Schifffahrt eingestellt
Kilometerlanger Treibstofffilm auf der Donau

Zwischen Korneuburg in Niederösterreich und Wien treibt derzeit ein großer Ölteppich.
  • Zwischen Korneuburg in Niederösterreich und Wien treibt derzeit ein großer Ölteppich.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Adrian Langer

Umweltalarm auf der Donau: Zwischen Korneuburg in Niederösterreich und Wien-Handelskai treibt derzeit ein 30 Kilometer langer Treibstofffilm. Die Schifffahrt ist derzeit eingestellt.

ÖSTERREICH. Die Polizei twitterte Donnerstagfrüh: „Aktuell treibt ein Ölteppich größeren Ausmaßes die Donau entlang. Wir unterstützen dort die Feuerwehr und Stadt Wien mit unseren Booten.“

Laut der Landespolizei Wien ist der Ölteppich "größeren Ausmaßes" und reicht von Korneuburg bis Schwechat. Das entspräche einer Länge von rund 30 Kilometern. Sämtliche Trinkwasserbrunnen entlang der Donau sind vorerst gesperrt worden. Entgegen den ersten Annahmen, handelt es sich jedoch nicht um einen Ölteppich, sondern um Treibstoff.

Die Wiener Feuerwehr wurde am Mittwoch gegen 9 Uhr Früh alarmiert, bestätigt Lukas Schauer, Presse- und Informationsoffizier der Berufsfeuerwehr Wien im Gespräch mit meinbezirk: "Es ist ein Treiben von einem hauchdünnen Treibstofffilm festgestellt worden. Wir haben um 9 Uhr die Verständigung von der Polizei bekommen." Derzeit seien Boote mit Tauchern und Schiffsführern im Einsatz und es wurde eine Ölsperre aufgebracht, so Schauer. "Die Ölsperre ist in etwa auf Höhe Schulschiff. Die Schifffahrt ist gesperrt für den Verkehr." Mit den Ölsperren werde dieses Produkt jetzt aufgesaugt beziehungsweise aufgefangen. "Man verhindert so eine weitere Ausbreitung", so Schauer. 

Auswirkungen noch nicht absehbar

Derzeit gebe es noch keine Informationen dazu, wie das Produkt genau in die Donau gelangt sei. "Das ist noch Gegenstand von Ermittlungen", erklärt Schauer. Auch die Auswirkungen für die Umwelt seien noch nicht absehbar: "Grundsätzlich kann man sagen, dass alles was ins Wasser gelangt und nicht ins Wasser gehört irgendwie eine Auswirkung haben kann." Wichtig sei jetzt, dass man diese Produkte auffange und eine weitere Ausbreitung verhindere.

Verschmutzung des Ufers problematisch

Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster erklärt gegenüber meinbezirk, dass das Sperren des Schiffverkehrs die richtige Maßnahme gewesen sei: "Das Öl muss möglichst schnell gebunden werden." Die Verursacher müssten ausgeforscht und volle Haftung bzw. Schadenersatz verlangt werden, um einen Wiederholungsfall zu verhindern. Welche Auswirkungen der Ölteppich für das Ökosystem habe, komme laut Schuster darauf an, ob es sich um Diesel handle, der leicht sei und oben auf schwimme, oder Schweröl, das schwerer ist und absinke. "Eine Verschmutzung des Ufers wäre problematisch, weil die Entfernung schwieriger ist, als von der Wasseroberfläche", erklärt der Sprecher der Umweltschutzorganisation. Der derzeitige Niedrigwasserstand der Donau sei eher günstig und "sollte eine Verteilung bzw. Ausströmen in Nationalparks verhindern". Ein größeres Einströmen von Flusswasser sei nur bei höherem Wasserstand möglich, sagt Schuster.

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