkt auch wer an die Mitarbeiter? Wir sollten drauf schauen, dass die Leute hier bei uns einen Arbeitsplatz haben. Zusperren werden wir sicher nicht."

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