22.09.2014, 14:14 Uhr

Ein "Autofreier Tag" für Kapfenberg

Alle Fotos: Nadine de Carli

Eine andere Einstellung zur Mobilität im Alltagsverkehr muss her.

Federführend für das Projekt Mobilitätsmanagement haben sich die Stadtgemeinde Kapfenberg, mit Sabine Christian, die Stadtwerke Kapfenberg, mit Vizebürgermeister Fritz Kratzer, Christian Rauch von der MVG und Josef Luipl von der Firma Böhler Edelstahl zusammengetan, um über das Thema Mobilität im Alltagsverkehr in unserer Region zu informieren.
Für die Stadtgemeinde Kapfenberg ist klar, Mobilität gehört neu definiert, sie muss gesünder und umweltfreundlicher werden. Der Slogan "Little things make big things grow" steht stellvertretend für die Schritte jedes Einzelnen zu diesem Thema, denn nur zusammen kann diese neue Mobilitätshaltung auch umgesetzt werden. Für nächstes Jahr hat Kapfenberg den Schwerpunkt "Fahrradfreundliche Stadt" bereits festgelegt.

Im Zuge zur Verbesserung der Mobilität im obersteirischen Raum wurde besonders die 14 Uhr-Spitze als Stauhöhepunkt kritisiert und daraufhin von der Stadt Kapfenberg, zusammen mit dem Büro Verkehr-Plus in Graz, das regionale Pendlerverhalten untersucht. Die Wahl des richtigen Verkehrsmittels auf dem Weg zur Arbeit stellt dabei einen wesentlichen Punkt dar.
Besonders Böhler Edelstahl, als größter Arbeitgeber der Region, fühlt sich dabei verpflichtet dieses Mobilitätsbewusstsein voranzutreiben. "Die Mitarbeiter der Firma Böhler Edelstahl kommen vorwiegend aus der unmittelbaren Umgebung und haben daher ein hohes Potenzial für den Umstieg auf Öffis und Fahrräder. Derzeit sind nur 8% mit dem Fahrrad und 5% zu Fuß auf dem Weg in die Arbeit. Möglich wären aber insgesamt 25%", so Sabine Christian über die Ergebnisse der Mobilitätsuntersuchung.
Josef Luipl spricht über zunehmende Verkehrsschwierigkeiten und der daraus resultierenden Notwendigkeit von innerbetrieblichen Mobilitätsprozessen, um einen wertvollen Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz sowie für die eigene Gesundheit und das Geldbörsel zu leisten.
Fritz Kratzer fasst das Thema Mobilität so zusammen: "Es ist notwendig, die bereits bestehenden Konzepte auch in die Realität umzusetzen. Die E-Verkehrsmittel sind marktreif, es gibt alle Möglichkeiten, wir bremsen uns nur selbst mit Ausreden."
Die Firma Böhler Edelstahl hat daher seit Juni 2014 ein Pilotprojekt zur Fahrradnutzung im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung am Laufen, bei dem 46 Mitarbeiter bis Oktober den Weg in die Arbeit mit dem Fahrrad bestreiten.
Christian Rauch von der MVG spricht über die Ansätze der MVG zu dem Thema und erwähnt die Zufriedenheits-App, über die Beschwerden und Anregungen zur Transportleistung abgegeben werden können. Der Großteil der Beschwerden betrifft das Zuspätkommen zur Arbeit in Folge von Staus in den Stoßzeiten. Die Grenzen der Infrastruktur und technischen Umsetzungen sind jedoch erreicht, nun müssen eine Änderung im Alltagsverhalten und freiwillige Leistungen der Bevölkerung zum Wohle der Umwelt und des Zusammenlebens folgen. Eine eigene Busspur und Umbauarbeiten an den Fahrradwegen sollen dies unterstützen.

Mit dieser Initiative sollen eine "Neue Mobilität" ins Rollen gebracht und auf die Wichtigkeit des einzelnen Umdenkens appelliert werden. "Die Konzepte stehen, nun fehlt nur mehr die Umsetzung!"

Nadine de Carli
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