17.09.2014, 11:06 Uhr

Ein Wildbach wurde endlich gezähmt

Der Tannerkogelgraben mit der neuen Geschiebesperre als Hochwasserschutz für die Krottendorfer-Siedlung. Alle Fotos: Nadine de Carli

Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat die Baustelle im Tannerkogelgraben vollendet.

Nach erfolgreichem Abschluss des Bauprojektes im Tannerkogelgraben lud die Stadtgemeinde Kapfenberg zu einer kleinen Feier, um die Bauwerke einzuweihen und ihrer Bestimmung zu übergeben.
Die Geschiebesperre oberhalb der Krottendorfer-Siedlung ist das zentrale Bauwerk und wird durch die Neuerrichtung von acht Hauszufahrts- und einer Gemeindestraßenbrücke, umfangreichen Hangsicherungsmaßnahmen und Rutschungsentwässerungen sowie der Verlegung der Gemeindestraße unterstützt. Das Gerinne des Tannerkogelgrabens wurde auf das Fassungsvermögen eines 150-jährigen Hochwassers ausgebaut. Auch wenn bisher keine massiven Überschwemmungen stattgefunden haben, bildet diese Wildbachverbauung ein präventives Hochwasserschutzprojekt zur Sicherheit der Bevölkerung. Auch eine ungehinderte Auffahrt zum beliebten Kapfenberger Gasthaus, dem Bergerbauer, soll damit gesichert sein.
Ein großer Dank ging an alle bauausführenden Firmen und an die Einsatzorganisationen, wie die Hafendorfer Feuerwehr, die einen wichtigen Dienst für den Hochwasserschutz in unserer Region leisten. Gelobt wurde auch die hervorragende Arbeit der steirischen Wildbach- und Lawinenverbauung in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde.
Landesrat Johann Seitinger wies auf die Steiermark als Wasserland hin und betonte: "Es steckt mehr Know-How hinter dieser Wasserschutzverbauung als diese Betonwand erahnen lässt." Hochwasserschutz und Klimaschutz sind für ihn ein wichtiges Thema, für das "weltweit präventiv mehr getan werden muss."
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