Omikron-Welle droht
Regierung bringt Taskforce „GECKO“ zur Krisenbekämpfung

Dieser Mann soll Österreich durch die Corona-Krise bringen: Generalmajor Rudolf Striedinger (am Foto) und Chief Medical Officer Katharina Reich sollen dafür sorgen, die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen.
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  • Dieser Mann soll Österreich durch die Corona-Krise bringen: Generalmajor Rudolf Striedinger (am Foto) und Chief Medical Officer Katharina Reich sollen dafür sorgen, die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen.
  • Foto: Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
  • hochgeladen von Mag. Anna Trummer

Die nächste Corona-Welle steht vor uns, und mit der neuen Coronavirus- Mutation Omikron wird es "eine Welle, wie wir sie noch nicht erlebt haben“. Die Bundesregierung reagiert - mit einer eigenen Taskforce zur Pandemiebekämpfung.

ÖSTERREICH. „GECKO“ soll sie heißen, die neue "Gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination“: Die Bundesregierung stellt sich damit in der Pandemiebekämpfung neu auf und will sich gegen Omikron rüsten. Denn das, was Österreich da  aufgrund Omikron bevorsteht, haben wir "noch nicht erlebt", prognostizieren beinahe alle Experten unisono. So etwa Epidemiologe Gerald Gartlehner von der Donau Uni Krems: In Großbritannien beobachtet man schon jetzt eine Verdoppelung der Fälle alle drei Tage, Tendenz steigend.

500.000 mögliche Neuinfektionen 

Legt man diese Rechnung auf Österreich um, so kommt man auf einen Wert von rund 500.000 möglichen Neuinfektionen pro Tag. Epidemiologe Gerald Gartlehner dazu: "Ja, das sind tatsächlich ernsthafte Zahlen und die Entwicklungen in Großbritannien, Norwegen und auch Dänemark sind sehr besorgniserregend.“ Doch mit Norwegen könne man Österreich nicht ganz vergleichen, weil es dort bislang kaum Einschränkungen gegeben habe. Doch auf die Verdoppelungszeit der Neuinfektionen von zwei bis drei Tagen werde man sich auch in Österreich einstellen müssen, so Gartlehner.

Die Aufgaben der „GECKO“

Die Leitung der "Gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination" (GECKO) obliegt Generalmajor Rudolf Striedinger und Chief Medical Officer Katharina Reich. Die bevorstehende fünfte Welle durch die Omikron-Variante und mögliche weitere Varianten machten den Schritt notwendig, heißt es aus der Bundesregierung.  Die Aufgaben:

  • Die Covid-19-Situation bewerten
  • Der Bundesregierung berichten
  • Handlungsempfehlungen vorschlagen
  • Die operative Umsetzung unterstützen, etwa beim Testen und Impfen oder Medikamentenbestellung koordinieren.

"Team der besten Köpfe"

„GECKO“ soll keine bestehenden Gremien ersetzen, sondern ein „Team der besten Köpfe“ bündeln und regelmäßig beraten. Morgen Vormittag wird sich das Team in einer Pressekonferenz vorstellen. Weitere Details werden am Samstag um 11 Uhr in einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

„Gehe von massiver Welle aus“

Auch der deutsche Gesundheitsminister Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor einer massiven fünften Welle: Die Omikron-Welle könne verzögert, aber nicht verhindert werden. "Ich gehe von einer massiven fünften Welle aus", sagte Lauterbach.

"Wir müssen davon ausgehen, dass die Omikron-Welle, vor der wir stehen, die wir aus meiner Sicht nicht verhindern können, eine massive Herausforderung wird für unsere Krankenhäuser, für unsere Intensivstationen, aber auch für die Gesellschaft in der Gänze."

So eine Herausforderung habe man in der Pandemie noch nicht gesehen. Was in Großbritannien derzeit beobachtet werde, übertreffe alles, was in der Pandemie bisher beobachtet worden sei.

"Das einzige, was zuverlässig schützt vor einem schweren Verlauf bei der Omikron-Infektion ist die Boosterimpfung",

so Lauterbach. 

AUA führt Impfpflicht ein

Auch die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) reagiert: Sie führt auf der Langstrecke für ihre Piloten sowie für das Kabinenpersonal eine Corona-Impfpflicht ein. Die Virusmutation Omikron führe zu strengeren Einreisebestimmungen in vielen Ländern, die Impfpflicht gilt ab 1. Jänner 2022, Genesene sind ausgenommen. Derzeit würden die Planungen für die Umsetzung laufen, sagte eine Pressesprecherin auf APA-Anfrage. Ungeimpfte Flugbegleiter können auf die Kurzstrecke ausweichen. Laut AUA-Pressestelle sind rund 90 Prozent der Mitarbeiter gegen Covid-19 geimpft.

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Dieser Mann soll Österreich durch die Corona-Krise bringen: Generalmajor Rudolf Striedinger (am Foto) und Chief Medical Officer Katharina Reich sollen dafür sorgen, die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen.
Diese Frau soll Österreich durch die Corona-Krise bringen: Chief Medical Officer Katharina Reich (am Bild)  und Generalmajor Rudolf Striedinger sollen dafür sorgen, die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen.

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