Nur wenige Wochen Zeit
Gefährliche Impflücke bei Älteren

Omikron stellt vor allem für Betagte und Hochbetagte eine Gefahr dar. Zudem klafft besonders in dieser Gruppe weiterhin eine Impflücke, warnte Komplexitätsforscher Peter Klimek.
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  • Omikron stellt vor allem für Betagte und Hochbetagte eine Gefahr dar. Zudem klafft besonders in dieser Gruppe weiterhin eine Impflücke, warnte Komplexitätsforscher Peter Klimek.
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Die Omikron-Welle nimmt nun auch in Österreich weiter Fahrt auf. Dies stellt eine besondere Gefahr für Menschen mit Vorerkrankungen und vor allem Betagte und Hochbetagte dar. Zudem klafft besonders in dieser Gruppe weiterhin eine Impflücke, warnte Komplexitätsforscher Peter Klimek.

ÖSTERREICH. Laut ersten Daten anderer Ländern könnte die Omikron-Variante des Corona-Virus zwar zu weniger schweren Verläufen als etwa bei der Delta-Mutation führen, dennoch bleiben Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen hier besonders gefährdet. Allerdings zeigen Daten, dass die Omikron-Welle dort, wo um die 90 Prozent der über 60-Jährigen die Auffrischungsimpfung erhalten haben, relativ glimpflich verlaufe. 

Nur wenige Wochen um "Impflücke" zu schließen

Derzeit müsse man alles versuchen, um die älteren Menschen in Österreich zur Boosterimpfung zu bewegen. Hierzulande haben aktuell weit weniger als 90 Prozent der über 60-Jährigen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die Zeit drängt, denn zum Schließen dieser "Impflücke" blieben nur noch wenige Wochen Zeit, so Klimek. Im Nachbarland Deutschland warnte auch Virologe Christian Drosten vor den Gefahren dieser Impflücke.

Trügerischer Anschein

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Altersgruppen ab 65 mit aktiven Impfzertifikaten zwischen 87 und 91 Prozent die höchsten Durchimpfungsraten aufweisen. Bei genauerem Hinsehen offenbart sich jedoch die gefährliche Lücke. Rund 40.000 aller über 75-Jährigen sind überhaupt nicht geimpft und rund 83.000 weitere ungeimpfte Menschen gibt es bei den 65- bis 74-Jährigen.

Studie bestätigt Wirksamkeit der Boosterimpfung für Ältere

Eine britische Studie bestätigte die Wirksamkeit der Boosterimpfungen für Senioren. Demnach biete diese auch bei einer Infektion mit der Omikron-Variante einen hohen Schutz vor einem schweren Verlauf, so die britische Gesundheitsbehörde UKHSA. So liege der Schutz vor einer Einlieferung ins Spital drei Monate nach der Drittimpfung bei rund 90 Prozent, so die britische Gesundheitsbehörde. Bei zwei Impfdosen liege dieser Schutz nur mehr bei rund 70 Prozent, nach sechs Monaten sogar nur mehr bei 50 Prozent.

Todesstatistik zeigt klares Bild

Auch der Blick auf die Todesstatistik scheint dies zu bestätigen. Laut AGES-Zählung sind bisher bundesweit rund 13.500 an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Davon waren 45 Prozent älter als 84, 77 Prozent 75 oder älter und fast 92 Prozent gehörten der Altersgruppe ab 65 Jahren an. Im Herbst 2020 lag Österreich zeitweise bei der Sterberate sogar im traurigen Spitzenfeld – hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung. Auch im März 2021 wies Österreich zeitweise wieder eine sehr hohe coronabedingte Sterberate auf, obwohl die Impfung bereits verfügbar war.

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