Heizkostenvergleich
Wärmepumpe am billigsten, Öl am teuersten

Die Österreichische Energieagentur betrachtet die Kosten und Umweltauswirkungen der gängigsten Heizsysteme.
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Beim Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur führt die Luft-Wasser-Wärmepumpe das Ranking in Neubauten und sanierten Gebäuden an. In unsanierten Gebäuden schneidet Scheitholz am günstigsten ab.

ÖSTERREICH. Sowohl in neu errichteten Gebäuden als auch in thermisch sanierten Gebäuden ist laut Heizkostenvergleich die Luft-Wasser-Wärmepumpe bei Betrachtung der Vollkosten, also der Errichtungs-, Energie- und Instandhaltungskosten, das günstigste Heizsystem. Ölheizungen sind in allen drei Gebäudekategorien in teuerste Variante.

Fernwärme dominiert

Österreichweit gibt es laut Statistik Austria 3,8 Millionen Heizungen. Davon macht die Fernwärme 28 Prozent aus Knapp ein Viertel geht auf das Konto von Erdgas. Biomasse-Heizungen machen 17 Prozent aus. 16 Prozent der Heizungen werden noch mit Heizöl oder Flüssiggas betrieben. Der Anteil von Wärmepumpen liegt bei neun Prozent, aber " mit einem starken Trend nach oben", wie Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur betont.

Sanierung reduziert nicht nur Kosten

Die Energieagentur weist auch auf den großen Unterschied zwischen thermisch sanierten und unsanierten Gebäuden hin. So reduzieren sich in sanierten Gebäuden die Energiekosten bei allen Energieträgern im Durchschnitt um über 50 Prozent. Auch bei der Betrachtung der CO2-Emissionen reduzieren sich diese in sanierten Gebäuden ebenfalls durchschnittlich um über 50 Prozent. "Es ist wichtig die Sanierungsoffensive voranzutreiben, damit die Sanierungsrate auf zwei bis drei Prozent steigt. Das reduziert sowohl die Kosten für die Bewohner als auch die CO2-Emissionen", sagt Traupmann.

Die Ergebnisse im Detail

In Neubauten und thermisch sanierten Gebäuden liegt die Gasheizung der Luft-Wasser-Wärmepumpe dicht auf den Fersen. Im Neubau kostet die Luft-Wasser-Wärmepumpe 2.063 Euro pro Jahr (Investitions- und Wartungskosten),  Erdgas beläuft sich auf 2.115 Euro pro Jahr. An dritter Stelle liegt die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde mit 2.645 Euro pro Jahr.
In thermisch sanierten Gebäuden liegen die Kosten für die  Luft-Wasser-Wärmepumpe bei 2.496 Euro. Bei Erdgas betragen die Vollkosten zwischen 2.356 Euro und 2.526 Euro, wenn etwa ein Gasanschluss noch nicht vorhanden war. In unsanierten Gebäuden ist die Stückholz-Heizung mit knapp 4.000 Euro das günstigste Heizsystem. Feinstaubemissionen stellten bei modernen Holzheizungen laut Traupmann kein Problem dar.

Das Modellhaus

Für den Heizkostenvergleich wurde als Modellgebäude ein Einfamilienhaus mit 118 Quadratmeter Fläche und einem Warmwasserverbrauch von 12,8 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2) herangezogen. Unterschieden wurde in drei Kategorien: ein thermisch unsaniertes Haus mit einem Heizwärmebedarf (HWB) von 175, ein saniertes Haus mit einem HWB 60 sowie ein Neubau mit dem HWB 45. Betrachtet wurden die Heizsysteme Erdgas-Brennwert, Fernwärme, Öl-Brennwert, Pellets, Scheitholz sowie Luft-Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpe.

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