13.09.2014, 12:48 Uhr

Hochwasseralarm: Die Kürbisse schwimmen davon

Die Schäden in der Region Südsteiermark sind enorm.

Hochwasseralarm: Vielerorts wurden Straßen gesperrt, Keller gehen über, die Feuerwehr ist seit Stunden im Dauereinsatz und die Bevölkerung kann nur hilflos zusehen: Das Sulmtal im Bezirk Leibnitz steht unter Wasser und die Flüsse sind schon längst aus den Ufern getreten.

Die Natur rächt sich

Der Anblick ist traurig: Mais- und Kürbisäcker stehen unter Wasser, in der Sulm schwimmen die Kürbisse wie Tennisbälle davon. Auch die Tierwelt leidet stark. Mäuse quietschen im Wasser und versuchen sich zu retten - vergebens.
In St. Johann im Saggautal wurde das 100-jährige Hochwasser erreicht, wie ein Feuerwehrmann mitteilt. Auch Leutschach ist im Ausnahmezustand.


Kampf gegen Wassermassen

Positiv ausgewirkt hat sich der Hochwasserschutz in der Gemeinde Heimschuh, sonst wäre der Ort wohl noch stärker überflutet, obwohl viele Äcker unter Wasser stehen. Der Generationenspielplatz im Ortszentrum ist von den Wassermassen ebenso stark getroffen.
Auch in Leibnitz wurden Straßen großräumig abgesperrt. Manche Häuser sind zum Teil mit dem Auto gar nicht mehr erreichbar.
Und es regnet in den Mittagsstunden weiter und weiter. Das gesamte Ausmaß der Schäden wird sich kaum beziffern lassen.

Situation spitzt sich zu

Dramatisch verschärft hat sich die Hochwassersituation im Bezirk Leibnitz am Nachmittag. Der Verkehr musste im Raum Leibnitz großräumig abgesperrt werden. Sirenen heulen lautstark.
Gesperrt wurden unter anderem der Sportplatz Großklein Richtung Kleinklein, der Reinischbrückenweg in Heimschuh, der Nestelbachgraben, der Priestergraben von Gleinstätten Richtung St. Johann im Saggautal, der Wellingbach Richtung Pernitsch sowie die B 74 vor Fresing. Die Polizei ist ebenso stark gefordert.

Großeinsatz in Heimschuh

Im Bereich der Ölmühle Hartlieb hat sich die Hochwassersituation besonders zugespitzt. Die Wassermassen der Sulm sind erschrecklich hoch angestiegen. Die Feuerwehren versuchen seit ca. 18 Uhr mit Sandsäcken Schlimmstes abzuwenden. Auch im Bereich der Tennishalle Heimschuh steht alles unter Wasser. Die Situation scheint aussichtslos.
Gegen 20 Uhr mussten die Feuerwehren mit einem Boot ausrücken, um Personen aus der Tennishalle zu evakuieren - der Hochwasserdamm ist gebrochen!
Den vielen Einwohnern, die die Situation beobachten, sind sprachlos und zu Tränen gerührt.

Mehr Fotos zum Ausnahmezustand in Heimschuh

LH Franz Voves besucht Südsteiermark
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Wilhelm Pavicsits aus Mattersburg | 13.09.2014 | 16:23   Melden
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Brigitte Gady aus Leibnitz | 13.09.2014 | 19:48   Melden
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Josef Fürbass aus Deutschlandsberg | 13.09.2014 | 20:02   Melden
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