Traurige Bilanz
68 Fußgänger starben 2019 bei Verkehrsunfällen

Das Jahr 2019 war für Fußgänger auf Österreichs Straßen besonders gefährlich.

Im Vorjahr verloren 68 Fußgängerinnen und Fußgänger bei Verkehrsunfällen in Österreich ihr Leben. Vor allem die tödlichen Unfälle von älteren Menschen und von Kindern haben massiv zugenommen, macht der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) aufmerksam. Jeder dritte tödliche Fußgängerunfall mit Fremdverschulden wurde von Lkw oder Klein-Lkw verursacht.

ÖSTERREICH. Während die Anzahl der Verkehrstoten mit 410 auf dem gleichen Niveau blieb, ist die Anzahl der getöteten Fußgänger im abgelaufenen Jahr um 21 gestiegen. Besonders tragisch: Sechs der Todesopfer waren Kinder. 2018 starb kein einziges Kind beim Überqueren der Straße, wie aktuelle Zahlen aus dem Innenministerium zeigen. 
 
Eine weitere Risikogruppe stellt auch ältere Menschen. Jedes zweites Todesopfer war 75 oder älter. Besonders in der Altersgruppe 75 plus stieg die Zahl der Fußgänger um zwölf an. VCÖ-Sprecher Christian Gratzer nimmt die aktuelle Statistik zum Anlass,  kindergerechte Maßnahmen zu fordern: "Unser Verkehrssystem nimmt ausgerechnet auf die Schwächsten, nämlich auf Kinder und auf ältere Menschen, viel zu wenig Rücksicht. Österreich braucht rasch Maßnahmen für eine kindgerechte und seniorengerechte Verkehrsplanung." Ein Fehler dürfe nicht mit schwersten oder gar tödlichen Verletzungen bestraft werden.

"Fehler nicht mit Verletzungen bestrafen"

Zu den gefährlichsten Plätzen für Fußgänger zählt vor allem das Ortsgebiet. Hier starben sieben von zehn Fußgängern. Der VCÖ spricht sich für Verkehrsberuhigung in Wohngebieten, eine Forcierung von Begegnungszonen und Tempo 30 statt 50 aus. So könnten nach Ansicht von Gratzer Autos und LKW rechtzeitig stehen bleiben "oder der Zusammenstoß passiert mit geringerer Geschwindigkeit", wenn ein Kind oder auch eine ältere Person plötzlich die Straße betritt.

Wichtig seien im Ortsgebiet zudem übersichtliche Straßenübergänge, damit Kinder, die die Straße überqueren möchten, von Autofahrern rechtzeitig gesehen werden können. Für ältere Menschen sind bei Fußgänger-Ampeln längere Grünphasen und kürzere Rotphasen sehr wichtig.

Oberösterreich mit den meisten tödlichen Unfällen

Im Bundesländer-Vergleich gab es im Vorjahr in Oberösterreich die meisten tödlichen Fußgängerunfälle (15 Todesopfer), in Niederösterreich kamen zehn Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben, in Kärnten und der Steiermark jeweils acht.

Anzahl der tödlichen Fußgängerunfälle im Jahr 2019:
  • Oberösterreich 15 Todesopfer
  • Niederösterreich: 10 Todesopfer
  • Kärnten: 8 Todesopfer
  • Steiermark: 8 Todesopfer
  • Wien: 7 Todesopfer
  • Salzburg: 7 Todesopfer
  • Tirol: 6 Todesopfer
  • Vorarlberg: 4 Todesopfer
  • Burgenland: 3 Todesopfer
Anzahl der Verkehrstoten blieb 2018 konstant

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