14.09.2014, 12:37 Uhr

Enorme Hochwasserschäden in der Südsteiermark: LH Franz Voves sichert vollste Unterstützung zu

Thomas Hartlieb im Gespräch mit LH Franz Voves.

Am Vormittag traf sich der Landeshauptmann Franz Voves mit dem Leiter der Katastrophenschutzabteilung des Landes, Kurt Kalcher, und BH Manfred Walch zum Lokalaugenschein in den Gemeinden Heimschuh und St. Johann im Saggautal.

Am Tag danach sind die enormen Schäden des Hochwassers in der Südsteiermark sichtbar und die Aufräumungsarbeiten laufen auf Hochtouren, wie ein Rundgang von WOCHE-Redakteurin Waltraud Fischer im Ortszentrum von Heimschuh zeigt. Einige Straßen sind noch gesperrt und die Sintflut ist noch längst nicht Geschichte.
Auch Sepp Hubmann von der Bäckerei-Konditorei Hubmann ist im Bicycle in Gummistiefeln anzutreffen: "Der Keller stand bis zur Decke unter Wasser. Der Schaden ist enorm. Vieles ist kaputt."
Thomas Hartlieb (Ölmühle) und Sepp Resch (Tennishalle) so wie viele andere Ortsbewohner haben schon mehrere Hochwasser miterlebt, aber diesmal hat es sie besonders getroffen. Der 1996 errichtete Damm beim Sportplatz, der in den Folgejahren wertvolle Dienste leistete, ist gebrochen. "Aber ohne die wunderbaren Helfer würden wir noch mehr absaufen", dankt Thomas Hartlieb allen Helfern, allen voran der Freiwilligen Feuerwehr.

Dank an die Einsatzkräfte

LH Franz Voves reagiert umgehend auf die Hilferufe und besuchte am sonntäglichen Vormittag die Gemeinde Heimschuh und anschließend die Gemeinde St. Johann im Saggautal, um sich ganz persönlich ein Bild vom Ausmaß der Schäden zu machen und "nicht um auf einem Foto zu sein".
Noch gestern war der Landeshauptmann im Norden von Graz unterwegs, da die Gefahr bestand, das die Mur aus den Ufern tritt. Und beim Besuch der Feierlichkeiten der FF Kalsdorf zum 140. Bestehen dankte LH Voves ausdrücklich für das Engagement der Feuerwehrleute, die im Land Unglaubliches leisten.

LH Franz Voves vor Ort

Beim Lokalaugenschein in Heimschuh mit dem Besuch der Ölmühle Hartlieb und der Tennishalle in Heimschuh brachte LH Voves mehrmals seinen Dank für die Arbeit der Feuerwehr zum Ausdruck und sicherte Bgm. Alfred Lenz nach der objektiven Bewertung beste Unterstützung für die Behebung der Hochwasserschäden zu. Bei einem Besuch im Sommer hat LH Voves die Ölmühle Hartlieb mit seiner Familie noch im schönsten Zustand erlebt und zeigt sich schockiert, was die Wassermassen angerichtet haben. "Aber wir werden am Donnerstag in der Regierungssitzung sofort eine Bestandsaufnahme machen und werden alles wieder hinkriegen. Da gibt es kein Sparen", sagt LH Voves volle finanzielle Unterstützung zu. Abgewickelt werden die Schäden über die Abteilung von LR Hans Seitinger - finanziell getragen von Land, Bund und Katastrophenschutzfond (Wiederherstellung der Infrastruktur).


Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm

Noch wird gerätselt, wo die Wassermengen plötzlich so schnell erkamen. Kurt Kalcher, der Leiter der Katastrophenschutzabteilung des Landes, verweist auf eine zweite Gewitterzone, die tobte.
"Wichtig ist, dass die Ursachen gefunden und bekämpft werden. Durch diese abartigen Situationen erlangen wir immer wieder neue Erkenntnisse", so LH Voves, der im Gespräch immer wieder seinen Dank gegenüber den Einsatzkräften ausspricht. Faktum ist, dass der volkswirtschaftliche Schaden enorm ist: "Ich habe das Ressort im Jahr 2005 übernommen. Seither ist ein Schaden von 1,6 Milliarden Euro entstanden."

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