06.09.2016, 15:10 Uhr

Ein Tauschgeschäft für alle Stanzer

Am Wühltisch im "Kost-Nix-Laden" in Stanz: Andrea Reinhofer (links) bei ersten Informationsgesprächen im Tauschladen.

Tauschen statt wegwerfen: Seit Samstag gibt es in Stanz einen sogenannten "Kost-Nix-Laden".

Wien hat einen, Wildon hat so einen, und jetzt hat ihn die Stanz auch: Einen "Kost-Nix-Laden". Dieser "Kost-Nix-Laden" in Stanz, Eckeingang Sewera beim ehemaligen Elektrogeschäft, ist ein sich selbst überlassener Raum zum Tauschen von Kleidern, Schuhen, Schmuck, CDs, Spielsachen, kleinen Möbeln, Geschirr, Schiern usw. "Unser Laden ist vorerst personell nicht besetzt und steht für alle Interessierten und Tauschenden tagsüber offen. Produkte, die wir nicht länger benötigen, werden nicht weggeworfen, sondern finden ein neues Zuhause", erklärt Andrea Reinhofer, Gemeinderätin und Obfrau des Sozialausschusses, das Prinzip hinter diesem "Tauschgeschäft". Zehn Menschen haben sich nun in Stanz zusammengefunden, die diesen Kost-Nix-Laden organisatorisch zusammenhalten.

Und so funktioniert es
Tauschwaren werden selbstständig eingeordnet und mitgenommen – es ist auch möglich, nur zu nehmen oder auch nur zu bringen. Kleidungsstücke können nur gewaschen und Geräte nur funktionierend gebracht werden. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Freitag: 8 bis 18 Uhr, Samstag: 8 bis 12 Uhr.

Die Idee dazu
"Dieses Prinzip eines Tauschladens verfolgt mich schon länger. Rainer Rosegger, Soziologe und Experte für Regionalentwicklung – übrigens ein gebürtiger Stanzer – hat mich auf die Idee gebracht. Ich hab das Projekt in Wildon gesehen und mir gedacht, so etwas muss doch auch in der Stanz möglich sein", erzählt Andrea Reinhofer, aktives Mitglied der Bürgerliste "Für eine lebenswerte Stanz".
"Hier geht es nicht um Politik, hier geht es um den Ort und um die Menschen, die hier wohnen", so Andrea Reinhofer. Der "Kost-Nix-Laden" soll ja viel mehr können, als nur ein simpler Tauschladen zu sein. Er soll den Ortskern beleben, er soll Informations- und Kommunikationsdrehscheibe für die Stanz werden. "Vielleicht finden sich Menschen, die diesen Ort zum fixen Treffpunkt erwählen, sei es zum Kaffeetratsch, zum Stricken oder zum Betreuen des Tauschladens", sagt Andrea Reinhofer.
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