Digitalisierung im Burgenland
463 Unternehmen berichten über Status Quo

Wollen Unternehmen bei der Digitalisierung unter die Arme greifen: WK-Präsident Peter Nemeth (r.) und Spartenobmann Hans Lackner
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Bei jeder Gelegenheit betonen Politiker die Wichtigkeit digitalisierter Unternehmen. Einen konkreten Fahrplan gibt es allerdings nicht, kritisiert Burgenlands Wirtschaftskammer, die das Thema nun selbst in die Hand nehmen will

BURGENLAND. 463 burgenländische Unternehmen wurden von der Wirtschaftskammer zum Status Quo ihrer digitalisierten Arbeitsweise befragt. Der Grund für die "erste branchenspezifische, burgenländische Umfrage zum Thema Digitalisierung": Obwohl das Land seit Jahren von einer Strategie für die Digitalisierung spricht, gebe es noch keinen konkreten Fahrplan, kritisiert WK-Präsident Peter Nemeth. "Deshalb haben wir dieses Thema in die Hand genommen, um ein ansprechendes Serviceangebot zu entwickeln.“

Die Studienergebnisse

84 Prozent der befragten Unternehmen verwenden bereits digitale Lösungen. 28 Prozent nutzen etwa Computersysteme zur Pro­duktion, Entwicklung und Lieferung. In den Sparten nimmt die Industrie eine klare Vorreiterposi­tion ein. „Auch das Spannungsfeld zwischen 'global vs. regional' ist klar spürbar, Kundenanfragen werden immer spezifischer“, erklärt Spartenobmann Hans Lackner.

Markt hat sich verändert

Dreiviertel der Befragten sind sich einig, dass die Digitalisierung ihren Markt bereits verändert hat. Einerseits konnten einige Unternehmen neue Vertriebskanäle nutzen, andererseits hat sich auch der Wettbewerb beschleunigt. Vor allem im Rechnungswesen und Controlling setzen burgenländische Firmen auf technische Unterstützung. 81 Prozent der Befragten empfangen Elektronische Rechnungen und/oder stellen diese aus.

Datenschutz und IT-Sicherheit

Dreiviertel der Befragten schrieben den Themen Datenschutz und IT-Sicherheit eine große Wichtigkeit zu. Als Gründe gegen den Einsatz von neuen Technologien wurden die Kleinheit des Unternehmens, zu hohe Anschaffungskosten sowie fehlende Anwendungsfälle oder mangelndes Interesse genannt.

Google & Co. sind wichtig

Suchmaschinenoptimierung ist für burgenländische Betriebe längst kein Fremdwort mehr. 72 Prozent sind der Ansicht, dass es wichtig ist, über Google und Co. gefunden zu werden und tun auch etwas dafür: 53 Prozent haben ihre Webseite für Suchmaschinen optimiert, einige Firmen haben diese Aufgabe auch ausgelagert.

Internet-Geschwindigkeit

78 Prozent der Befragten gaben an, mit der Internet-Verbindung sehr oder eher zufrieden zu sein. Gleichzeitig sind 21 Prozent eher unzufrieden oder gar sehr unzufrieden damit. Wenig überraschend sind die Bezirke Güssing und Jennersdorf mit der Breitband-Infrastruktur am wenigsten zufrieden. Nicht zuletzt darum fordert die Wirtschaftskammer eine Forcierung des Breitbandausbaus im Burgenland.

Was die Kammer nun tun will

Man stehe nun vor der Herausforderung, die Vorteile der Digitalisierung deutlich zu machen, unterstützende Maßnahmen für die Umstellung auf digitale Technologien anzubieten und die Unternehmen auf ihrem Digitalisierungsweg zu begleiten, erklärt Lackner. „Deshalb werden wir mit einem sehr umfangreichen Angebot die Unternehmen dort abholen, wo sie sich gerade befinden und ihnen die Informationen zur Verfügung stellen, die sie auf ihrem Weg benötigen.“ 

Zahlen und Daten aus der Digitalisierungsumfrage:

  • Für 75 Prozent hat sich der Markt durch die Digitalisierung bereits verändert
  • 77 Prozent der Industriebetriebe setzen auf Sensorik
  • 55 Prozent der Betriebe haben einen Firmen-Auftritt in den Sozialen Netzwerken
  • 53 Prozent haben ihre Website für Suchmaschinen optimiert
  • 45 Prozent der Handelsbetriebe nutzen Cloud-Systeme
  • 41 Prozent der Transportbetriebe tracken ihre Fahrzeuge
  • 31 Prozent der Tourismusbetriebe bieten mobile Zahlungsmöglichkeiten an

Kontakt zur Abteilung "Innovation und Digitalisierung" in der Wirtschaftskammer Burgenland

Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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