Experte Klimek
Im schlechten Fall härtere Maßnahmen vor Ostern notwendig

Die Entwicklung der Fallzahlen gehe zu schnell, sagt Komplexitätsforscher Peter Klimek vom Complexity Science Hub Vienna (CSH) heute im Ö1-Morgenjournal. Über Öffnungen nachzudenken, sei daher nicht zielführend. Und weiter: Im schlechteren Fall werde es schon vor Ostern notwendig sein, mit schärferen Maßnahmen gegenzusteuern.
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Die Entwicklung der Fallzahlen gehe zu schnell, sagt Komplexitätsforscher Peter Klimek vom Complexity Science Hub Vienna (CSH) heute im Ö1-Morgenjournal. Über Öffnungen nachzudenken, sei daher nicht zielführend. Und weiter:  Im schlechteren Fall werde es schon vor Ostern notwendig sein, mit schärferen Maßnahmen gegenzusteuern.

ÖSTERREICH. Im Grunde würden alle wissen, was zu tun sei, so Klimek im Ö1-Morgenjournal, aber vielleicht brauche es einen "Weckruf" in Form einer "neuen Welle". Tatsächlich steigt die Zahl der Neuinfektionen, und auch die Sieben-Tage-Inzidenz geht nach oben, sie liegt aktuell bei 132. Vor einer Woche war diese noch bei 104 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner. "Wir haben Ende letzter Woche gesehen, dass wir da mit der Prognose von Anfang der Woche zu optimistisch waren", sagt der  Komplexitätsforscher.

Mutationen breiten sich rasch aus

Drei Gründe können den jüngsten Anstieg begünstigen: die Lockerungen, die hohe Testzahl und die Mutationen. "Da haben wir in den letzten Wochen gesehen, dass die Pandemie nicht unter Kontrolle ist mit dieser Variante. Diese Fälle verdoppeln sich alle zwei bis vier Wochen", so Klimek. Laut Ö1 sei die Briten-Mutante im Burgenland bereits bei 75 Prozent aller Neuinfektionen entdeckt worden, in Wien und Niederösterreich sollen es bereits mehr als die Hälfte sein.

Lockdown vor Ostern?

Das Wachstum der Neuinfektionen könne auch der Experte nur schätzen: "Wir können nur Bandbreiten angeben. Wenn wir da am unteren Rand der Wachstumsrate liegen, dann schaffen wir es vielleicht uns bis Ostern durchzuwurschteln. Wenn wir am oberen Rand liegen, dann geht sich das nicht mehr aus." Laut Klimek liege aktuell die Chance für das eine oder das andere Szenario etwa bei 50:50. Im schlechteren Fall werde es schon vor Ostern notwendig sein, mit schärferen Maßnahmen gegenzusteuern.

Dritte Welle

Klimek:"Sollte eine dritte Welle kommen, dann würden wir keine so große Welle wie im Herbst aufhalten, ohne dass es an die Kapazitätsgrenzen geht". Der Komplexitätsforscher spricht damit an, dass immer noch rund 250 Covid-Patienten in den Intensivstationen in Behandlung sind. Laut Klimek müsse man aufgrund der Mutationen mit noch geringeren Fallzahlen in den Sommer gehen.

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