Kommentar
Es geht um den Wählerwillen

Das vom ÖVP-Chef vorgeschlagene Mehrheitswahlrecht hat einen klaren Vorteil: Es führt zu eindeutigen Machtverhältnissen und damit auch zu stabilen Regierungen in den Parlamenten. Die Regierungsbildung nach den Wahlen würde schnell über die Bühne gehen – ohne langwierige Koalitionsverhandlungen.
Es gibt aber auch einige nachteilige Effekte. Einer ist die von der Grünen-Chefin angeführte Gefahr, dass kleine Gruppierungen nicht mehr in den Parlamenten vertreten sind.
Blickt man über die Grenzen, dann hat sich das Mehrheitswahlrecht vor allem in den USA und in Großbritannien in unterschiedlichster Form etabliert. In Deutschland gibt es eine Mischform zwischen Verhältnis- und Mehrheitswahlsystem.
Es macht jedenfalls Sinn, immer wieder über eine Reform unseres demokratischen Systems nachzudenken.
Die Herausforderungen und wichtigsten Fragen bleiben dabei immer die gleichen: Welches System garantiert am ehesten die Umsetzung des Wählerwillens sowie die Repräsentation möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppierungen in den Parlamenten?
Ob jedoch im Burgenland eine seriöse und möglichst überparteiliche Debatte zu diesem Thema möglich ist, erscheint zumindest nach den Reaktionen der Parteien auf den Vorschlag des ÖVP-Chefs mehr als fraglich.

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