Forscher sicher
Corona-Virus kommt nicht aus dem Labor

Das Corona-Virus soll nicht aus einem Labor stammen
3Bilder
  • Das Corona-Virus soll nicht aus einem Labor stammen
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Ted Knops

Das Corona-Virus soll nicht aus einem Labor ausgebrochen sein, das berichten Forscher im Fachjournal "Nature Medicine". Es sei sehr wahrscheinlich von Tieren auf den Menschen übergesprungen.

ÖSTERREICH. Das Virus habe sich über natürliche Prozesse in Tieren, oder in sehr wenigen Patienten zu dem Virus entwickelt und seine Gefährlichkeit erlangt, so die Forscher. 

Resultat natürlicher Anpassung

Bereits kurz nach dem ersten Ausbruch der Corona-Pandemie sollen chinesische Forscher das Erbgut der Erregers dechiffriert haben und ihre Erkenntnisse für Forscher weltweit zugänglich gemacht haben. Kalifornische Forscher untersuchten daraufhin aussagekräftige Merkmale des Virus, speziell dessen Hülle und die dort nach außen ragenden Eiweißstoffe. Diese Eiweißstoffe packen die Außenwände menschlicher oder tierischer Zellen wie ein "Enterhaken" und durchdringen sie. Die Forscher kamen zu dem Resultat, dass dieser perfektionierte Mechanismus wohl das Resultat natürlicher Anpassung sei. 

Ähnelt Viren in Fledermäusen

Weitere Untersuchungen der molekularen Struktur des Virus unterstützen diese Annahme. Diese soll sich substanziell von anderen bekannten Coronaviren beim Menschen unterscheiden. Am ehesten soll es mit dem Grundgerüst verwandter Viren in Fledermäusen und Schuppentieren übereinstimmen. "Wenn irgendjemand versucht hätte, ein neues Coronavirus als Krankheitserreger zusammenzustellen, hätte er es wohl auf dem Grundgerüst eines bekannten Virus, das Krankheiten verursacht, aufgebaut", so die Forscher. 

Das Virus soll am ehesten mit dem Grundgerüst verwandter Viren in Fledermäusen und Schuppentieren übereinstimmen
  • Das Virus soll am ehesten mit dem Grundgerüst verwandter Viren in Fledermäusen und Schuppentieren übereinstimmen
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Ted Knops

Zwei mögliche Szenarien

Die Forscher gehen nun von zwei mögliche Szenarien für die Entstehung des Virus aus. Erstens könnte das Virus seine gefährlichen Eigenschaften (Pathogenität) über die die natürliche Auslese in Tieren entwickelt haben. Anschließend sei es dann am ehesten von Fledermäusen auf den Menschen übergesprungen, da es einem Fledermaus-Coronavirus stark ähnele. Dabei sei wahrscheinlich ein weiteres Tier als "Zwischenwirt" beteiligt gewesen, da es keinen Nachweis für eine direkte Übertragung von Fledermäusen auf Menschen gebe. 

 Die gefährlichen Eigenschaften (Pathogenität) soll sich erst im Menschen entwickelt und die Epidemie ausgelöst haben.
  • Die gefährlichen Eigenschaften (Pathogenität) soll sich erst im Menschen entwickelt und die Epidemie ausgelöst haben.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Ted Knops

Erst im Menschen gefährlich geworden

Die zweite Möglichkeit geht davon aus, dass das Virus anfangs noch vergleichsweise harmlos gewesen sei, als es von einem anderen Tier auf den Menschen übersprang. Schuppentier-Coronaviren hätten sehr ähnliche Oberflächenstrukturen und sie könnten direkt oder über Zwischenwirte in Menschen gelangt sein, so die Forscher. Somit hätten sich die gefährlichen Eigenschaften (Pathogenität) erst im Menschen entwickelt und die Epidemie ausgelöst, weil sich das Virus dadurch viel besser unter den Menschen ausbreiten konnte. "Es ist aber schwer bis unmöglich zu wissen, welches der beiden Szenarien am ehesten zutrifft", so Andrew Rambaut von der University of Edinburgh (Großbritannien).

Autor:

Ted Knops aus Wien

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

28 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!


Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen