Verzweifelter Hilferuf
Österreichs Eventbranche kämpft ums Überleben

Die Eventbranche mit 1500 verzweifelten Mitarbeitern steht wegen der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Berufsverbot vor der sicheren Pleite.
3Bilder
  • Die Eventbranche mit 1500 verzweifelten Mitarbeitern steht wegen der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Berufsverbot vor der sicheren Pleite.
  • Foto: pixabay/Symbolfoto
  • hochgeladen von Anna Richter-Trummer

"Unsere Eventbranche STIRBT! Regierungshilfe JETZT!" steht auf großen Lettern an Plakaten, ein verzweifelter Hilferuf der österreichischen Eventbranche, die sich von der Regierung im Stich gelassen sieht und vor dem Aus steht. Nach über 4 Monaten ohne Einnahmen plakatiert nun die Veranstaltungsbranche ihren verzweifelten Hilferuf in ganz Österreich. 

ÖSTERREICH. Die Plakataktion (derzeit 3000 Plakate in Wien, Tirol und Vorarlberg) soll retten, was zu retten ist: Die Eventbranche mit 1500 verzweifelten Mitarbeitern steht wegen der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Berufsverbot vor der sicheren Pleite. In einer nur 48 stündigen Petition an den ÖGB formulierten sie ihre Angst um ihre Arbeitsplätze formuliert haben, doch eine Reaktion blieb bis dato aus.

Die Eventbranche mit 1500 verzweifelten Mitarbeitern steht wegen der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Berufsverbot vor der sicheren Pleite, auf der Grafik sieht man den Einbruch des Umsatzes.
  • Die Eventbranche mit 1500 verzweifelten Mitarbeitern steht wegen der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Berufsverbot vor der sicheren Pleite, auf der Grafik sieht man den Einbruch des Umsatzes.
  • Foto: ohne-uns.at
  • hochgeladen von Anna Richter-Trummer

Bundesregierung bricht Wort

Der Vorwurf der Branche an die Regierung, sie habe ihr Wort nicht gehalten: Denn das mehrmals versprochene Sonderpaket für Härtebranchen, die durch bis zu 100%igem Umsatzverlust ums Überleben kämpfen, ist immer noch nicht in Sicht. Von der Wirtschaftskammer, auf Ministerebene und vom Kanzler wurde mehrmals signalisiert und auch medienwirksam kommuniziert, dass die Veranstaltungsbranche eine Härtebranche ist, es Sonderlösungen braucht und diese erarbeitet werden. Die Initiatoren von ohne- uns.at (Ein freiwilliger Zusammenschluss von über 1500 Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft. Gemeinsam wurde ein umfassender Forderungskatalog erarbeitet, damit die Branche wirtschaftlich überleben kann) haben in den letzten Wochen dazu nun viele konstruktive Beiträge für mögliche Lösungen geleistet und fragen sich nun, warum Versprechen nicht gehalten werden. Wozu wird Branchenwissen und Fachexpertise abgefragt, wenn es bis dato zu keiner sinnvollen Umsetzung für das Überleben der Branche kommt, fragen sich die Veranstalter. 

Brauchen dringend Perspektive

Das größte Problem für die Eventbranche sind die Unklarheiten und Widersprüchlichkeiten in der aktuellen Lockerungsverordnung und auch das kolportierte Ampelmodell birgt eine Vielzahl von Stolpersteinen im Veranstaltungssektor. "Nicht nur die Branche selbst, sondern viele Kunden sind aufgrund der derzeit unklaren und gleichheitswidrigen Gesetzeslage massiv verunsichert und daher nicht willens wieder Veranstaltungen abzuhalten bzw. werden zusätzlich noch interne Veranstaltungsverbote ausgesprochen", so eine Sprecher der Eventbranche. Die Klärung der vielen offenen Fragen sollte daher oberste Priorität haben.

Die Eventbranche musste fast alle Mitarbeiter kündigen,  wenn nicht rasch Hilfe seitens der Regierung kommt, steht man vor dem Aus.
  • Die Eventbranche musste fast alle Mitarbeiter kündigen, wenn nicht rasch Hilfe seitens der Regierung kommt, steht man vor dem Aus.
  • Foto: ohne-uns.at
  • hochgeladen von Anna Richter-Trummer

Veranstaltungsbranche während Sommerurlaub gestorben

Und für die Bundesregierung geht’s demnächst ab in den Urlaub und in die Sommerpause, während die Veranstaltungsbranche stirbt, werfen die Veranstalter den verantwortlichen Ministern vor. Ein Drama für die gesamte Veranstaltungswirtschaft, die aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Unternehmen aus den Bereichen Veranstaltungstechnik, Messebau, Catering, Security, Logistik, Agenturen, Locations, Personalbereitstellung und vielen weiteren besteht. In Österreich setzt sich die Unternehmenslandschaft überwiegend aus EPU‘s (Ein Personen Unternehmen) sowie Klein- und Mittelunternehmen zusammen. In Summe erwirtschaftet die Eventbranche 8,9 Milliarden Euro an Wertschöpfung und damit 2,9 Prozent des gesamtösterreichischen Betrages. Durch diese Umsätze werden 140.000 Arbeitsplätze gesichert, was rund 3,4 Prozent aller Erwerbstätigen im Land entspricht (Quelle: Studie IHS 2017).

Pleitewelle im Winter: Österreichs Clubszene stirbt

Quelle: Ohne uns 

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!


Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen