Arbeiterkammer
"Kein gesetzlicher Anspruch auf Weihnachtsgeld"

 „Es gibt grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, stellt der AK-Arbeitsrechtexperte Martin Sugetich klar.
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  • Foto: Arbeiterkammer Burgenland
  • hochgeladen von Franz Tscheinig

Nicht alle Arbeitnehmer haben automatisch einen Anspruch auf das „Weihnachtsgeld“. Die Arbeiterkammer (AK) empfiehlt daher Verträge auf Sonderzahlungen gründlich zu prüfen.

BURGENLAND. Sowohl das Weihnachts- als auch das Urlaubsgeld sind Sonderzahlungen, deren Ansprüche sich vom jeweils gültigen Kollektivvertrag ableiten. „Es gibt grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, stellt der AK-Arbeitsrechtexperte Martin Sugetich klar.

Das 13. und 14. Gehalt 

Das 13. und 14. Gehalt sei ein von den Gewerkschaften erkämpfter Anspruch, der in den Kollektivverträgen verankert wurde. Daher mahnt Sugetich zur Vorsicht: „Es gibt Branchen, die keinem Kollektivvertrag unterliegen und in denen daher keine Sonderzahlungen vorgesehen sind. In diesem Fall müssen Sonderzahlungen gesondert vereinbart werden.“

Üblich ist ein Monatsgehalt

Prinzipiell hängt die Höhe der Sonderzahlung ebenfalls vom Kollektivvertrag ab. Üblich ist ein Monatsgehalt oder ein Monatslohn. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: „Taxilenker bekommen im ersten Jahr nur 75 Prozent. Arbeitnehmer im Güterbeförderungsgewerbe erhalten beispielsweise 25 Prozent mehr.“
Es gilt: Anspruch auf die volle Höhe gibt es grundsätzlich nur für ein volles Jahr. Tritt man während des Jahres ein oder scheidet aus, erhält man normalerweise einen aliquoten Anteil. Neben Anspruch und Höhe ist auch der Zeitpunkt der Auszahlung abhängig vom Kollektivvertrag. In der Praxis ist das Weihnachtssgeld häufig im November/Dezember fällig, das Urlaubsgeld zumeist im Juni oder Juli.

Vorsicht bei Dienstbeendigung 

Vorsicht ist bei der Beendigung des Dienstverhältnisses geboten: Abhängig von der Art der Beendigung kann es zu einem gänzlichen Entfall oder einer Rückzahlungsverpflichtung kommen. Und: Auch für Sonderzahlungen gelten Verfalls- und Verjährungsfristen.

Bei Fragen oder Ungereimtheiten können die Experten der Arbeiterkammer ([urlnt=Tel:026827400]02682-740-0[/url]) kontaktiert werden.

Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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