Riskanter Wintersport
Warum Rodeln gefährlicher ist als man denkt

Sicherheitsexperten raten dazu, niemals ohne Helm zu rodeln und Bob zu fahren.
  • Sicherheitsexperten raten dazu, niemals ohne Helm zu rodeln und Bob zu fahren.
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  • hochgeladen von Adrian Langer

Rodeln gilt für viele als ungefährlicher und einfacher Wintersport, der aber auch tödlich enden kann. Experten raten dazu, Rodeln als Wintersport ernst zu nehmen, die Rodelregeln einzuhalten und immer einen Helm zu tragen.

ÖSTERREICH. Der Grund für die von Sicherheitsexperten gestellter Forderung nach mehr Achtsamkeit beim Rodeln liegt in der erschreckenden Statistik: Im Zeitraum 2014 – 2018 verletzten sich rund 8.200 Personen beim Rodeln und Bobfahren so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten – rund 2.200 davon alleine im Jahr 2018. Jeder vierte Verletzte (25 Prozent) musste stationär aufgenommen werden.

„Richtig rodeln will gelernt sein, denn Übermut, Fehleinschätzung und mangelhafte Technik oder Ausrüstung können auch bei dem als harmlos geltenden Winterspaß zu schweren Unfällen führen“, warnt Dr. Ilona Schöppl, Leiterin des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV. 
Besonders tragisch: Allzu oft sind Kinder betroffen: 35 Prozent der verletzten Rodler sind unter 15 Jahre alt.

Helmpflicht für alle?

Zu den häufigsten Verletzungen gehören Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelverletzungen. Auch Kopfverletzungen kommen immer wieder vor – ihre Schwere hängt maßgeblich davon ab, ob ein Helm getragen wird oder nicht. Deshalb spricht sich der KFV für einen anderen Umgang mit der Sicherheit beim Rodeln aus. „Während es beim Skifahren oder Snowboarden inzwischen nahezu selbstverständlich ist, Helm zu tragen, gibt es beim Rodeln großen Nachholbedarf: Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der verunfallten Personen gaben an, zum Unfallzeitpunkt keinen Helm getragen zu haben“, so Schöppl.

Neben dem Helm sollte man sich auch mit der richtigen Lenk- und Bremstechnik vertraut machen. Um Gefahren zu minimieren, benötigt es eine rücksichtsvolle Fahrweise und eine vollständige Ausrüstung. Zusätzlich sind für einen sicheren Rodelspaß eine rücksichtsvolle Fahrweise und eine vollständige Ausrüstung wesentlich. Diese besteht neben einer technisch einwandfrei
funktionierenden Rodel aus winterfester Kleidung, festem Schuhwerk, Handschuhen und
einem Helm mit Skibrille. Wer abends oder in der Dämmerung rodeln geht sollte zudem eine
Stirnlampe mitnehmen und gut sichtbare, reflektierende Kleidung wählen.

KFV-Tipps zum sicheren Rodeln:
  • Achte auf eine gute Ausrüstung: Winterfeste Kleidung, festes Schuhwerk, Handschuhe, Helm, Skibrille und bei Bedarf Stirnlampe sollten beim Rodelausflug nicht fehlen.
  • Vor der Benutzung die Rodel auf eventuelle Schäden überprüfen.
  • Sowohl beim Aufstieg als auch beim Rodeln selbst muss stets Rücksicht auf Andere genommen werden.
  • Der Auf- und Abstieg sollte am Rand der Rodelbahn erfolgen und die Rodelbahn möglichst freigehalten werden.
  • Niemals mit dem Kopf voran rodeln. Wird zu zweit gerodelt, sollte die schwerere/kräftigere Person vorne sitzen.
  • Rodeln gehen sollte nur, wer bei guter körperlicher Verfassung ist. Der Konsum von Alkohol vor oder beim Rodeln ist tabu.
  • Die Geschwindigkeit sollte dem eigenen Können und den Gegebenheiten vor Ort angepasst werden.
  • Nicht mit den Fersen bremsen. Um richtig zu bremsen, sollte der Fuß im Sitzen mit der kompletten Fußsohle dicht neben den Kufen auf die Rodelbahn aufgesetzt werden.
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Autor:

Adrian Langer aus Josefstadt

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