01.11.2017, 10:00 Uhr

Ein ausgezeichnetes Autohaus

Tischgespräch mit Thomas Marichhofer vom gleichnamigen Autohaus in Kapfenberg-Diemlach.



Welchen Marktanteil nimmt Skoda in Österreich ein?
Thomas Marichhofer: Ich darf mich mit 12Prozent Marktanteil im Alt-Bezirk Bruck sehr glücklich schätzen. Auch das weitere Jahr sieht sehr gut aus. Österreichweit nehmen wir mit 7 Prozent Marktanteil und hinter VW die gute zweite Stelle ein.

Skoda wird nach wie vor in Tschechien produziert, wurde aber 1991 von Volkswagen übernommen. Welchen Einfluss hatte das auf die Marke?
Wir haben die Marke Skoda zwar erst 1994 übernommen, aber es war schon sehr prägend und der Marktanteil ist permanent gestiegen. Technisch kann man ihn seither mit seiner "Mama" VW vergleichen und auch optisch hat sich sehr viel getan.

Auch die Palette wurde größer.
Auf jeden Fall. Vorher durften wir das Model Favorit in den Farben rot, blau und grün anbieten. Heute gibt es acht Modelle, Fabia und Octavia sind nach wie vor die Bestseller, mit jeweils 30-40 Mehrausstattungen.

Gibt es trotzdem noch ein Prestigethema?
Wie Porsche uns übernommen hat, war das ein großes Problem. Ab einer gewissen Ebene ist es nach wie vor so, aber insgesamt nicht mehr so krass wie früher.

Skoda und auch Ihr Autohaus präsentiert sich seit 2015 mit einem neuen Design und trägt auch Ihren Namen. Wie wichtig sind solche Änderungen?
Es sieht optisch durch das LED-Licht, dem frischeren Grün und den hellen Möbeln besser aus und Kunden und Mitarbeiter fühlen sich im gläsernen Schauraum wohler und haben mehr Platz. Nachdem so etwas auch immer mit Kosten verbunden ist, ging die Namensänderung gleich in einem.

Sie wurden zweimal zum Best Dealer Austria gewählt und haben vor kurzem den Kapfenberger Wirtschaftspreis erhalten. Wie wichtig sind solche Preise für Sie?
Auf jeden Fall sehr wichtig. Es macht mich stolz und es ist auch eine Wertschätzung für meine rund 25 Mitarbeiter, ohne die der ganze Erfolg nicht möglich wäre. Beim Best Dealer geht es um Kundenzufriedenheit und Marktbetreuung bei Service und Handel. Jedes Land erhält nur eine Auszeichnung und wir wurden einzigartig zweimal gewählt. Und über den Kapfenberger Wirtschaftspreis habe ich mich wirklich richtig gefreut und auch über die überraschende Laudatio meines Geschäftsführers von Porsche Austria.

Sie haben sich in einer Bilderbuchkarriere vom Lehrling bis zum Inhaber hochgearbeitet. Hatten Sie nie Lust, woanders hinzugehen?
Lacht. Ja hatte ich. Nach der LAP und dem Meisterbrief 1999 war mir der Mechaniker zu wenig und ich wollte mehr erreichen. Ich habe schon in einer ganz anderen Branche als Außendienstmitarbeiter zugesagt. Doch als mich mein damaliger Chef Klaus Schmolly nicht gehen ließ und mir auch die Übernahme des Autohauses in Aussicht stellte, war mir das Herausforderung genug. Heute bin ich froh darüber. Ich bin seit 2001 beteiligt und seit 2007 100-prozentiger Geschäftsführer.

Haben Ihre Lehrlinge auch Aussicht auf Karriere?
Auf alle Fälle. Erstens ist mir die Lehrlingsausbildung ein besonderes Anliegen, weil wir immer gute Facharbeiter brauchen. Und Weiterbildung ist auch im Konzern großgeschrieben und man kann sich z.B. zum Diagnose- oder Servicetechniker ausbilden lassen.

Welches Auto fahren Sie?
Das ist das Privileg des Chefs, ich darf immer das neueste Auto fahren. Momentan ist das der Octavia RS 245.

Andrea Stelzer
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