15.11.2016, 00:00 Uhr

"brütbrüt" als Pilotprojekt

Die Schülerinnen und Schüler hören gespannt auf die einführenden Worte von Tamara Böhm, der begleitenden Expertin.

Die NMS St. Marein ist Schauplatz eines Kunst-Pilotprojektes in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe.

"brütbrüt" (abgeleitet von "art brut", also "wilde, rohe Kunst", die keinerlei zeitgenössischen Konventionen folgt) nennt sich ein Kunstpilotprojekt, das im heurigen Schuljahr an der Neuen Mittelschule (NMS) St. Marein durchgeführt wird. In Zusammenarbeit mit Nahtloskunst der Lebenshilfe Mürztal soll den Schülerinnen und Schülern das Thema "Kunst" nähergebracht und zeitgleich das Sozialverständnis gefördert werden. "Ziel des Projektes ist es, über Grenzen zu gehen, die Scheu zu überwinden, ein Sozialverständnis für Menschen mit Behinderung zu entwickeln sowie Achtung und Respekt zu fördern", erklärt Direktorin Elfriede Schörkmayer, die sich auf Initiative von Bezirksschulinspektoren Elisabeth Schwendenwein dazu entschlossen hat, das Pilotprojekt unter Betreuung von Alexandra Hailinger-Höller für ihre Schule anzunehmen.
Alle zwei Wochen kommen dafür zwei Künstler von Nahtloskunst, Martin Rausch und Karl Kohlbacher, gemeinsam mit Tamara Böhm, bildende Künstlerin und Kulturwissenschaftlerin und der Studentin Lisa Kammerhofer an die Schule. Gemeinsam will man in Doppelstunden dem Thema Kunst näher kommen und auch selbst Hand anlegen. Dabei wird aber keinem strikten Plan gefolgt, sondern experimentell gearbeitet. "Ich möchte es kommen lassen", erklärt Tamara Böhm. "Eines soll zum anderen führen, wir folgen praktisch nur unserem inneren Drang. Ich möchte damit erreichen, das eigene Potential wieder freizulegen. Unser 'miteinander tun' ist übrigens keineswegs produktbezogen, sondern prozessbezogen."
An der Schule wurde dafür eigens ein Raum eingerichtet, in dem mit ganzem Körpereinsatz ans Werk gegangen werden kann. Dokumentiert wird das Projekt sowohl filmisch als auch fotografisch und es gibt auch einen eigenen Facebook-Account, auf dem die Fortschritte sichtbar gemacht werden sollen.

Um die Finanzierung des Projektes auf sichere Beine zu stellen, ist man übrigens noch auf der Suche nach Sponsoren.
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