3G-Kontrolle am Weihnachtsmarkt
Punsch oder "Punsch to go": Das ist hier die Frage

Christkindlmarkt am Rathausplatz: Wer einen Punsch-to-go kauft, muss kontrolliert werden, wer aber mit dem Weihnachtspunsch am Weihnachtsmarkt bleibt, um seinen Glühwein etwa in Gesellschaft zu trinken, der muss einen 3-G-Nachweis erbringen.
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  • Christkindlmarkt am Rathausplatz: Wer einen Punsch-to-go kauft, muss kontrolliert werden, wer aber mit dem Weihnachtspunsch am Weihnachtsmarkt bleibt, um seinen Glühwein etwa in Gesellschaft zu trinken, der muss einen 3-G-Nachweis erbringen.
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In 88 Tagen ist Weihnachten. Und grundsätzlich gilt: Wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf in der heurigen Wintersaison auch Weihnachtsmärkte aufsuchen. Doch wann und wie muss kontrollieren werden?

ÖSTERREICH. Es ist bereits der zweite Advent unter Corona-Bedingungen: Heuer mit erneuten Herausforderungen für die Veranstalter: Wie will man die 3G-Regel am Christkindlmarkt umsetzen? Muss das gesamte Areal dafür völlig abgegrenzt werden, wird generell vor Zutritt der 3-G-Nachweise kontrolliert? Oder führt man Sektoren für Punsch- oder Imbissstände ein, in dem dann der 3-G-Nachweis zu erbringen ist? Oder erfolgt die Kontrolle direkt beim Ausschank? Oder kann sie überhaupt entfallen?

Punsch-to-go oder nicht?

Das Gesundheitsministerium stellt klar: Wer einen "Punsch to go" kauft, muss nicht kontrolliert werden. Wer aber mit dem Weihnachtspunsch am Weihnachtsmarkt bleibt, um etwa gewohnheitsgemäß seinen Glühwein in Gesellschaft zu trinken, der muss einen 3-G-Nachweis erbringen.

Aus heutiger Sicht werden Adventmärkte in Klagenfurt stattfinden.
  • Aus heutiger Sicht werden Adventmärkte in Klagenfurt stattfinden.
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Wer kauft und konsumiert wird kontrolliert

„Ein Christkindlmarkt hat die klassischen Bereiche mit Punsch-Ständen, wo die Besucher ja auch konsumieren.“ Sobald etwas auf dem Markt direkt getrunken oder verzehrt werden kann, falle er nicht mehr unter die Ausnahme der „Gelegenheitsmärkte“, so ein Sprecher aus dem Ministerium.

Will man Weihnachtsmärkte einzäunen?

Wie wird man in Österreichs Bundesländern mit der Regelung umgehen? In Wien gibt es dazu noch keine Auskünfte, ebenso aus Linz. Dafür sei es zu früh. Im Jahr 2020 mussten die Adventmärkte abgesagt werden. In der steirischen Landeshauptstadt Graz äußert man sich skeptisch, wie man die 3G-Regel auf einer nicht einzäunbaren Fläche wie einem Christkindlmarkt in der Innenstadt kontrollieren könne.

Weihnachtsdorf Maria Theresien Platz, wie wird heuer kontrolliert?

"Christkindlmarkt ist kein Schanigarten"

Wolfgang Haider, Obmann des Vereins, der den traditionsreichen Christkindlmarkt in der Stadt Salzburg, sagt im Kurier hingegen: „Viele können die Verordnung nicht lesen“. Demnach sei die in Stufe 1 greifende 3-G-Regel nur für Advent- und Weihnachtsmärkte als Gelegenheitsmärkte, an denen nicht lediglich Waren, Speisen oder Getränke verkauft werden, gültig. „Am Christkindlmarkt gibt’s ja keinen Schanigarten“, so Haider. Die Conclusio: Die 3G-Kontrollen könnten gänzlich entfallen, da diese nur im Fall eines Schanigartens in der Gastronomie erforderlich seien.

Zahlreiche Absagen

Dennoch gibt es bereits Absagen, auch aus Salzburg: Sie wird etwa der Sternadvent in der Salzburger Altstadt coronabedingt nicht stattfinden. Eine sichere Planung sei unmöglich.  

"Entgegen unseren Erwartungen wurde die Corona-Pandemie bis zum heutigen Tage nicht überwunden, sodass wir auch im Jahr 2021 keinen sicheren Sternadvent mit Wintermarkt abhalten können und diesen leider absagen müssen", teilt das Organisations-Team des Sternadvent mit.  Als Begründung gab man an: Die rechtlichen Gegebenheiten und die politischen Ankündigungen der vergangenen Tage würden keine sichere Planung für die nächsten Monate zulassen. Sollte es, wie angekündigt, zur Anwendung der 3-G-Regel kommen, so wäre diese am Sternadvent nicht praktikabel umsetzbar. Zudem dürfte ab einer Besucheranzahl von 500 Personen eine gesonderte Bewilligung durch die Behörde notwendig werden. Wann und ob diese erfolgen würde, ist ebenfalls nicht vorhersehbar. 

Wiener Weihnachtsmärkte vom Marktamt bewilligt

Die Vorfreude kann beginnen: Das Wiener Marktamt stellt aktuell die Bewilligungen für die Weihnachtsmärkte aus. "Allerdings unter der Auflage, dass die Corona-Regeln es zulassen“, sagte Alexander Hengl, der Sprecher des Wiener Marktamts (MA 59). Noch offen ist, wie viele Märkte es geben wird und welche Covid-19-Nachweise die Besucher brauchen. Mehr dazu hier.

Die Regelung für Advent- und Weihnachtsmärkte

  • Stufe 1: Für Advent- und Weihnachtsmärkte als Gelegenheitsmärkte (nicht nur reine Warenmärkte) gelten seit 15. September 2021 die nachfolgenden Regeln:
  • – Zutritt mit 3G-Nachweis: Gültiges negatives Testergebnis, Impfnachweis oder Genesungsnachweis. Zu beachten ist die Verkürzung der Gültigkeitsdauer der Antigen-Tests von 48 auf 24 Stunden.
  • –  Ab einer zu erwartenden Besucherzahl von über 500 Personen, hat jeder Gelegenheitsmarkt eine Bewilligung der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzuholen.
  • Ab Stufe 2 sind Antigen-Tests mit Selbstabnahme („Wohnzimmertests“) als Eintrittsnachweis nicht mehr zulässig.
  • Sollte Stufe 3 eintreten, bedeutet das für Advent- und Weihnachtsmärkte, dass Antigen-Schnelltests nicht mehr als Zutrittsnachweis gültig sind (Zutritt mit gültigem negativen PCR-Testergebnis, Impfnachweis oder Genesungsnachweis).
  • Über die Stufe 3 hinausgehende Maßnahmen – insbesondere Beschränkungen für Ungeimpfte – werden im Gleichklang mit den allgemeinen Maßnahmen erfolgen
Weihnachtsmarkt Schönbrunn, heuer braucht's einen 3G-Nachweis.
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