Vorhofflimmern wird früher erkannt

Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen weltweit.
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  • hochgeladen von Natalie Nietsch

Vorhofflimmern ist heute deutlich häufiger als noch vor 50 Jahren. Im Verlauf dieser vergangenen Jahrzehnte hat sich die Diagnose der Erkrankung vervierfacht. Das liegt vor allem an den verbesserten Diagnosemethoden, aber auch an regelmäßiger absolvierten Vorsorgeuntersuchungen.

Die Vorteile für die betroffenen PatientInnen liegen auf der Hand: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser kann sie auch behandelt werden, was die Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich verbessert. Zu diesen Ergebnissen kam eine britische Studiengruppe, die 9.500 Patientendaten aus der renommierten „Framingham-Studie“ analysierte. Die Studie lief von 1958 bis 2008.

Die Studienergebnisse

16 Prozent der PatientInnen entwickelten im Laufe der Zeit ein Vorhofflimmern. Allerdings sank während der untersuchten 50 Jahre die Sterberate um ein Viertel. Das ist nicht zuletzt einer gesünderen Lebensführung geschuldet. Rauchten Ende der 50er Jahre noch 41 Prozent der PatientInnen mit neu diagnostiziertem Vorhofflimmern, so waren es in den Jahren ab 2000 nur noch knapp 13 Prozent. In diesem Zeitraum sank auch der Anteil jener Erkrankten, die viel oder moderat Alkohol zu sich nahmen (von zehn auf fünf Prozent). Und auch der Blutdruck war bei den PatientInnen aus jüngeren Vergangenheit deutlich niedriger als bei den früher diagnostizierten PatientInnen mit Vorhofflimmern: Ende der 50er Jahre wiesen noch 39 Prozent einen Blutdruck über 160 mmHg auf. In den Nullerjahren waren es nur noch 17 Prozent.

Hauptauslöser für Vorhofflimmern ist heute starkes Übergewicht. Die anderen Risikofaktoren für die Erkrankung haben sich dagegen nicht verändert. Dazu gehören hohes Alter, Linksherzvergrößerung, Bluthochdruck, Herzschwäche und Diabetes.

Die britische Forschergruppe kommt zum Schluss, dass die Diagnose Vorhofflimmern deshalb häufiger gestellt wird, weil RisikopatientInnen früher auf Herzrhythmusstörungen untersucht werden. Im Vergleich zu den 50er Jahren hatte sich zudem die Sterberate bei PatientInnen mit Vorhofflimmern um ein Viertel verringert.

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