21.11.2016, 15:22 Uhr

Endlich flexibler arbeiten

"Gemeinsam wachsen": WKO-Obmann Erwin Fuchs, WB-Direktor Kurt Egger, WKO-Regionalstellenleiterin Martina Romen-Kierner.

Bei seiner Bezirkstour "Gemeinsam wachsen" präsentiert der Wirtschaftsbund Steiermark seine Forderungen.

Weil die Arbeitslosigkeit Monat für Monat weiter ansteigt ist es laut Wirtschaftsbund Steiermark höchst an der Zeit, die Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft zu ändern. "Sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft sind derzeit einem starken Wandel unterzogen, wie es ihn bisher noch nie gab. Wir müssen endlich auf diese veränderten Gegebenheiten reagieren, um unseren Standort für die Zukunft zu sichern", zeigt sich der steirische Wirtschaftsbund-Direktor Kurt Egger bei einem Besuch in Bruck kämpferisch. Im Rahmen einer steiermarkweiten Tour, die ihn unter dem Titel "Gemeinsam wachsen" durch alle Bezirke führt, präsentierte Egger am Montag seine Forderungen: Flexiblere Arbeitszeiten, mehr Wertschätzung für das Unternehmertum und eine reglementierte Gewerbeverordnung.

Arbeitszeit-Flexibilisierung

Vor allem die Flexibilisierung der Arbeitszeiten ist für Egger ein Reizthema: "Das enge Korsett der Arbeitszeitregelung verursacht, dass der Wirtschaftsstandort zunehmend an Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit einbüßt. Daher ist eine Flexibilisierung der Arbeitszeit das Gebot der Stunde und ein wesentlicher Wachstumsbaustein", so Egger. Er fordert daher konkret, die Grenze für die tägliche Normalarbeitszeit auf zehn Stunden und die Höchstarbeitszeit von derzeit zehn auf zwölf Stunden anzuheben; zudem soll die wöchentliche Arbeitszeit auf 60 Stunden angehoben werden – bei einem Durchrechnungszeitraum von 24 Monaten. "Das ist in vielen Betrieben ohnehin schon gelebte Praxis, das Problem ist aber bislang der Gesetzgeber", so Egger.
Weiters sieht Egger in Bezug auf die bevorstehende Gewerbeordnungs-Novelle reglementiertes Gewerbe als unabdingbare Voraussetzung.
Auf seiner Tour durch den Bezirk Bruck-Mürzzuschlag wurde Egger von WKO-Regionalstellenleiterin und WKO-Obmann Erwin Fuchs begleitet. Gemeinsam haben die drei schon am Montag Vormittag Betriebe besucht, u.a. Austria Imperial, Nussmüller und Weißensteiner+Döller, ehe zu Mittag die Presse zu einer Kampagnen-Präsentation geladen wurde.
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