Facebook-Talk mit ÖVP-Chef Sagartz
„Die Journalisten waren schwer enttäuscht“

ÖVP-Chef Christian Sagartz im Live-Talk mit Peter L. Eppinger
  • ÖVP-Chef Christian Sagartz im Live-Talk mit Peter L. Eppinger
  • Foto: Facebook/Screenshot
  • hochgeladen von Christian Uchann

Burgenlands ÖVP-Landesparteiobmann Christian Sagartz sprach im Facebook-Gespräch mit Peter L. Eppinger über die ersten Wochen an der Spitze der Volkspartei Burgenland, die ersten 100 Tage im Europa-Parlament und die aktuellen Herausforderungen rund um die Corona-Krise.

BURGENLAND. Es waren ereignisreiche Wochen und Monate, auf die Sagartz zurückblicken kann. So stand Anfang dieses Jahres fest, dass er ins EU-Parlament einziehen wird.

Start der EU-Arbeit mit der Brexit-Abstimmung

Der Start als EU-Abgeordneter fiel für gleich mit einem historischen Ereignis zusammen – und zwar mit der Brexit-Abstimmung. „Es war eine spannende Atmosphäre. Ich bin ins Europa-Parlament gekommen, und die Briten sind aus der Europäischen Union ausgezogen“, erzählt Sagartz.

Neue Regeln für den Krisenfall

Die Corona-Pandemie zeigten für den ÖVP-Chef auch Schwächen der EU auf. „Weniger hatten den Eindruck, dass die Europäische Union auf so eine Krise vorbereitet ist. Wenn wir Europa stärken wollen, dann braucht es neue Strukturen und neue Regeln für den Krisenfall“, so Sagartz.

„Es war ein harmonischer Übergang“

Ende Februar dann der nächste Karriereschritt. Sagartz tritt die Nachfolge von Thomas Steiner als Chef der ÖVP Burgenland an. „Die Journalisten waren alle zu Beginn schwer enttäuscht, weil es keinen großen Streit und keine große Story gab. Es war ein harmonischer Übergang“, erinnert sich Sagartz.

„Bei Eisenkopf waren wir eingebunden“

Die Arbeit der SPÖ-Alleinregierung sieht er zwiespältig. „Diese Krise hat neue Wege geöffnet. Als Astrid Eisenkopf als Landeshauptmann-Stellvertreterin die Hauptverantwortung getragen hat, waren wir als Opposition eingebunden. Seit der Landeshauptmann wieder zurück ist, ist es offensichtlich anders. Man merkt, wenn es eine Alleinregierung gibt, braucht es eine noch stärkere Opposition.“

„Das Burgenland hat zu wenig Eigeninitiative gezeigt“

Kritisch sieht Sagartz auch den Umgang des Landes mit der Corona-Krise. Er verweist dabei auf das Land Oberösterreich, das sich über eine Tonne Schutzmaterial aus China liefern ließ. „Am selben Tag gab es Medienberichte, wonach das Burgenland 20.000 Masken reserviert hat. Dieser Vergleich zeigt, dass andere Bundesländer viel eigenständiger waren als das Burgenland. Wir haben uns auf die Bundesregierung verlassen und zu wenig Eigeninitiative gezeigt.“

Gemeinden unterstützen

Für die Zukunft sieht Sagartz vor allem zwei Fragen im Mittelpunkt stehen: Wie schaffen wir es, dass die Wirtschaft wieder in Gang kommt. Und wie schaffen wir es, dass die Gemeinden genügend Geld haben, zu investieren. „Eines meiner wichtigsten Anliegen ist, dass wir unsere burgenländischen Gemeinden so ausstatten, dass sie wieder – wie vor der Krise – ein Wirtschaftsmotor sein können.“

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