Vorboten des Klimawandels?
Experten uneinig über Sturmserie

Das Lavanttal wurde von einem Unwetter heimgesucht. Unwetter-Fotos vom 01.07.2017
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  • Das Lavanttal wurde von einem Unwetter heimgesucht. Unwetter-Fotos vom 01.07.2017
  • Foto: Manuel Gosch
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Bereits drei Stürme hat es diesen Februar gegeben. Erst am Sonntag sorgte das Sturmtief "Yulia" mit Sturmböen in Orkanstärke für zahlreiche Schäden und Feuerwehreinsätze im ganzen Land. Auch die Temperaturen im Februar scheinen recht ungewöhnlich zu sein. Mancherorts kletterte das Thermometer schon auf 20 Grad.

ÖSTERREICH. Es scheint so als würde das Wetter verrückt spielen. Die Stürme häufen sich und die Temperaturen wirken für den Winter untypisch. Laut der ORF-Wetterredaktion gebe es zwar eine Häufung dieser Wetterereignisse, für die Jahreszeit sei dies aber nicht ungewöhnlich. 

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Starkwindband zieht nach Europa

Laut dem ORF ist die großräumige Wetterlage für die Sturmserie verantwortlich. Ein Starkwindband soll derzeit von Nordamerika über den Atlantik nach Europa ziehen. In den Regionen, über die das Windband, der sogenannte Jetstream zieht, kann es dann zu starken Winden und Stürmen kommen. In der Regel sind eher Regionen in Großbritannien und Skandinavien betroffen und nicht wie zur Zeit der Alpenraum.

In der Tränkesiedlung wurde ein Baum umgerissen. Er fiel auf ein Nachbarhaus.
  • In der Tränkesiedlung wurde ein Baum umgerissen. Er fiel auf ein Nachbarhaus.
  • Foto: Zoom Tirol
  • hochgeladen von Günther Reichel

Häufung von Stürmen nicht ungewöhnlich

Tiefdruckgebiete wie zuletzt "Yulia" und ungewöhnlich hohe Temperaturen sollen diese Ereignisse verstärken. Vielerorts zeigte das Thermometer um die 20 Grad an, in Innsbruck sogar beinahe 21 Grad. Die Kombination von hohen Windgeschwindigkeiten und hohen Temperaturunterschieden sorgte für diese Häufung der Stürme. Laut Expertenmeinungen seien solche Sturmserien zwar selten, aber nicht ungewöhnlich und könnten noch als normal eingeschätzt werden. Mehrere Stürme binnen einer Woche seien immer wieder zu beobachten. Um einen Zusammenhang der Stürme mit dem Klimawandel orten zu können, müsste man längere Zeiträume beobachten. 

 

Stürme sind "hausgemacht"

Die Meinung des Wetterexperten Christian Csekits von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) deckt sich nur teilweise mit der Meinung der ORF-Experten. Laut Csekit seien die orkanartigen Stürme auf die extrem warmen Temperaturen zurückzuführen. Zwar gebe es Jahre, die sturmanfälliger seien als andere, aber für den Meteorologen sei ein Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht von der Hand zu weisen. "Diese warmen Luftmassen kommen mittlerweile viel weiter nach Norden und stoßen dort auf die liegenden kalten. Damit ist dieser Sturm durchaus hausgemacht, würde ich sagen", so Csekit gegenüber der Kronen Zeitung.

Wärmer als im März

Zwar sei die Häufung von Stürmen nichts Ungewöhnliches, die Temperaturen hingegen sprechen eine andere Sprache. Schon vor dem Ende des Wintermonats steht fest, der Februar wird wohl einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. So sollen die Temperaturen circa vier Grad über dem langjährigen Schnitt liegen. In manchen Regionen waren die Mittelwerte sogar höher, als im März zu erwarten gewesen wäre. Das Wetter ist seiner Zeit quasi einen Monat voraus. 

Quelle:
ORF Wetter 

Sturmtief "Yulia" sorgte für heftige Sturmböen
Sturmtief "Sabine" wütet über Österreich
Sturmtief "Petra" wütete über Österreich
Autor:

Ted Knops aus Wien

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