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Corona-Virus: Regierung bereitet 38 Milliarden Euro für Hilfspaket vor, Flachau unter Quarantäne

Finanzminister Gernot Blümel kündigt am Mittwoch an , dass die Bundesregierung ein bis zu 38 Milliarden großes Hilfspaket schnüren wird.
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  • Finanzminister Gernot Blümel kündigt am Mittwoch an , dass die Bundesregierung ein bis zu 38 Milliarden großes Hilfspaket schnüren wird.
  • Foto: BKA/Andy Wenzel
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Zwei Steirer, beide 80 Jahre alt, und eine erst 27-jährige (!) Oberösterreicherin sind heute am Corona-Virus gestorben. Deutschland genehmigt endlich die Ausfuhr von dringen benötigter Schutzausrüstung. Flachau in Salzburg wird im Laufe des Tages unter Quarantäne gestellt. An der Grenze zu Ungarn hat sich ein kilometerlanger Stau gebildet. Vizekanzler Kogler appelliert: "Alle, die in den letzten Wochen aus Tirol gekommen sind, sollen sich in Selbstisolation begeben."

  • Die aktuelle Zahl (Stand: Mittwoch 8 Uhr) der Covid-19-Fälle in Österreich liegt bei 1.471
  • 38-Milliarden-Euro schweres Hilfspaket in Vorbereitung 
  • Drei weitere Todesopfer: Zwei in der Steiermark, eines in Oberösterreich
  • Flachau wird unter Quarantäne gestellt
  • Strabag schließt alle Baustellen: 11.000 Mitarbeiter arbeitslos.
  • Über 45 Kilometer langer Grenzstau in Nickelsdorf
  • Budget 2020: Nulldefizit fällt
  • Zentralmatura verschoben

ÖSTERREICH. Wir, die Regionalmedien Austria, versuchen an dieser Stelle objektiv und unaufgeregt über den aktuellen Status Quo zum Corona-Virus in Österreich zu berichten. Informations-Hotline: 0800 555 621. Bei Verdacht wählen Sie die Hotline 1450.

Regierung kündigt Maßnahmenpaket in Höhe von 38 Milliarden Euro an
Das Budget werde ganz anders ausfallen, als er sich das vor einer Woche gedacht habe, so Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Mittwoch. "Wir wissen nicht, welche Zahlen im Rechnungsabschluss drinnen stehen. Es ist auch in budgetärer Hinsicht eine Ausnahmesituation." Priorität sei, zu tun, was notwendig ist, um den Menschen zu helfen. Neben den bisher angekündigten vier Milliarden Euro Soforthilfe sollen weitere neun Milliarden für Garantien und Haftungen für Kredite und 15 Milliarden für Notfallhilfe für Branchen geben, die es hart getroffen habe. Dazu kommen zehn Milliarden an Steuerstundungen, so Finanzminister Blümel. Dies sei "notwendig und gerecht", so Kanzler Kurz, da Unternehmen zum Teil die Geschäftsgrundlage weggebrochen sei. Daher müsse die Liquidität gewährleistet sein.

Maßnahmen zeigen Wirkung 
Ab sofort Tickert für Sie RMA-Redakteurin Julia Schmidbaur. In einer Pressekonferenz nach dem Ministerrat am Mittwoch sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), dass die Daten, die man habe, zeigten, dass die Maßnahmen gut wirken würden. Daher werde es österreichweit derzeit keine Verschärfung der Maßnahmen geben.

27-Jährige Oberösterreicherin stirbt an Corona-Infektion
Das jüngste bedauerliche Todesopfer: Eine erst 27-jährige Linzerin stirbt heute am Corona-Virus. Laut Landessanitätsdirektion war die Frau wegen schwerer Vorerkrankungen bereits länger im Kepler Universitätsklinikum in Behandlung. Es handelt sich um den ersten Corona-Todesfall in Oberösterreich. Es ist der sechste in Österreich.

Strabag stellt alle Baustellen in Österreich ein
Die Strabag wird heute wegen der Corona-Krise alle Baustellen in Österreich schließen. Man könne den Mindestabstand zwischen Arbeitern nicht gewährleisten, außerdem sei die Lieferkette nicht sichergestellt, so der größte Baukonzern Österreichs.  Alle 11.000 Mitarbeiter wurden beim Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung angemeldet.

Niederösterreich: 58 neu Infizierte, die meisten in Tulln
Wie der niederösterreichische Sanitätsstab heute, Mittwoch, mit Stand 10.30 Uhr informiert, wurden bisher 1.806 Personen in Niederösterreich aufgrund eines Verdachts auf das Coronavirus getestet. Von diesen 1.806 Testungen fielen 1.375 negativ aus, 239 positiv. 192 sind noch in Prüfung und daher offen. Zwei von den 239 positiv getesteten Personen sind genesen. Die im Vergleich zum gestrigen Tag 58 weiteren Fälle stammen aus den Bezirken Amstetten (5), Bruck an der Leitha (3), Baden (4), Korneuburg (3), Krems-Magistrat (1), Mödling (8), Melk (3), Mistelbach (4), Neunkirchen (8), St. Pölten-Land (5), Scheibbs (1), Tulln (12) und Waidhofen an der Thaya (1). Hier geht's zum Artikel.

Gemeinde Flachau in Salzburg wird heute unter Quarantäne gestellt
Derzeit sind in Flachau drei Personen mit dem Corona-Virus infiziert, eben wurde bekannt, dass die Gemeinde im Laufe des Tages ebenso unter Quarantäne gestellt wird. Das sagte der Bürgermeisters Thomas Oberreiter (ÖVP). Es ist mit Sperren der Straßenverbindungen zu rechnen, der Bürgermeister bittet alle Anrainer, zu Hause zu bleiben. Hier geht's zum Artikel.

Zwei weitere Todesopfer in der Steiermark
Laut Medienberichten betrauert man in der Steiermark zwei weitere Opfer des Corona-Virus. Die KAGes bestätigte einen Fall in Graz und einen in Graz Umgebung. Das berichtet der ORF. Es handelt sich um zwei Männer, beide 80 Jahre alt. Beide Männer waren infiziert und sind im Krankenhaus gestorben. Damit gibt es in der Steiermark bereits drei Todesopfer. Am Montag war eine 76-jährige Frau aus einem Hartberger Altersheim verstorben. Die Zahl der Covid-19-Todesopfer in Österreich erhöht sich damit schon auf fünf Personen. Hier geht's zum Artikel.

Lkw mit Schutzausrüstung, die an der Grenze feststeckten, konnten nun passieren
Jene Lkw mit medizinischer Schutzausrüstung, die dringend in Österreich benötigt werden, dürfen nun endlich weiterfahren. Tagelang steckte eine Lkw-Ladung voller Atemschutzmasken an der deutschen Grenze fest und wurde an der Einreise nach Oberösterreich gehindert. 

Tirol: Erster Corona-Fall in einem Pflegeheim
In einem Altersheim in Aldrans im Bezirk Innsbruck-Land sei nun der erste Corona-Fall in einem Pflegeheim aufgetreten. Laut Medienberichten habe ein Heimbewohner über Fieber geklagt. Er befindet sich nun unter Quarantäne. Er hatte sich trotz Besuchsverbot mit seiner Freundin getroffen und zwölf Tage vor dem Auftreten der Symptome Besuch von seinem Sohn aus Südtirol. Nun gibt es auch den ersten bestätigten Fall im Zillertal. Kürzlich wurde der Mitarbeiter eines Hotels in Mayrhofen positiv auf das Virus getestet. Hier geht's zum Artikel.

Budgeterklärung: 2020 mit Defizit von einem Prozent
Finanzminister Gernot Blümel erklärt, dass es ob der Corona-Krise 2020 kein Nulldefizit geben werde. Man rutsche in die roten Zahlen. Konkret  wird die Wirtschaftskrise ein Defizit von zumindest einem Prozent der Wirtschaftsleistung verursachen. Dies sei aber eine Momentaufnahme, so der Minister. Und: "Wenn es mehr Geld braucht, wird es dies auch geben." Hier geht's zum Artikel.

Tirol: Zwei weitere Personen sind wieder gesund, erneut 56 positive Corona-Testungen
Seit Beginn des Ausbruchs der Covid-19-Erkrankung steigt die Zahl der erkrankten Tiroler laufend an. Nun gibt es gute Nachrichten: Zwei weitere Personen sind genesen, jedoch fielen 56 Testungen positiv aus. Jene beiden Norweger, die am 6. März in Innsbruck positiv getestet wurden, sind nun wieder gesund. Sie wurden nach den positiven Tests am 6. März in der Innsbrucker Klinik behandelt und isoliert. Im Laufe des gestrigen Abends bis heute, Mittwochvormittag, wurden in Tirol 56 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Bei allen positiven Ergebnissen läuft derzeit die routinemäßige Nachverfolgung der Kontaktpersonen – diese werden ermittelt und über die weitere Vorgehensweise informiert. Hier geht's zum Artikel.

"Arbeitslosenzahlen werden massiv steigen"
Dies prognostiziert Petra Draxl, Chefin des AMS Wien. In der Mittwochsausgabe der Presse sagt sie: "Der Punkt ist, wir haben so etwas noch nie erlebt. Es gibt auch keine Szenarienrechnungen für so etwas. Alles hängt davon ab, wie gut wir die Krankheit in den nächsten Wochen eindämmen können. Der nächste Schwerpunkt wird sein, dass wir die vielen Anträge auf die neue Kurzarbeit bearbeiten müssen." Bis Montag hätten bereits 450 Firmen Anträge auf Kurzarbeit beim AMS gestellt. Das Antragsformular für die Kurzarbeit soll  noch am Mittwoch auf der AMS-Homepage online gehen.

Faßmann denkt noch nicht an Verschiebung der Sommerferien
Auf die Frage, ob man wegen der Coronavirus-Pandemie eine Verschiebung der Sommerferien erwäge, antwortete Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) heute Morgen im Ö1-"Morgenjournal": "Meine größere Sorge als die Frage, was im Sommer sein wird, ist die Frage, wie wir die nächsten Wochen gestalten werden." Der Lehrplan sei nur ein Rahmenlehrplan und nicht die treibende Kraft, "um zwangsläufig in den Sommer hineinzugehen", so Faßmann. Bis zum Sommer seien es noch drei Monate, das sei noch ein "langer Zeitraum". Hier geht's zum Artikel.

Kärntner Transporteure: Gesperrte Parkplätze sind Problem
Eine Personengruppe, die momentan Außergewöhnliches leistet, sind die Kärntner Transporteure und Güterbeförderer. Sie sind im Dauereinsatz, denn ohne sie würde der Warenaustausch zum Erliegen kommen. Für sie gilt derzeit auch per Erlass die Aussetzung der Lenk- und Ruhezeiten.
Doch auch die stehen vor großen Problemen, berichten Bruno Urschitz, Fachgruppenobmann, und Gerhard Eschig, Geschäftsführer der Sparte Spedition und Logistik der Kärntner Wirtschaftskammer.
Die Parkplätze an den Autobahnen sind gesperrt. Hier geht's zum Artikel.

Bildungsminister beruft jetzt Schulärzte ein
"Der Ausfall Ihres regulären Dienstes als Schularzt in Bundesschulen macht es Ihnen möglich, in anderen Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen mitzuhelfen." Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) appelliert nun an die rund 500 Schulärzte, wegen der aktuellen Notlage in anderen Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen mitzuhelfen. Auch Schulpsychologen sollen nun in der Corona-Krise mithelfen. Faßmann denkt etwa an eine Mitwirkung bei "Rat auf Draht".

Ärztekammer warnt: Spitäler müssen maximal geschützt werden
Fix eingesetzte, rotierende Teams über längere Zeit können helfen, bei Infektionen und Quarantänefällen den Spitalsbetrieb aufrecht zu erhalten, sagt Harald Mayer, Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte der Österreichischen Ärztekammer: „Eine Verbreitung der Infektionen durch die vielen Kontakte in Spitälern lässt sich eindämmen, wenn die Spitalsmitarbeiter alle in klar definierten, fixen Teams für längere Zeit gemeinsam arbeiten.“ Das heißt: Statt häufig wechselnden Teammitgliedern arbeiten dieselben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im medizinischen Bereich über eine gewisse Zeit zusammen. Diese Teams rotieren geblockt. „So können wir auch bei Quarantäne- und Krankheitsfällen einen Spitalsbetrieb aufrechterhalten, denn bis die Quarantäne um oder die Krankheit ausgestanden ist, können die anderen Teams arbeiten“, sagt Mayer.

Van der Bellen dankt allen Helfern via Facebook
Bundespräsident Alexander van der Bellen bedankt sich via Facebook bei allen Menschen, die in Österreich derzeit die Grundversorgung sicherstellen. "Vielen Dank an Alle, die derzeit in ganz Österreich hart daran arbeiten, die Coronakrise zu meistern! Wenn auch Sie gerade die Versorgung in unserem Land sicherstellen, lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen! Und für alle anderen gilt: #schauaufdich und #bleibzuhause Danke!"

Schutzausrüstung hängt in Deutschland fest
"Wir haben zu wenig Masken und Schutzausrüstung", so der Wiener Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres am Dienstag in der ORF-Sendung "Wien Heute". Viele LKW sollen an der Deutsch-Österreichischen Grenze festhängen. "Ich habe die letzten zwei Tage damit verbracht, dass ich versucht habe, LKW, die an der Grenze zu Österreich – Deutschland stehen, loseise. Das ist Ware, die bereits von Österreich bezahlt wurde und nicht über die Grenze gelassen wird", so Szekeres. Hier geht's zum Artikel. 

Aktuelle Zahlen: 1.471 Österreicher sind am Corona-Virus infiziert
Laut Gesundheitsministerium sind mit Stand 18. März um 08:00 Uhr 1.471 Österreicher mit SARS-CoV-2 infiziert. Das ist ein Anstieg von knapp 30 Prozent im Vergleich zu Dienstagmorgen. Bisher wurden 11.977 Testungen durchgeführt. Neun Personen sind genesen. Vier Österreicher sind verstorben.
Die Zahlen nach Bundesländern: Tirol (352), Oberösterreich (285), Niederösterreich (237), Steiermark (188), Wien (180), Vorarlberg (107), Salzburg (80), Kärnten (29) und Burgenland (13).

Burgenland: Kilometerlanger Stau vor Grenze in Nickelsdorf
Mittwochfrüh bildete sich an der ungarische Grenze beim Grenzübergang in Nickelsdorf erneut ein kilometerlanger Stau. Nachdem Ungarn die Grenze um 5.00 Uhr wieder geschlossen hatte, bildeten sich auf der Ostautobahn ein 28 Kilometer langer Lkw- und ein 14 Kilometer langer Pkw-Stau. Aktuell  gibt es keine Abfertigung, sagte ein Polizeisprecher. Laut Meldungen blockierten erneut wartende Personen den Grenzübergang. 

Erstmals seit 1953 keine Budgetrede
Die für heute geplante Budgetrede des Finanzministers wird abgesagt, erstmals seit 1953, darauf haben sich die Nationalratsparteien gestern Abend geeinigt. Stattdessen wird Finanzminister Gernot Blümel am Freitag eine Erklärung abgeben. Das sagt Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka gegenüber Ö1.

Oberösterreich: In Regau wurde ein "Drive-in" für Corona-Tests errichtet
Dienstag Früh wurde auf einem Parkplatz in Regau ein Zelt-Pavillon für Drive-in-Tests aufgebaut. "Die Einrichtung ist für Patienten mit leichten oder keinen Symptomen gedacht, die Probeentnahme erfolgt durch das geöffnete Autofenster", erklärt Jakob Kaltenbrunner vom Bezirksrettungskommando. Getestet wird nur bei begründetem Verdacht und ausschließlich auf Anweisung der Behörde. Die Personen müssen mobil sein und sich ausreichend fit fühlen, um den „Drive-in“ selbstständig anzufahren.Hier geht's zum Artikel.

Werden Sommerferien verkürzt?
Seit Montag sind 95 Prozent aller Schüler zuhause und sollen via E-Learning-Plattformen oder von den Eltern unterrichtet werden. Homeschooling, also Hausunterricht, ist das Schlagwort. Aufgrund der Krise und der aktuellen Lage wird nun überlegt, ob man die neun Wochen langen Sommerferien verkürzen könnte. Das wird erst nach Ostern beschlossen, sagt der Bildungsminister Heinz Faßmann im Ö1-Journal. Die Zentralmatura werde auf jeden Fall bis Mitte Mai verschoben.

Nach zwei infizierten Ärzten am AKH nun massive Kritik: Masterplan fehlt
Nachdem am AKH zwei Ärzte positiv getestet wurden spitzt sich die Lage zu. Ärzte klagen über den Mangel eines Masterplans für den Ausbruch des Virus. Ein  führender Mediziner beklagt im Standard "das Fehlen eines Masterplans, wenn die Anzahl der Coronafälle in Österreich diese Woche explodieren wird und man Infizierte auch im Spital haben werde." Ein Arzt am AKH sagt laut Medienberichten: "Wir sind jetzt drei Wochen zu spät dran. Es mangelt an Schutzanzügen, an Masken, an Schutzbrillen, und man sagt uns, dass das bestellt ist, aber irgendwo an der deutschen Grenzen festsitzt".

Niederösterreich: Krankenschwester in St. Pölten mit Corona infiziert
Eine Mitarbeiterin des Universitätsklinikums in der Landeshauptstadt St. Pölten wurde positiv getestet. Acht weitere Krankenhausmitarbeiter wurden vom Dienst freigestellt. Das bestätigt Landeskliniksprecher Bernhard Jany. Hier geht's zum Artikel.

30 Kilometer langer Stau an Grenze zu Ungarn
Weil Ungarn die Grenzen für den Verkehr aus Österreich geschlossen hatte, stecken zahlreiche in Nickelsdorf fest. Laut Ö1 hat sich nun ein 30 Kilometer langer Stau gebildet. Vor allem Autofahrer aus Rumänien und Bulgarien wollen nach Hause, dürfen aber momentan nicht weiter.

Steiermark: Das sind die Helden dieser Stadt
Die WOCHE holt die Helden vor den Vorhang, die – nicht nur jetzt – Großartiges für Graz und Grazer leisten. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten ist selbstverständlich gewährleistet. Auch der Öffentliche Verkehr, die Sicherheit und Kinderbetreuung funktionieren einwandfrei. Es sind genau jene Menschen, die hinter diesen Tätigkeiten stecken, die unser System derzeit am Leben halten und Übermenschliches leisten. Die WOCHE sagt „Danke“ und fragt, wie ihre Arbeitssituation ist und was ihre Mitbürger tun können, um sie zu entlasten und unterstützen. Hier geht's zum Artikel.

Niederösterreich: Ferienidyll wird zum Corona-Alptraum
Peter und Elfriede Friesenbichler lieben die Kanareninsel Lanzarote. Die Insel ließ das Künstlerehepaar schon gedanklich nie los. Doch jetzt - in Coronazeiten - durften sie nicht abreisen und saßen tagelang auf der Vulkaninsel fest. Das war dann doch entnervend. Hier geht's zum Artikel.

Zentralmatura verschoben
Der Haupttermin der Matura wird um mindestens zwei Wochen verschoben. Das kündigte ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmannie an. Die Verlegung betrifft sowohl die vom 5. bis 13. Mai geplante schriftliche Zentralmatura als auch die mündlichen Reifeprüfungen. Konkret sagt Faßmann auf eine Frage zu einer Maturaverschiebung im „Kurier“: „Vor Mitte Mai, vor dem 18.5., werden wir keine Matura ansetzen."

Steiermark: Trotz Krise bleibt Graz mehr als nur handlungsfähig
Das öffentliche Leben ist eingeschränkt, wichtige Dienstleistungen der Holding Graz gibt es weiterhin.Das grassierende Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben auch starke Auswirkungen auf die Tätigkeitsbereiche der Holding Graz. Hier geht's zum Artikel.

AKH hat 90-Minuten-Tests
Bisher dauerte es mehr als vier Stunden an reiner Laborzeit, bis nach einem Abstrich ein Ergebnis vorlag. Jetzt hat das Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) mittlerweile Tests, die nur mehr 90 Minuten dauern. Das sagt Florian Thalhammer von der Abteilung für Infektionen MedUni Wien/AKH Dienstagabend in der ZIB2.

Spitäler haben zu wenig Schutzausrüstung
„Wir haben zu wenig Masken und Schutzausrüstung", sagt Wiens Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres am Dienstag. „Ich habe die letzten zwei Tage damit verbracht, dass ich versucht habe, Lkw, die an der Grenze zu Österreich – Deutschland stehen, loseise. Das ist Ware, die bereits von Österreich bezahlt wurde und nicht über die Grenze gelassen wird.“ Als Grund vermutet Szekeres, dass Deutschland selbst zu wenig Masken hat und diesen Transport zurückhält.

Tirol als Risikogebiet
Florian Thalhammer von der Abteilung für Infektionen MedUni Wien/AKH sagt in der ZIB 2 dass das ganze Bundesland Tirol als Risikogebiet erachtet wird. Laut dem Experten sollen nicht nur Menschen mit Symptomen, die in den Risikostaaten Italien, Iran und China waren, einem SARS-CoV-2-Test unterzogen werden, sondern auch jene aus Tirol, da dieses als Risikogebiet zählt. Demnach müssen sich nicht nur Heimkehrer aus Risikoländern wie Italien oder dem Iran sowie aus den unter Quarantäne gestellten Gebieten in Tirol, Vorarlberg und Kärnten für 14 Tage isolieren, sondern alle, die in den letzten zwei Wochen irgendwo in Tirol waren. Dies sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) Dienstag auf "Puls 4" und via Twitter:

Auch Skigebiete Sölden und St. Christoph sperren
Die Tiroler Orte Sölden im Ötztal sowie St. Christoph am Arlberg sind heute Abend aufgrund des Corona-Virus unter Quarantäne gestellt worden. Bereits in der Vorwoche waren St. Anton am Arlberg und die Paznauner Gemeinden Galtür, Ischgl, Kappl und See gesperrt worden. Mehr dazu hier.

EU verhängt Einreiseverbot für 30 Tage
Die Europäische Union will die EU-Außengrenzen schließen. Das bestätigte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag und sprach von Einreiserestriktionen für Nicht-EU-Bürger. Das Einreiseverbot soll 30 Tage dauern. Es gibt aber Ausnahmen. Ein freier Warenverkehr müsse zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Binnenmarktes aufrecht erhalten werden. Auch Pendler sollen weiter Grenzen überschreiten dürfen.

Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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