Jugend nutzt Handy
Großteil der Kartenzahlungen erfolgt kontaktlos

Bargeldlose Zahlungen im Geschäft erfolgen zu 86 Prozent kontaktlos.
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86 Prozent der Kartenzahlungen im Geschäft finden kontaktlos statt. Rund ein Drittel der Jugendlichen bezahlt mit dem Handy. Über 80 Prozent wissen über eine Zahlungsfunktion auf Smartwatch und Ähnlichem Bescheid.

ÖSTERREICH. Erstmalig wurde in Österreich der durchgeführte Digital Payment Index (DPI) von Mastercard durchgeführt. Untersucht wird dabei die Entwicklung des Bezahlverhaltens der Österreicherinnen und Österreicher hinsichtlich digitaler Zahlungsmethoden. Befragt wurden 1.000 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Österreich erreichte einen DPI von 60 aus 100. Dieser setzt sich zusammen aus den Kategorien Infrastruktur, Wissen und Nutzung.

Gute Infrastruktur im stationären Handel

Glaubt man dem DPI ist die Infrastruktur für bargeldloses Bezahlen in Österreich stark ausgebaut. Im stationären Handel sind Kartenzahlung und Bargeld die beiden gängigen Methoden. Große Handelsketten sind führend bei der Kartenakzeptanz. Kleinere Betriebe wie Fahrdienstleister oder einige wenige Gastronomen bieten seltener Kartenzahlung an.

Der bei Mastercard Austria für die Digitale Unternehmensentwicklung zuständige Piotr Kwasniak will das in Zukunft ändern:

"Nachdem der Handel bei der Kartenakzeptanz bereits sehr gut aufgestellt ist, liegt unser Fokus für die kommenden Jahre auf dem Ausbau der Akzeptanz in spezielleren Anwendungsfällen, wie beispielsweise bei Kleinsthändlern oder Veranstaltungen. Ein Schlüssel dazu ist unser ‚Tap on Phone‘-Konzept. Es ermöglicht UserInnen, ihr Mobiltelefon als Terminal zu verwenden, auf das KonsumentInnen zum Zahlen einfach ihre Karten tappen können."

So könnten auch Alternativen zur Karte wie Mobile Geldbörsen von Banken, ApplePay, GooglePay oder Wearables – beispielsweise Smartwatches – häufiger zum Einsatz kommen. Die Mehrheit der Banken stellt diese in Österreich bereits zu Verfügung. Im Onlinehandel gibt es weit mehr Bezahlmöglichkeiten. Am häufigsten angeboten, werden Kartenzahlung, Kauf auf Rechnung, Überweisung, Lastschrift und Wallet-Anbieter wie PayPal.

Mehr Wissen über bekannte Zahlungsmethoden

Je gängiger eine Zahlungsmethode, desto besser das Wissen darüber. 83 Prozent der Befragten geben an sich sehr gut mit Kartenzahlung auszukennen. Bei der Zahlung mit Wearables wie der Smartwatch sind es nur noch 36 Prozent, beim Bezahlen mit Barcode gerade einmal 26 Prozent. Das Zahlen mit Bargeld bleibt die beliebteste Methode. Bargeldbehebungen beliefen sich im letzten Jahr auf 47 Milliarden Euro, während 41 Milliarden Euro durch Kartenzahlungen umgesetzt wurden.

Je bekannter eine Zahlungsmethode ist, desto mehr wissen die Leute darüber.
  • Je bekannter eine Zahlungsmethode ist, desto mehr wissen die Leute darüber.
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Nur vier Prozent der Österreicherinnen und Österreicher nutzen keine Bankomatkarte. Durch die Pandemie beschleunigte sich die Akzeptanz der kontaktlosen Kartenzahlung. Fast 90 Prozent nutzten diese im Jahr 2021. 
Wenig verbreitet ist das Bezahlen mit dem Handy. Davon machen lediglich 22 Prozent Gebrauch. Bei den Jugendlichen sind es immerhin schon 34 Prozent die mit dem Handy bezahlen und 29 Prozent wollen es in Zukunft auch tun.

Starkes Wachstum beim Onlinehandel

Seit der Umstellung der Bankomatkarte von Maestro auf Debit Mastercard ermöglichte das online bezahlen. 87 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer kennen diese Funktion und mehr als die Hälfte macht davon auch Gebrauch. Der Onlinehandel gewann unter anderem durch Lockdowns an Beliebtheit. 71 Prozent der Befragten kaufen seit der Pandemie vermehrt online ein, 85 Prozent tun das sogar mindestens einmal im Monat.

Country Manager von Mastercard Österreich Michael Brönner zeigt sich über diese Entwicklung erfreut:

"Durch die Umstellung der Bankomatkarte von Maestro auf das Nachfolgeprodukt Debit Mastercard ist diese nun als Schlüssel zum Bankkonto ebenfalls für Onlinezahlungen einsetzbar. Nachdem bereits über 80 Prozent der zirka 10 Millionen österreichischen Bankomatkarten auf die neue Debit Mastercard umgestellt wurden, ermöglichen wir damit allen BürgerInnen einen einfachen, schnellen und sicheren Zugang zum kontinuierlich an Bedeutung gewinnenden Onlinehandel."


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