Podiumsdiskussion zur Landtagswahl
Sind 1.700 Euro netto auch in der Privatwirtschaft möglich?

Roland Fürst (SPÖ), Johann Tschürtz (FPÖ), Regina Petrik (Grüne), Manfred Kölly (LBL) und Thomas Steiner (ÖVP) diskutierten zum Thema Mindestlohn.
  • Roland Fürst (SPÖ), Johann Tschürtz (FPÖ), Regina Petrik (Grüne), Manfred Kölly (LBL) und Thomas Steiner (ÖVP) diskutierten zum Thema Mindestlohn.
  • Foto: Tscheinig
  • hochgeladen von Christian Uchann

Bei der Bezirksblätter-Podiumsdiskussion zur Landtagswahl am 26. Jänner 2017 wurde vor allem rund um das Thema „Mindestlohn“ heftig debattiert.

BURGENLAND. Nachdem das Land 1.700 Euro Mindestlohn im Landesdienst eingeführt hat, steht nun die Frage im Raum, ob so ein Mindestlohn auch in der Privatwirtschaft umzusetzen ist.

SPÖ: „Niemand soll unter 10 Euro pro Stunde verdienen“

„Ja, es ist möglich – jedoch nicht gleich und überall. Bei Klein- und Mittelbetrieben ist es nicht so leicht. Da überlegen wir uns, wie wir sie fördern können“, meinte SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst, der darauf hinwies, dass Österreich das viertreichste Land in der EU ist. „Unser Ziel ist es, dass im Burgenland niemand mehr unter 10 Euro pro Stunde verdient“, so Fürst.

ÖVP: „Das ist schon im Kommunismus gescheitert“

Auch ÖVP-Spitzenkandidat Thomas Steiner ist dafür, „dass die Menschen viel verdienen“. Den Mindestlohn im Landesdienst bezeichnete er jedoch als „Einheitslohn“, der aus seiner Sicht leistungsfeindlich sei. „Das ist schon im Kommunismus gescheitert, dass man alles verordnet“, so Steiner.

LBL: „In der Privatwirtschaft unmöglich“

Manfred Kölly, Spitzenkandidat vom Bündnis Liste Burgenland glaubt, dass sich LH Hans Peter Doskozil „vertan“ hat und 1.700 brutto – und nicht netto gemeint hätte. „In der Privatwirtschaft ist es unmöglich, das umzusetzen“, so Kölly.

GRÜNE: „Lohnnebenkosten sind zu hoch“

Grünen-Spitzenkandidatin Regina Petrik betonte, dass es „viel zu hohe Lohnnebenkosten gibt – sowohl auf der Dienstgeber- als auch auf der Dienstnehmerseite. Diese müssten gesenkt werden.

FPÖ: „Einkommen zum Auskommen“

FPÖ-Spitzenkandidat Johann Tschürtz erinnerte daran, dass die Freiheitliche bereits in der Opposition ein „Einkommen zum Auskommen“ gefordert haben. „Wir sind damals von 1.500 Euro netto ausgegangen“, so Tschürtz.

Das Video zum Thema „Mindestlohn“

Autor:

Christian Uchann aus Eisenstadt

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