Krank trotz Impfung
Corona-Impfdurchbrüche schon bei knapp neun Prozent

In Österreich sind seit Februar 2021 insgesamt 205.614 laborbestätigte Corona-Infektionen mit klinischer Symptomatik dokumentiert worden. Von den Erkrankten waren 18.122 vollständig geimpft. Damit liegt der Anteil der Impfdurchbrüche in Österreich aktuell bei 8,81 Prozent, wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Donnerstag meldete.
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  • In Österreich sind seit Februar 2021 insgesamt 205.614 laborbestätigte Corona-Infektionen mit klinischer Symptomatik dokumentiert worden. Von den Erkrankten waren 18.122 vollständig geimpft. Damit liegt der Anteil der Impfdurchbrüche in Österreich aktuell bei 8,81 Prozent, wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Donnerstag meldete.
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  • hochgeladen von Marlene Mitterbauer

In Österreich sind seit Februar 2021 insgesamt 205.614 laborbestätigte Corona-Infektionen mit klinischer Symptomatik dokumentiert worden. Von den Erkrankten waren 18.122 vollständig geimpft. Damit liegt der Anteil der Impfdurchbrüche in Österreich aktuell bei 8,81 Prozent, wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Donnerstag meldete.

ÖSTERREICH. Bei der Erfassung wurden nur über Zwölfjährige berücksichtigt, da Jüngere in Österreich nicht gegen Covid-19 geimpft werden. Insgesamt kommen in Österreich aktuell auf 1.000 vollständig Geimpfte rund drei Personen mit einem Impfdurchbruch. Allerdings ist der Anteil der Impfdurchbrüche wesentlich höher, wenn man nur die Zeitspanne zwischen 13. September bis 10. Oktober betrachtet. In diesen vier Wochen waren von den erfassten 28.566 symptomatischen und laborbestätigten SARS-CoV-2-Infektionsfällen 8.794 Personen vollimmunisiert. Das entspricht knapp 31 Prozent (30,78).

Hast du dich trotz Impfung mit dem Corona-Virus infiziert?

Asymptomatische Fälle nicht als Impfdurchbruch erfasst

Die AGES weist jedoch darauf hin, dass es ja neben den symptomatischen auch asymptomatische Corona-Fälle gab: "Eine Infektion mit SARS-CoV-2 nach einer Covid-19-Impfung ohne klinische Symptomatik wird derzeit nicht als Impfdurchbruch klassifiziert, da die aktuell zugelassenen Covid-19-Impfstoffe zur Verhinderung der Erkrankung an der SARS-CoV-2-Infektion entwickelt wurden."

Impfdurchbrüche nicht von Altersgruppe abhängig

Auffällig ist dabei, dass sich der Anteil der Impfdurchbrüche je nach Altersgruppe stark unterscheiden kann.

  • Bei der Altersgruppe der Zwölf-bis 17-Jährigen waren von den 18.797 seit Februar Erkrankten mit Symptomen 278 vollständig geimpft (1,48 Prozent). In den letzten vier Wochen stieg der Anteil der Impfdurchbrüche allerdings auf 4,72 Prozent an (172 von 3.643 Erkrankten).
  • Bei den 18- bis 59-Jährigen wurden im Vergleichszeitraum 158.068 symptomatische Corona-Fälle erfasst. Von diesen waren 13.536 Erkrankte vollständig geimpft (8,56 Prozent). In den letzten vier Wochen stieg der Anteil der Impfdurchbrüche auf 29,93 Prozent an (6.331 von 21.156 Erkrankten).
  • In der Altersgruppe der Über-60-Jährigen wurden im Vergleichszeitraum 28.749 symptomatische Corona-Erkrankungen erfasst. Von diesen waren 4.308 Betroffene vollständig geimpft (14,98 Prozent). In den letzten vier Wochen betrug der Anteil der Impfdurchbrüche in dieser Altersgruppe 60,82 Prozent (2.291 von 3.767 Erkrankten)!

Kein Hinweis auf geringe Wirksamkeit der Impfstoffe

Auch hier weist die AGES erklärend darauf hin, dass es mit steigendem geimpften Bevölkerungsteil auch zu mehr Impfdurchbrüchen komme. "Der Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Impfdurchbrüchen und dem Anteil der geimpften Bevölkerung ist kein Hinweis auf geringe Wirksamkeit der Impfstoffe."

Die Wirksamkeit der Corona-Impfungen wurde bestätigt und sei sehr gut. Allerdings betrage sie keine 100 Prozent. "Das bedeutet: Obwohl die Covid-19-Impfung mit hoher Wahrscheinlichkeit die Geimpften vor Covid-19 bzw. schwerer Covid-19 Erkrankung schützt, können dadurch nicht alle Infektionen bei den Geimpften verhindert werden (z. B. Personen mit Immundefizienz)."

Je mehr Geimpfte, desto mehr Impfdurchbrüche

Mit steigendem Anteil der Geimpften steige auch die Wahrscheinlichkeit, dass unter den Personen, die sich mit dem Corona-Virus infizieren bzw. daran erkranken, Geimpfte seien. "Vereinfacht gesagt: Wenn alle Personen einer Population geimpft sind, kommen alle Infektionen, die auftreten, bei Personen, die vollständig geimpft sind, vor; sprich: Es beträgt dann der Anteil der Fälle von Impfdurchbrüchen an den Fällen von Covid-19 hundertProzent." 

Es lagen übrigens keine Informationen zu Erkrankten mit Impfdurchbrüchen, die im Spital behandelt werden mussten, vor. Laut AGES liegt das daran, dass die diesbezüglichen Daten aufgrund verzögerter Übermittlung unzuverlässig niedrig gewesen seien.

2.169 Neuinfektionen, Westen und Osten gelb auf Ampel
In Österreich sind seit Februar 2021 insgesamt 205.614 laborbestätigte Corona-Infektionen mit klinischer Symptomatik dokumentiert worden. Von den Erkrankten waren 18.122 vollständig geimpft. Damit liegt der Anteil der Impfdurchbrüche in Österreich aktuell bei 8,81 Prozent, wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Donnerstag meldete.
Die Wirksamkeit der Corona-Impfungen wurde bestätigt und sei sehr gut. Allerdings betrage sie keine 100 Prozent. "Das bedeutet: Obwohl die Covid-19-Impfung mit hoher Wahrscheinlichkeit die Geimpften vor Covid-19 bzw. schwerer Covid-19 Erkrankung schützt, können dadurch nicht alle Infektionen bei den Geimpften verhindert werden (z. B. Personen mit Immundefizienz)."

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